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	<title>Investition &#8211; Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</title>
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	<description>Blog-Seite zu betriebswirtschaftlichen Themen in der praktischen Anwendung</description>
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		<title>Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 08:19:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkauf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Entscheidung, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen und 2025 ein Unternehmen zu gründen, werden Inhaber und Gründer schnell mit der Aufgabe &#8222;Businessplan erstellen&#8220; konfrontiert. Was ist dieser Businessplan (Geschäftsplan) genau und warum ist er auch in 2025&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/businessplan-erstellen/">Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage)</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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							<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Entscheidung, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen und 2025 ein Unternehmen zu gründen, werden Inhaber und Gründer schnell mit der Aufgabe &#8222;Businessplan erstellen&#8220; konfrontiert. Was ist dieser Businessplan (Geschäftsplan) genau und warum ist er auch in 2025 noch nötig?</p>
<p>Zentrale Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu Aufbau und Inhalt sowie eine <a href="#Businessplan-Vorlage">10-seitige Vorlage</a> liefert dieser Blogbeitrag &#8211; wie gewohnt mit starkem Praxisbezug. Viel Erfolg bei der Umsetzung &#8211; ich bin sicher, dieser Artikel wird inkl. der Vorlage dabei eine große Unterstützung.</p>
<table class="alignleft">
<tbody>
<tr>
<td style="background-color: #01319d; text-align: left;"><span style="color: #ffffff; font-family: arial black, sans-serif; font-size: 18px;"> Das Wichtigste in Kürze</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="color: #ffffff;">▶ ein Businessplan ist eine umfassende, schriftliche Darstellung eines Geschäftsvorhabens, die sowohl textliche als auch zahlenbasierte Elemente enthält</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ besonders wichtig ist die Executive Summary, die das gesamte Vorhaben kurz und präzise zusammenfasst und damit das Interesse der Leser wecken soll</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ er dient zum einen dem Gründer selbst, um sein Vorhaben strukturiert zu durchdenken und planen, zum anderen aber auch potenziellen Geldgebern und Partnern</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ es gibt keine festen Vorgaben für den Aufbau, jedoch haben sich Standards etabliert. Eine Vorlage ist diesem Beitrag beigefügt</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ der Plan gliedert sich meist in eine textbasierte Vorhabensbeschreibung (z. B. Marktanalyse, Zielgruppe) und eine zahlenbasierte Planungsrechnung (z. B. Investitionsbedarf, Liquidität).</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>

<h2>Businessplan &#8211; Was ist das?</h2>
<p>Ein Businessplan stellt eine umfassende und schriftliche <strong>&#8222;Planung&#8220; eines Geschäftsvorhabens (&#8222;Business&#8220;)</strong> dar. Er erläutert zum einen die Ausgangssituation, Idee, Vision, Umsetzung und Meilensteine des Vorhabens und stellt zum anderen unter Beweis, dass sich der Ersteller ausführlich Gedanken über das Geschäftsmodell und diese gleichzeitig für ausgewählte Adressaten (überzeugend) zu Papier gebracht hat.<br />
<hr />
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Über den Autor</span></p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3724" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Nikolaus-Zoellner_02_v1-205x300.webp" alt="Nikolaus Zöllner - Betriebswirtschaft-Praxis.de" width="103" height="150" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 12" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Nikolaus-Zoellner_02_v1-205x300.webp 205w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Nikolaus-Zoellner_02_v1.webp 300w" sizes="(max-width: 103px) 100vw, 103px" />Nikolaus Zöllner</span></strong>, Betreiber der Praxis-Plattform Betriebswirtschaft-Praxis, ist ehrenamtlich seit über 5 Jahren Mitglied in der Unternehmer-Jury beim jährlichen Business-Wettbewerb von <a href="https://www.baystartup.de/businessplan-wettbewerbe" target="_blank" rel="noopener">BayStartUp</a>. Bei seiner Arbeit als Juror sind ihm Dutzende von Businessplänen durch die Hände und Augen gegangen, die schlussendlich von ihm und anderen Jury-Kollegen bewertet wurden.</p>
<p>Einige der bewerteten Pläne haben den Wettbewerb bereits gewonnen &#8211; was aber nicht am Juror, sondern vielmehr an den hervorragend verfassten Geschäftsplänen der Wettbewerbsteilnehmer lag.</p>
<hr />
</p>
<p>Man kann den Businessplan in etwa mit der <strong>Planung eines Hausbaus</strong> vergleichen. Kein Bauherr käme auf die Idee, mit dem Bau des Heims auf gut Glück zu beginnen und zu sehen, wo es einen hintreibt. Es wird Beschreibungen des Vorhabens geben (welche Art von Haus), Absichten und Ziele werden erläutert (zu Wohnzwecken oder Geschäftszwecken, Niedrig-Energie-Haus oder herkömmliches Haus), Planungen werden erstellt und durch Berechnungen (Statik, Kosten) verifiziert.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem Geschäftsplan. Die Leser möchten wissen, wie der Verfasser das Vorhaben grundsätzlich beschreibt (Geschäftsidee), welche Absichten und Ziele (Unternehmens-Vision und -Mission) er hat und welche Planungen (Umsatz, Investitionen, Liquidität, Rendite) aufgestellt und wie verifiziert wurden.</p>
<hr />
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-1761 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Hinweis.png" alt="Icon Hinweis" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 13"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Hinweis</span></p>
<p>Für einen Businessplan gibt es <strong>keine strengen Vorgaben</strong> oder DIN-Normen, wie dieser aufzubauen ist oder auszusehen hat. Zwar haben sich im Laufe der Jahre Standards gebildet und etabliert &#8211; grundsätzlich ist der Verfasser aber frei in Sachen Aufbau und Format.</p>
<p>Daher haben sich in den letzten Jahren auch (kreative) Sonderformen wie beispielsweise die <a href="https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Gr%C3%BCndung/Business-Model-Canvas/" target="_blank" rel="noopener">Canvas-Methode</a> gebildet, die je nach Vorhaben einen guten oder schlechten Eindruck bei den Lesern hinterlassen haben.</p>
<hr />
<p>Für welchen Aufbau sich der Verfasser auch immer entscheidet &#8211; in den meisten Fällen gibt es eine textbasierte Vorhabensbeschreibung (1. Teil) und einen zahlenbasierte Planungsrechnung (2. Teil), die in sich stimmig und verknüpft sind. In den nachfolgenden Kapiteln werden diese beiden Teile eines Businessplans vorgestellt.</p>
<h2>Businessplan erstellen lassen oder selber schreiben</h2>
<p>Sobald die Anforderung für einen Businessplan im Raum steht, stellt sich zwangsläufig die Frage.</p>
<blockquote><p>Businessplan erstellen lassen oder selber schreiben?</p></blockquote>
<p>Eines muss &#8211; auch zur Beantwortung dieser zentralen Frage &#8211; jedem (angehenden) Unternehmer in diesem Zusammenhang klar sein. Der Businessplan wird in erster Linie für den Unternehmer/Gründer selbst geschrieben, in zweiter Linie für Dritte.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 14"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>Typischerweise sind folgende Personen oder Institutionen <strong>Leser eines Geschäftsplans</strong>:</p>
<ul>
<li>Firmenkundenberater bei der (Haus-) Bank</li>
<li>Sachbearbeiter beim Arbeitsamt</li>
<li>Entscheider für Fördermittel</li>
<li>Förderbanken (z.B. <a href="https://www.kfw.de/kfw.de.html" target="_blank" rel="noopener">Kreditanstalt für Wiederaufbau</a>)</li>
<li>(Potenzieller) Investor</li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Business_Angel" target="_blank" rel="noopener">Business Angel</a></li>
<li>Businessplan-Wettbewerbe (z.B. <a href="https://www.baystartup.de/businessplan-wettbewerbe" target="_blank" rel="noopener">BayStartUP</a>)</li>
</ul>
<hr />
<p>Der Unternehmer/Gründer muss daher zwangsläufig hinter dem Projekt &#8222;<strong>Businessplan erstellen</strong>&#8220; stehen. Er kann natürlich Teilaufgaben (nicht alle!) auf Dienstleister oder sonstige Unterstützer übertragen; den Hut muss er jedoch aufhaben und sorgsam über alle Inhalte wachen und relevanten Input geben.</p>
<p>Eine weitere typische und nicht unwichtige Frage zum Thema lautet:</p>
<blockquote><p>Wie viele Seiten sollte ein Businessplan haben?</p></blockquote>
<p>Auch hier gibt es keinen Standard und keine definierte Vorgaben. Die Antwort muss daher lauten: Genau so viele, damit das Vorhaben für den Adressaten/Leser keine Fragen mehr offenlässt und überzeugt und genau so wenige, damit keine Langeweile entsteht. Sie sehen, es kommt nicht auf die <strong>Seitenzahl</strong>, sondern vielmehr auf den <strong>Inhalt</strong> an.</p>
<p>Aber zur praktischen Einordnung hier ein paar Zahlen, die sich in der üblichen Gestaltung von Geschäftsplänen herausgebildet haben. Der Textteil (Vorhabensbeschreibung) sollte grob gesagt zwischen 10 und 30 Seiten umfassen. Bei komplexen Geschäftsmodellen können es auch mal 40 bis 50 Seiten werden; das sollte dann aber die (zumutbare) Obergrenze sein.</p>
<p>Der Zahlenteil (Planungsrechnungen) sollte je nach Planungstiefe (Monats- oder Quartalsplanung) ungefähr 10 bis 20 Seiten umfassen.</p>
<h2>Vorhabensbeschreibung: Teil 1 des Geschäftsplans</h2>
<p>Bei der Vorhabensbeschreibung nehmen Sie den Leser an die Hand und führen ihn durch das (künftige) Unternehmen oder Vorhaben. Zuerst liefern Sie eine knackige <strong>Zusammenfassung (Exekutive Summary)</strong>, damit der Adressat weiß, um was es überhaupt geht (und ob sich das Weiterlesen lohnt).</p>
<p>Dann erläutern Sie ihm das <strong>Produkt</strong> oder die <strong>Dienstleistung</strong>, die hinter dem Vorhaben seht; welche Probleme hat der Kunde und wie wird das durch das Geschäftsmodell gelöst (Kundennutzen).Im Folgenden geht es um die Frage, wer das Produkt kaufen soll &#8211; die <strong>Zielgruppe</strong> und <strong>Kundenstruktur</strong>.</p>
<p>Anschließend folgen Erklärungen zum <strong>Markt und Wettbewerb</strong> des Vorhabens. Dahinter steht die Problematik, dass der Markt bereit ist, das (neue) Produkt aufzunehmen und zu vertragen. Ist der Zielmarkt klein und gesättigt, wird es schwer und die Leser des Businessplans werden viele Fragen haben.</p>
<p>Dann sollte es noch um die Frage &#8211; oder besser Antwort &#8211; gehen, wie das Produkt an den Mann und die Frau kommt &#8211; Stichwort <strong>Marketing und Vertrieb</strong>. Selbst das beste Produkt der Welt wirkungslos ist, wenn die Zielgruppe nichts davon weiß und es nicht angeboten bekommt.</p>
<p>Abschließend sollten Sie die Leserschaft noch mit Informationen zum Aufbau und Ablauf des Unternehmens versorgen. Die <strong>Organisation und Prozesse</strong> sollte klar strukturiert und vorbereitet sein &#8211; und natürlich auch flexibel genug, um schnell auf geänderte Verhältnisse vorbereitet zu sein.</p>
<h3>Executive Summary &#8211; eine Zusammenfassung auf den Punkt</h3>
<p>Die Executive Summary stellt eine komplette <strong>Zusammenfassung des Businessplans</strong> dar, die alle behandelten Themen auf den Punkt bringt. In der Regel wird dieser Part des Geschäftsplans von den Adressaten als erstes gelesen, um einen Überblick über das Vorhaben zu bekommen.</p>
<p>Und genau hier liegt die Schwierigkeit. Der Verfasser schreibt optimalerweise die Zusammenfassung ganz zum Ende des Businessplan-Herstellungsprozesses &#8211; dann, wenn er mit allem fertig ist und (für ihn) alles klar ist. Er ist voll im Thema und fast zum Ende nochmals alles zusammen &#8211; quasi der krönende Abschluss.</p>
<p>Der Leser des Businessplans hingegen steigt in der Regel mit diesem Kapitel in das Thema ein; er hat noch wenig bis keine Informationen zu diesem Geschäftsmodell und will mit der Executive Summary einen ersten Überblick erhalten. Es treffen also zwei Gegensätze aufeinander, mit der Gefahr, dass der Leser mit der Zusammenfassung so abgeholt werden muss, dass er (interessiert) weiterliest.</p>
<p>Zweifelsfrei ist die Executive Summary der wichtigste und schwierigste Part des Businessplans. Schwierig deshalb, weil die Zusammenfassung so knapp wie möglich gehalten werden und gleichzeitig alle (wesentlichen) Aspekte des Geschäftsvorhabens abdecken sollte. Ein klassischer Zielkonflikt &#8211; lösen Sie ihn!</p>
<h3>Angebotene Leistungen/Produkte (Unternehmensidee)</h3>
<p>In diesem Kapitel des Geschäftsplans geht es um die Produkte oder Dienstleistungen des Geschäftsmodells. Womit will der Unternehmer seinen Kunden helfen und Verkäufe und somit Umsätze erzielen?</p>
<p>Hilfreich und gleichermaßen bewährt ist es, eingangs die Problemstellung des Kunden zu erläutern. Wo hat der (potenzielle) Abnehmer mit Herausforderungen zu kämpfen, wo genau liegt sein Schmerz.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 15"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiele</span></p>
<p>Das Problem bei <strong>Friseur-Kunden</strong> ist, dass ihre Haare zu lang sind und sie einen Schnitt benötigen (und schön aussehen wollen). Das Problem bei <strong>Imbiss-Kunden</strong> in einem Gewerbegebiet ist, dass sie (mittags) Hunger haben und eine schnelle und gutschmeckende Essensversorgung benötigen.</p>
<p>Das Problem bei <strong>Nachhilfe-Kunden</strong> ist, dass ihre Kinder in der Schule schlechte Leistungen abliefern und die Eltern nicht unterstützen können oder wollen. Das Problem bei <strong>Pauschalreise-Kunden</strong> ist, dass sie sich nach Sonne und Strand sehnen und für die Erholung einen Urlaub buchen möchten.</p>
<hr />
<p>Wenn das Problem des Kunden klar beschrieben ist, machen Sie den Deckel drauf, indem Sie passgenau erläutern, wie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung mit seinen Merkmalen und Funktionen dieses Problem löst und etwas Wichtiges schafft: <strong>Kundennutzen</strong>. Wenn dieser Kundennutzen dann noch eine Einzigartigkeit aufweist (<strong>USP: Unique Selling Proposition</strong>), ist das unbedingt im Businessplan zu erwähnen.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 14"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>Gerade beim eigenen Produkt geraten Unternehmer und Businessplan-Verfasser gerne ins Schwärmen. Achten Sie hier auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Begeisterung über das Produkt oder die Dienstleistung und neutraler Zurückhaltung.</p>
<p>Insbesondere Geldgeber sind bei Geschäftsplänen penibel auf der Suche nach Hinweisen auf Selbstüberschätzung der Unternehmer. Tappen also nicht in diese Falle!</p>
<hr />
<p>Für den Leser sollte aus dem Geschäftsplan eindeutig hervorgehen, ob Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bereits fertig entwickelt und einsatzbereit ist, oder ob es um theoretische Überlegungen geht und das Produkt erst fertiggestellt und etabliert werden muss.</p>
<h3>Zielgruppe und Kunden</h3>
<p>Wenn es um die Frage geht, für wen die Produkte oder Dienstleistungen von (Kunden-) Nutzen sind, neigen Geschäftsplan-Schreiber gerne dazu &#8211; sofern es nicht ein absolutes Nischen-Produkt ist &#8211; mit &#8222;ALLE&#8220; zu antworten: Das ist dann vielfach der bereits oben beschriebenen Selbstüberschätzung zurückzuführen, denn es wird bis auf Wasser und Sauerstoff wenig Produkte geben, die wirklich ALLE konsumieren.</p>
<p>Ziel dieses Absatzes ist es daher, so genau wie möglich zu definieren, wer Zielgruppe und Abnehmer sind. Eine erste Unterscheidung kann dabei getroffen werden, ob die Kunden eher Unternehmer (B2B = Business to Business) oder Verbraucher (B2C = Business to Consumer) sind.</p>
<p>Ist die Zielgruppe eines Geschäftsvorhabens im Bereich B2B (<strong>Unternehmer</strong>), können folgende Charakteristika zur Definition der Zielgruppe verwendet werden:</p>
<ul>
<li>Branche</li>
<li>Unternehmensgröße (Einzelunternehmer, KMU, Mittestand, Konzerne)</li>
<li>Umsatzvolumen</li>
<li>Anzahl und Struktur der Mitarbeiter</li>
<li>Standort</li>
</ul>
<p>Ziel der Businessplan jedoch auf <strong>Verbraucher</strong> (B2C) ab, kommen folgende Unterscheidungsmerkmale infrage:</p>
<ul>
<li>Geschlecht</li>
<li>Alter</li>
<li>Wohnort</li>
<li>Beruf</li>
<li>Bildungsstand</li>
<li>Freizeitgestaltung</li>
<li>Mediennutzung</li>
<li>Kaufverhalten</li>
<li>Interessen</li>
<li>politische Ausrichtung</li>
</ul>
<h3>Markt und Wettbewerb</h3>
<p>Der Abschnitt &#8222;Markt und Wettbewerb&#8220; sollte der Teil sein, der die meiste Arbeit erfordert &#8211; es ist auch einer der wichtigsten Teile des Geschäftsplans. Es geht in diesem Zusammenhang nicht darum, mathematische Marktanteile zu ermitteln oder zu berechnen.</p>
<p>Vielmehr geht es darum, sauber zu erarbeiten, ob der bestehende Markt (bezogen auf die oben ermittelte Zielgruppe) groß genug ist, um einen weiteren Marktteilnehmer aufzunehmen.</p>
<p>Neben der Größe des Marktes ist die Qualität desselben von noch größerer Bedeutung. Hierbei ist zu klären, ob der Markt stagniert, Zuwächse zu verzeichnen hat oder eher rückläufig ist. Dabei ist sowohl der Blick in die Vergangenheit als auch der Blick in die Zukunft (Trendanalyse) wichtig.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 15"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel</span></p>
<p>Wenn in einer mittelgroßen Stadt mit 50.000 Einwohnern bereits 3 konventionelle Fitness-Studios angesiedelt sind und dieser Markt eher stagniert, dann ist das Marktumfeld für ein neues, konventionelles Fitness-Studio eher schwierig.</p>
<p>Gibt es in der Stadt und ganz Deutschland hingegen noch keinen Anbieter, der auf dem boomenden KI-Markt eine spezialisierte Plattform zur Vermittlung von KI-Programmierern anbietet, sind die Marktaussichten hier natürlich deutlich komfortabler.</p>
<hr />
<p>Die nachfolgenden Schritte sind exemplarisch für eine <strong>Markt- und Wettbewerbsanalyse</strong> bei einem Businessplan:</p>
<ol>
<li>Marktbeschreibung (Wo wird das Produkt verkauft?)</li>
<li>Analyse der Marktgröße (Wie viel Umsatz wird in diesem Markt gemacht?)</li>
<li>Analyse der Wettbewerber (Welche Anbieter gibt es sonst noch auf dem Markt?)</li>
<li>Analyse der Branche (Wie verhält und entwickelt sich die Branche in diesem Markt?)</li>
<li>Bestimmung des Marktpotentials (Wie entwickelt sich dieser Markt in der Zukunft  und welche Chancen bietet er dabei?)</li>
</ol>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 14"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>Achten Sie bei der Beschreibung des Marktes und der Branche penibel darauf, dass die meisten Leser des Geschäftsplans absolut branchenfremd sind und wenig bis keine Markt-Kenntnisse aufweisen.</p>
<p>Setzen Sie daher nichts voraus, was für Sie selbstverständlich ist. Lieber haben Sie bei diesem wichtigen Teil des Businessplans eine Besonderheit zu viel als zu wenig erklärt.</p>
<hr />
<h3>Marketing und Vertrieb</h3>
<p>Das Thema Marketing und Vertrieb ist aus zwei Aspekten bedeutsam für den Geschäftsplan. Zum einen, weil die Bedeutung dieses Punktes von den meisten Unternehmern hoffnungslos unterschätzt wird; zum anderen, weil es der Teil des Businessplans ist, dem Leser und/oder Finanzgeber eine sehr hohe Aufmerksamkeit schenken wird.</p>
<p>Die Frage hinter diesem Kapitel lautet:</p>
<blockquote><p>Wie bekommt der Unternehmer seine Produkte oder Dienstleistungen in dem Zielmarkt unter die Leute? Wie erfahren Interessenten in einem reizüberfluteten Umfeld von dem Angebot und wie werden sie zu zahlenden Kunden?</p></blockquote>
<p>Das Produkt oder die Dienstleistung kann noch so gut sein, der Markt und die Zielgruppe noch so perfekt: ein mangelhaftes Marketing und ein schlecht durchgeführter Vertrieb würden alles zunichtemachen.</p>
<p>Zur Auswahl stehen bei der Vertriebsfrage <strong>klassische</strong> und <strong>moderne Instrumente</strong>. Zu den klassischen Möglichkeiten zählen:</p>
<ul>
<li>(Print-) Anzeigen</li>
<li>Flyer</li>
<li>Broschüren</li>
<li>Kataloge</li>
<li>Direktansprache (Telefon)</li>
<li>Messeauftritte als Aussteller</li>
<li>Vortragsveranstaltungen</li>
</ul>
<p>Neben in der Vergangenheit bewährten analogen Lösungen gibt es heute vielerlei digitale Instrumente (E-Mail-Newsletter, Google Ads, Affiliate Marketing). Welche der Instrumente wirksam sind und ob analoge oder digitale Varianten besser sind, das entscheidet die Zielgruppe (der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken!).</p>
<p>Was funktioniert und was nicht, das muss in den meisten Fällen ausprobiert werden. Empfehlenswert ist hier die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Versuch_und_Irrtum" target="_blank" rel="noopener">Trial &amp; Error-Methode</a> aus der Wissenschaft. Probieren Sie in kleinem Rahmen eine Methode aus und prüfen Sie die Ergebnisse.</p>
<p>Sobald ein Erfolg messbar ist, skalieren Sie dieses Instrument und übernehmen Sie es in den Businessplan. Wenn nicht, haken Sie es ab und unternehmen einen neuen Versuch.</p>
<p>Hilfreich ist es bei diesem Kapitel auch, die 4 Ps (Produkt, Preis, Platz (Distribution), Promotion ) aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marketing-Mix" target="_blank" rel="noopener">Marketing-Mix</a> zu beachten und zu beschreiben. Dann sind auf jeden Fall die wichtigsten Punkte erläutert.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 14"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>In vielen Geschäftsplänen, die ich gelesen habe, werfen die Verfasser mit zahllosen Marketing-Instrumente und Vertriebswege um sich. Die Kunst ist es aber nicht, möglichst viele Varianten zu beschreiben, sondern den Leser davon zu überzeugen, welche Instrumente und Wege wirksam sind und die Produkte und Dienstleistungen effektiv in der Zielgruppe vertreibt.</p>
<p>Wer also im Geschäftsplan anhand von getätigten Versuchen (Trial &amp; Error) belegen kann, warum eine Variante gewählt wurde, der hat bei der Überzeugungsaufgabe in diesem Kapitel schon die halbe Miete eingefahren.</p>
<hr />
<h3>Organisation und Prozesse</h3>
<p>Beim Thema Organisation und Prozesse geht es um den <strong>strukturellen Aufbau</strong> und die <strong>betrieblichen Abläufe</strong> des Unternehmens, das im Businessplan vorgestellt wird. Abhängig von der Rechtsform sollten hierfür im ersten Schritt die Geschäftsführung vorgestellt werden.</p>
<p>Für externe Adressaten des Geschäftsplan ist es wesentlich zu erfahren, welches Team mit welchen Persönlichkeiten hinter dem Unternehmen stehen und wodurch sie für diese entscheidende Aufgabe qualifiziert sind.</p>
<p>Aber nicht nur die oberste Ebene ist relevant. Wenn es sich nicht um ein Ein- oder Zwei-Mann-Unternehmen handelt, sollten alle weitere Bereiche und Personen zielgerichtet präsentiert werden. Sobald mehr als 5 Personen im Unternehmen tätig sind, können die Geschäftsführer in der Regel nicht mehr alles alleine überwachen und sind auf ein funktionierendes Team angewiesen.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2127 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/07/Definition2.png" alt="Icon Definition" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 20"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Definition</span></p>
<p>Die <strong>Aufbauorganisation</strong> erläutert die strukturelle Gestaltung eines Unternehmens. Sie definiert die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Hierarchien im Unternehmen. Dabei geht es um die Schaffung einer klaren Organisationsstruktur, um effiziente Arbeitsabläufe und eine optimale Aufgabenerfüllung zu gewährleisten.</p>
<p>Die Aufbauorganisation umfasst die Festlegung von Abteilungen, Stellen und Arbeitsplätzen sowie die Zuordnung von Aufgaben und Kompetenzen.</p>
<p>Die <strong>Ablauforganisation</strong> befasst sich hingegen mit der Gestaltung und Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen innerhalb eines Unternehmens. Sie legt fest, wie einzelne Aufgaben und Tätigkeiten zeitlich, räumlich und inhaltlich geplant und durchgeführt werden. Das Ziel der Ablauforganisation ist es, effiziente und effektive Arbeitsprozesse zu schaffen, um Zeit- und Kostenersparnisse zu erzielen.</p>
<hr />
<p>Neben dem Aufbau des Unternehmens sollten im Businessplan auch die wesentlichen, betrieblichen <strong>Abläufe</strong> und <strong>Prozesse</strong> dargelegt werden. Bei der Frage nach der Wesentlichkeit ist von den individuellen Besonderheiten des Unternehmens auszugehen.</p>
<p>Handelt es sich um eine Bäckerei, sind die Abläufe zur effizienten Backwerk-Herstellung in gleichbleibender Qualität wichtig. Ist der Betrieb ein Dienstleistungsunternehmen, sind Abläufe wie Auftragsbearbeitung, Vertrieb und Fakturierung relevant.</p>
<p>Auch die Beschreibung der (funktionierenden) <strong>internen Kommunikation</strong> gehört zum Thema &#8222;Organisation und Prozesse&#8220;. Wie wird innerhalb des Unternehmens kommuniziert und wie erfolgt die Abstimmung über die regelmäßigen Aufgaben im Team? Stehen hier regelmäßige Meetings oder moderne IT-Instrumente zur Verfügung?</p>
<p>Weitere Fragen, die je nach Bedeutung für das Unternehmen in diesem Kapitel des Geschäftsplans beantwortet werden können:</p>
<ul>
<li>Wie sehen die Räumlichkeiten aus?</li>
<li>Welche Grundrisse liegen vor (Vor- und Nachteile)?</li>
<li>Welcher Mietvertrag mit welchen Konditionen wurde abgeschlossen?</li>
<li>Wie sieht die technische Infrastruktur des Unternehmens aus?</li>
<li>Wie erfolgt das Datenmanagement?</li>
<li>Wie sieht das Backup-Konzept aus?</li>
<li>Wie ist die Erreichbarkeit für Kunden technisch und organisatorisch geregelt?</li>
<li>Welche Bezahlmöglichkeiten bietet das Unternehmen seinen Kunden?</li>
<li>Welches Kassensystem kommt (bei Bargeschäften) zum Einsatz?</li>
<li>Welche rechtlichen Risiken bestehen mit oder im Unternehmen?</li>
</ul>
<h2>Planungsrechnungen: Teil 2 des Geschäftsplans</h2>
<p>Im zweiten Teil des Geschäftsplans geht es darum, dem vielen Erzählen aus dem ersten Teil <strong>Zahlen und Fakten</strong> hinzuzufügen. Die Adressaten des Businessplans sind in den meisten Fällen sehr zahlenorientiert unterwegs und möchten die Prosa-Darlegungen gerne in zahlenorientierten Ergebnissen sehen.</p>
<p>In diesem Zuge soll ermittelt und errechnet werden, wie viel (Anfangs-) <strong>Kapital</strong> für das Vorhaben notwendig ist, welche <strong>Absatzzahlen</strong> kalkuliert sind und wie sich das alles hinsichtlich <strong>Rendite</strong> und <strong>Liquidität</strong> auswirkt.</p>
<h3>Investitions- und Kapitalbedarfsplanung</h3>
<p>In diesem Kapitel des Businessplans wird detailliert dargestellt, welche Investitionen notwendig sind, um das Vorhaben zu realisieren. Dabei ist zwischen einmaligen Anfangsinvestitionen und laufenden Investitionen &#8211; beispielsweise in einer Wachstumsphase &#8211; zu unterscheiden.</p>
<p>Zu den Anfangsinvestitionen zählen in der Regel:</p>
<ul>
<li>IT-Ausstattungen (PCs, Notebook, Smartphone)</li>
<li>Maschinen und Anlagen</li>
<li>Fahrzeuge</li>
<li>Büroausstattungen (Möbel)</li>
<li>Softwarelizenzen</li>
<li>Erwerb von Patenten und Lizenzen</li>
</ul>
<p>Orientieren Sie sich bei Liste nicht nach steuerlichen Anschaffungsgrenzen (z.B. <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/" target="_blank" rel="noopener">GWG-Grenze</a>, 250 EUR Kleinbeträge); es geht darum, den vollständigen Kapitalbedarf zu erfassen. Die zentrale Frage ist: Wie viel Geld ist notwendig, damit das Business starten und wachsen kann?</p>
<p>Achten Sie penibel darauf, hier nichts zu vergessen. Wenn Sie IT-Dienstleistungen anbieten, sollte eine entsprechende Ausstattung vorhanden sein. Wenn Sie Fahrzeugreparaturen anbieten, müssen entsprechende Werkzeuge und Anlagen aufgeführt sein.</p>
<p>Fragen Sie auch die KI (ChatGPT), was bei vergleichbaren Gründungen an Investitionen angefallen sind, um hier weitere Anregungen zu bekommen. Bei Beispiel-Prompt und die entsprechenden Ergebnisse für den Fall einer Autowerkstatt-Gründen finden Sie in <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/08/Investitionsbedarf-Autowerkstatt-mit-ChtGPT.pdf" target="_blank" rel="noopener">dieser PDF</a>.</p>
<p>Wenn bestimmte Investitionsgüter in Ihrem speziellen Fall nicht erforderlich sind, beispielsweise weil sie aus dem Privatvermögen kommen oder geleast werden, erklären Sie dies, um nicht den Eindruck zu hinterlassen, Sie hätten es übersehen.</p>
<p>Aus dem Investitionsbedarf leitet sich anschließend der Kapitalbedarf ab. Nachdem ermittelt wurde, <strong>wie viel Kapital</strong> benötigt wird, muss hier erläutert werden, <strong>woher das Geld kommt</strong>.</p>
<p>Die Kapitalbedarfsplanung sollte dabei in <strong>Eigenkapital</strong>, <strong>Fremdkapital</strong> und <strong>alternative Finanzierungsquellen</strong> (wie z.B. Fördermittel) unterteilt werden. Es versteht sich, dass bei dieser Planung keine großen, ungedeckten Lücken entstehen sollten. Falls doch, sind Erklärungen nötig.</p>
<h3>Absatz- und Umsatzplanung</h3>
<p>Die <strong>Absatz- und Umsatzplanung</strong> für die kommenden Jahre ist ein zentrales Element der wirtschaftlichen Kalkulation im Businessplan. Sie erläutert dem Leser, welche Mengen eines Produkts oder einer Dienstleistung innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgesetzt werden sollen und welche Umsätze daraus resultieren. Hierbei gilt der Grundsatz: Menge x Preis = Umsatz.</p>
<p>Diese Planung basiert auf einer gründlichen Marktanalyse aus dem ersten Teil des Businessplans und realistischen Annahmen, um nicht in die Falle überzogener Erwartungen zu geraten. Die Mengen müssen also sauber hergeleitet werden und allen dankbaren Fragen und Einwänden der Businessplan-Leser standhalten können.</p>
<p>Typische Einflussgrößen für die Absatz- und Umsatzplanung sind die</p>
<ul>
<li>Marktgröße,</li>
<li>Wachstumsraten der Branche,</li>
<li>Kaufkraft der Zielgruppe</li>
<li>geplante Preisstrategie.</li>
</ul>
<p>Zudem müssen saisonale Schwankungen und Markteintrittsbarrieren bei den Planungen berücksichtigt werden. Die Umsatzplanung wird idealerweise in verschiedenen Szenarien (z.B. konservativ, realistisch, optimistisch &#8211; oder neudeutsch Soll, best case, worst case) dargestellt, um die potenzielle Bandbreite und Risiken besser einschätzen zu können.</p>
<h3>Renditeplanung</h3>
<p>Die Renditeplanung beschäftigt sich mit der Ertragskraft des Vorhabens also der Frage, wann und wie viel Gewinn (oder Verlust) am Ende der unternehmerischen Betätigung entsteht. Ziel ist es, die Rentabilität und somit die erfolgreichem wirtschaftliche Attraktivität des Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum darzulegen.</p>
<p>Die Ergebnisse der Absatzplanung (Umsatz) und der Investitionsplanung (Abschreibungen) fließen hier ein. Aber natürlich auch alle anderen aufwandswirksamen Aufwendungen. Beachten Sie hier unbedingt, dass Ausgaben nicht gleich Aufwendungen sind. Es gibt Zahlungen, die zwar von Unternehmenskonto abfließen, aber keinen Aufwand für die Renditeplanung darstellen.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 15"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel</span></p>
<p><strong>Tilgungszahlungen</strong> für ein betriebliches Darlehen fließen zwar von <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geschaeftskonto-eroeffnen/" target="_blank" rel="noopener">Geschäftskonto</a> ab, stellen aber keinen Kostenaufwand dar. Die Zahlungen reduzieren lediglich die Darlehensschuld. Die ursprüngliche Auszahlung des Darlehens stelle analog keinen Ertrag dar, sondern lediglich eine aufwands- und ertragsneutrale Einzahlung.</p>
<p>Anders hingegen verhält es sich bei den <strong>Zinszahlungen</strong> aus der Darlehensinanspruchnahme. Diese fließen vom Kontokorrentkonto ab und stellen gleichzeitig aufwandswirksame Kosten dar, die in der Renditeplanung zu erfassen sind.</p>
<p>Fragen Sie im Zweifel bei einem Berater nach, um hier keine Fehler zu machen, die bei den Adressaten des Businessplans einen schlechten Eindruck hinterlassen.</p>
<hr />
<p>Eine gängige Kennzahl im Rahmen der Renditeplanung ist die Kapitalrendite (<span style="font-family: arial black, sans-serif;">R</span>eturn <span style="font-family: arial black, sans-serif;">o</span>f <span style="font-family: arial black, sans-serif;">I</span>nvestment), die das Verhältnis von erzieltem Gewinn zu eingesetztem Kapital wiedergibt. Quasi die Antwort auf die Frage eines Investors, was ihm ein Einstieg ins Unternehmen finanziell bringt.</p>
<p>Wichtige Aspekte der Renditeplanung sind auch die Break-even-Analyse und die Rentabilitätsvorschau über mehrere Jahre (in der Regel 3-5) hinweg. In dieser Planung sollten auch mögliche Risiken und deren Auswirkungen auf die Rendite berücksichtigt werden, wie z.B. Preisschwankungen bei Rohstoffen, Änderungen im Kundenverhalten oder Markteintritt neuer Wettbewerber.</p>
<h3>Liquiditätsplanung</h3>
<p>Die Liquiditätsplanung ist ein entscheidender Punkt bei den Unternehmensplanungsrechnungen. Liquidität stellt sicher, dass das Unternehmen jederzeit zahlungsfähig &#8211; und somit überlebensfähig &#8211; bleibt.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2127 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/07/Definition2.png" alt="Icon Definition" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 20"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Definition &#8222;Liquidität&#8220;</span></p>
<p>Liquidität bezieht sich nach offizieller Definition auf die <strong>Fähigkeit</strong> eines Unternehmens, seine <strong>Schulden und Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen</strong>, indem es über ausreichend liquide Mittel verfügt. Hat ein Unternehmen eine „<em><strong>hohe Liquidität </strong>(liquide)</em>„, kann es alle seine Rechnungen fristgerecht bezahlen.</p>
<p>Hat es eine „<strong>niedrige Liquidität</strong> (<em>nicht liquide)</em>„, stockt der Zahlungsfluss an Lieferanten und Dienstleister, es werden Zahlungen verspätet oder nicht geleistet und Mahnungen finden sich haufenweise in den Briefkästen der Unternehmen.</p>
<hr />
<p>Bei der Liquiditätsplanung geht es also darum, den Geldfluss (Cashflow) im Unternehmen präzise zu prognostizieren und zu steuern. Eine positive <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/">Liquidität</a> ist die Grundlage für den Fortbestand des Unternehmens, da es unabhängig von der Rentabilität jederzeit fällige Zahlungsverpflichtungen erfüllen muss.</p>
<p>Ein zentraler Grundsatz in der Betriebswirtschaftslehre lautet:</p>
<blockquote><p>Liquidität geht vor Rentabilität.</p></blockquote>
<p>Die Liquiditätsplanung umfasst die Ein- und Auszahlungen in einem bestimmten Zeitraum, wobei Einnahmen aus Verkäufen den Ausgaben wie Miete, Gehältern, Materialkosten oder Kreditzinsen gegenübergestellt werden. Wesentliche <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-kennzahlen/">Liquiditätskennzahlen</a> helfen dabei, das Zahlenwerk zu analysieren und zu bewerten.</p>
<p>Besonders bei Investitionen und größeren Projekten sollten Zeitpunkte und Zahlungsströme genau abgestimmt werden, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.</p>
<p>Auch bei der Planung der Liquidität empfiehlt es sich, einen Berater hinzuzuziehen, um keine Widersprüche in der Planung einzubauen und keine Auszahlungen zu vergessen.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage) 15"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;"><a id="Businessplan-Vorlage"></a>Businessplan-Vorlage</span></p>
<p>Die vorbereitete Vorlage für einen Standard-Businessplan im RTF-Format finden Sie <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/11/Vorlage-Businessplan.rtf">hier</a>.</p>
<hr />
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/businessplan-erstellen/">Businessplan erstellen: Warum der Geschäftsplan auch 2025 nötig ist (inkl. Vorlage)</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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		<item>
		<title>Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System</title>
		<link>https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 18:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
		<category><![CDATA[3 Kontenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[5 Kontenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[6 Kontenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzielle Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Liquidität]]></category>
		<category><![CDATA[Liquiditätsoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Liquiditätssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparbüchsen-Prinzip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/?p=2391</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist genauso bedeutsam wie die Liquidität von Unternehmen. Leidet die Liquidität, können finanzielle Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden und der soziale Abstieg nimmt &#8211; sofern keinen wirksamen Gegenmaßnahmen umgesetzt werden &#8211; unweigerlich seinen Lauf. Umgekehrt ist&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/">Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist genauso bedeutsam wie die <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/">Liquidität von Unternehmen</a>. Leidet die Liquidität, können finanzielle Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden und der soziale Abstieg nimmt &#8211; sofern keinen wirksamen Gegenmaßnahmen umgesetzt werden &#8211; unweigerlich seinen Lauf.</p>
<p>Umgekehrt ist eine stabile und organisierte Liquidität ein Erfolgsfaktor für Unternehmen und Privatpersonen. Studien haben ergeben, dass der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Unternehmen/Privatpersonen darin besteht, ob und wie sie ihre Finanzen managen und sichern.</p>
<p>Wie können unorganisierte Privatpersonen ihre Liquidität so organisieren und in den Griff bekommen, dass die notwendige Struktur und Konstanz im privaten Finanzsystem entsteht und damit die Liquidität nicht nur gesichert, sondern auch erhöht (Sparrate) wird?</p>
<p>Ein Blick in die jüdische Finanz-Geschichte und Weiterentwicklungen der Neuzeit geben allen Betroffenen ein Hilfsmittel zur Hand: Das <strong>5-Jars-System (5-Kontenmodell)</strong> oder auch <strong>Sparbüchsen-Prinzip</strong> genannt.</p>

<h2>Sparrate mit Kontenmodell und Money Management System optimieren</h2>
<p>Da viele Privatpersonen (erhebliche) Probleme mit ihren Finanzen und ihrer privaten Liquidität haben, wurden Money Management Systeme für Privatpersonen entwickelt, um diesen Personen zu helfen, Ordnung in ihre Finanzen zu bekommen. Ziel war es, neben einer Strukturierung der Zahlungsflüsse &#8211; vor allem der Geldabflüsse &#8211; auch eine systematische Steigerung der Investitions- und Sparquote zu erzielen.</p>
<p>Denn nur wer regelmäßig investiert, kann zusätzliche Einkünfte und Liquiditätszuwächse erzielen. Dieser betriebswirtschaftliche Grundsatz kann nicht nur auf Unternehmen, sondern auch auf Privatpersonen bezogen werden.</p>
<h2>Kontenmodell bedient sich bei altem Finanzsystem für jüdische Kinder</h2>
<p><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3899" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp" alt="5-Jar Jewish Money Management" width="150" height="150" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 29" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1-150x150.webp 150w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1-80x80.webp 80w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>Jüdischen Kindern wurde ab einem Alter von ca. 7 Jahren ein traditionelles und altbewährtes Finanzsystem (5-Jar Jewish Money Management)  infiltriert, dass schon jahrhundertelang jüdische Vorfahren hat wohlhabend werden lassen. Das Prinzip war effektiv, bewährt und simpel zugleich.</p>
<p>Den Kindern wurde eingetrichtert, alles Geld, das sie bekamen, auf fünf verschiedene Gefäße zu verteilen. In Zeiten, als es nur Münzen und Scheine gab, wurden hierfür Glaskrüge oder Einweckgläser benutzt. 10 erhaltene Schekel wurden demnach in folgendes Verhältnis in die 5 Gefäße verteilt:</p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 1 &#8222;Tithe&#8220;</span> (Zehnte): 1 Schekel (10%)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 2 &#8222;Offering&#8220;</span> (Opfergabe, Spende): 1 Schekel (10 %)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 3 &#8222;Savings&#8220;</span> (Notgroschen): 1 Schekel (10%)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 4 &#8222;Investment&#8220;</span> (Finanzanlage): 2 Schekel (20 %)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 5 &#8222;Spending&#8220;</span> (Ausgaben): 5 Schekel (50 %)</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3902" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management.webp" alt="5-Jar Jewish Money Management" width="320" height="240" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 30" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management.webp 320w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management-300x225.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px" />Der Inhalt von <strong>Gefäß 1 (Tithe)</strong>  diente als Abgabe für die Religion, quasi die damalige Kirchensteuer. Die Gelder in <strong>Gefäß 2 (Offering)</strong> wurden für Notlagen von Dritten oder Familienmitgliedern verwendet, also Spenden für Bedürftige. Das <strong>Gefäß 3 (Savings)</strong> waren der berühmte Notgroschen, falls die eigenen Finanzen mal quer liefen.</p>
<p>Die 20 % im <strong>Gefäß 3 (Investment)</strong> waren besonders wichtig. Damit wurden finanzielle Investitionen aller Art durchgeführt, die auf lange Sicht einen finanziellen Return ermöglichten und Wohlstand entstehen ließen. <strong>Gefäß 5 (Spending)</strong> war für die laufenden Lebenshaltungskosten vorgesehen.</p>
<p>Die jüdischen Väter hatten bei ihren Kindern mit diesem System erreicht, dass der Umgang mit Geld von Kindesbeinen an gelernt und tagtäglich umgesetzt wurde. Die Kinder hatten mit diesem System nie das Gefühl, dass Geld für einen der (Lebens-) Zwecke fehlt.</p>
<p>Die dabei entstehende Disziplin und Gewohnheit sicherten allen Kindern über die Jugend bis ins Erwachsenenalter eine finanzielle Struktur und Organisation.</p>
<h2>Konten-Modell ist die Weiterentwicklung des jüdischen Systems</h2>
<p>In der Neuzeit haben sich aus diesem jüdischen Modell verschiedene Kontenmodelle entwickelt. Sichteinlagen haben die Erfordernis von Gefäßen überflüssig gemacht, stattdessen werden Bankkonten verwendet (Kontenmodell).</p>
<p>Gleich geblieben ist der Ansatz, die Zahlungseingänge prozentual aufzuteilen und verschiedenen Töpfen (Bankkonten) zuzuordnen bzw. gutzuschreiben. Topfname, Anzahl der Töpfe Prozentsatz und Verwendungszwecke haben sich im Laufe der Jahre angepasst &#8211; eben wie die Bedürfnisse der Menschen:</p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 1 &#8222;Necessities&#8220;</span> (Notwendige Ausgaben): 55 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 2 &#8222;Long-Term Savings&#8220;</span> (Sparrate): 10 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 3 &#8222;Play&#8220;</span> (Spaß-Ausgaben): 10%</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 4 &#8222;Education&#8220;</span> (Weiterbildung): 10 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 5: &#8222;Financial Freedom&#8220;</span> (Finanzielle Freiheit): 10%</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 6: &#8222;Give&#8220;</span> (Spenden): 5 %</li>
</ul>
<p>In diesem Modell nach <a href="https://www.harveker.com/blog/6-step-money-managing-system/" target="_blank" rel="noopener">T. Harv Eker</a> sind aus dem <strong>Gefäß 1 (Necessities)</strong> die Geldabflüsse für Lebenshaltungskosten, Miete, Versicherungen, Telefonrechnung usw. zu finanzieren. Alle Mittel in <strong>Gefäß 2 (Long-Term Savings)</strong> dienen der Absicherung für Notfälle, größere Anschaffungen, Urlaub oder sonstige Szenarien.</p>
<p><strong>Gefäß 3 (Play)</strong> ist das Spaßkonto und wird immer dann verwendet, wenn der Inhaber Lust auf Freizeit, Restaurantbesuche, Reisen oder Konzerte hat. Weiterbildungen, auch gerade in Finanz- und Investitionsbereich (siehe Gefäß 5), werden aus <strong>Gefäß 4 (Education)</strong> finanziert.</p>
<p>Alle Mittel aus <strong>Gefäß 5 (Financial Freedom)</strong> führen zu Investments (Aktien, Immobilien, Fonds, Beteiligungen), die durch Entstehung von passivem Einkommen Finanzielle Freiheit erzeugen (sollen). Schlussendlich erfüllt <strong>Gefäß 6 (Give)</strong> die soziale Verantwortung des Inhabers und ermöglicht, Wohltätigkeitsorganisationen durch Spenden finanziell zu unterstützen.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Betriebswirtschaft-Praxis tradet seit Jahren erfolgreich mit justTRADE!</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/justtrade" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=60348V3262104614B&amp;https=1" alt="justTRADE" width="970" height="250" border="0" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 26"></a><span style="font-size: 18pt;">=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/justtrade" target="_blank" rel="noopener">JETZT</a> Depot eröffnen und erfolgreich anlegen!</span>*</p>
<hr />
</p>
<h2>Kontenmodell: Worin besteht der Nutzen?</h2>
<p>Der zentrale Nutzen des Kontenmodells oder des JARS Money Management Systems besteht darin, eine <strong>Disziplin </strong>und <strong>Gewohnheit</strong> hinsichtlich der persönlichen Finanzen zu entwickeln. Die Gewohnheit besteht darin, Geldzugänge konsequent in die verschiedenen Töpfe zu verteilen und dem Bedürfnis zu widerstehen, alles auf einmal für die aktuellen Wünsche (z. B. ein großer Urlaub) auszugeben.</p>
<p>Die Disziplin ist nötig, um ausnahmslos nur die Bestände aus den Töpfen zu entnehmen, die tatsächlich drin sind. Umlagern oder Umbuchen ist nicht. Wenn im Spaßkonto nur 300 Euro vorhanden sind und ein Wunsch besteht, einen Ferrari für 1.000 Euro für ein verlängertes Wochenende zu mieten, dann geht das im Moment einfach nicht.</p>
<p>Auf der anderen Seite. Wenn das Spaßkonto genügend Kapital hat, um einen spontanen Urlaub auf den Kanaren zu finanzieren, dann ist dies ohne Bedenken umsetzbar, da die anderen Konten die entsprechenden Bestände für deren Zwecke aufweisen. Die anderen Töpfe geben daher die Sicherheit, dass alles andere geregelt ist.</p>
<p>Ein weiterer Nutzen liegt darin, dass mit einer <strong>disziplinierten Investitionsquote von 10%</strong>, stetig Geld investiert wird. Eine Erhöhung des regelmäßigen Geldzuflusses (Beförderung, Jobwechsel), erhöht automatisch den absoluten Betrag des Investments, aber nicht den prozentualen Wert. Dies sind &#8211; wie gesagt Disziplin vorausgesetzt &#8211; sehr gute Bedingungen, um nach einigen Jahrzehnten die berühmte <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/geldanlage-wie-sie-mit-passivem-einkommen-finanzielle-freiheit-erreichen/100040441.html" target="_blank" rel="noopener">Finanzielle Freiheit</a> zu erreichen.</p>
<h2>Mehrkontenmodell: viele Varianten sind möglich</h2>
<p>Von dem ursprünglichen 5 oder 6 JARS Money Management System sind verschiedene Varianten entstanden: das 2 Kontenmodell als minimalste Umsetzung, das 3 Kontenmodell, das 4-Kontenmodell oder das 5 Kontenmodell sind in der Praxis in Anwendung.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Steuererklärung Online abgeben und im Durchschnitt <span style="color: #ff0000;">1.674 EUR</span> vom Finanzamt holen!</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/wiso2" target="_blank" rel="noopener"><br />
<span style="font-size: 14pt;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.awin1.com/cshow.php?s=2856674&amp;v=17387&amp;q=378225&amp;r=1322153" alt="WISO Steuer" width="728" height="90" border="0" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 27"></span></a><span style="font-size: 14pt;"><br />
=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/wiso2" target="_blank" rel="noopener">JETZT</a> mit dem Testsieger die Einkommensteuer machen*</span></p>
<hr />
</p>
<h3>2 Konten Modell</h3>
<p>Beim <strong>2 Konten Modell</strong> gibt es lediglich zwei Konten und somit nur eine Aufteilung: Konsum und Sparen.</p>
<p>Das <strong>Konsumkonto</strong> ist für alle Ausgaben zu verwenden, unabhängig von der Art der Mittelabflüsse (Miete, Kredite, Lebenshaltung, Versicherungen, Freizeit). Das <strong>Sparkonto</strong> nimmt eine feste Sparrate auf und hat nur den Zweck Vermögen zu sammeln. Damit der Sparbeitrag nicht nur auf einem Konto geparkt wird, ist dieses Konto sinnvollerweise noch zu unterteilen.</p>
<p>Die Untergruppe &#8222;Notgroschen&#8220; hält Geld für finanzielle Notlagen (z. B. Waschmaschine geht kaputt) bereit. Die Gruppe &#8222;Geldanlage&#8220; ist langfristig angelegtes Geld, das mit einer entsprechenden Verzinsung für später (z. B. Altersvorsorge, Immobilienkauf) gedacht ist.</p>
<p>Die prozentuale Aufteilung der Geldzuflüsse ist hier natürlich sehr einfach, sie wird lediglich von der (gewünschten) Sparrate bestimmt. Empfehlenswert sind je nach individueller Situation mindestens 10%.</p>
<h3>3 Konten Modell</h3>
<p>Dieses Modell ist schon etwas detaillierter wie das 2 Konten Modell. Es kommt ein <strong>drittes Konto</strong> hinzu und die Aufteilung lautet in dieser Variante:</p>
<ul>
<li>Alltagskonto</li>
<li>Spaßkonto</li>
<li>Sparkonto / Zukunftskonto</li>
</ul>
<p>Bei diesem <strong>3 Konten Modell</strong> kommt ein Spaßkonto hinzu, das sicherstellen soll, das der Fun-Faktor im Leben bei allen Sparanstrengungen nicht zu kurz kommt. Die monatlich fix aufgebuchten Beträge sind für <strong>Freizeitaktivitäten</strong> wie Konzerte, Kino, Parks, Restaurantbesuche u.ä. vorgesehen. Es stellt somit das aus der Kindheit bekannte Taschengeld dar, das &#8211; sofern noch verfügbar &#8211; bedenkenlos ausgegeben werden kann.</p>
<p>Die prozentuale Verteilung von Geldeingängen auf die drei Konten ist in der Praxis ebenfalls variantenreich. Bewährt haben sich 50% für das Alltagskonto, 30% für das Spaßkonto und 20% für das Sparkonto. Wer mit weniger &#8222;Spaß&#8220; auskommt und lieber mehr sparen will, kann auch eine 50-20-30-Verteilung vornehmen.</p>
<p>Je nach persönlicher Situation haben Anwender auch mit einer 70-20-10-Verteilung begonnen und passen die Prozentwerte regelmäßig an.</p>
<h3>4 Konten Modell</h3>
<p>Die nächste Variante stellt das <strong>4 Konten Modell</strong> dar. Hier wird das Sparkonto aufgeteilt in ein Anschaffungskonto und ein Zukunftskonto. Das Anschaffungskonto wird als Rücklagenkonto für geplante oder ungeplante Anschaffungen (z. B. Auto, Boot, Wohnung, Haus) verwendet. Der Zeithorizont ist hier kurz- bis mittelfristig.</p>
<p>Das Zukunftskonto hingegen dient der längerfristigen Ausrichtung und dient dem langfristigen Vermögensaufbau und der Altersvorsorge.</p>
<h2>Kontenmodelle: Praktische Umsetzungsfragen</h2>
<p>Wenn Sie keine Möglichkeit haben, <strong>6 verschiedene (kostenfreie) Bankkonten</strong> zu eröffnen oder Ihnen das zu aufwendig ist, kann das System auch mit einem Konto und einer parallelen Dokumentation (z.B. in Excel) durchgeführt werden. Hier ist dann nur wichtig, dass Disziplin beim Führen des Parallelsystems (Excel) an den Tag gelegt wird. Aktualität ist dann also wesentlich.</p>
<p>In der US-amerikanischen Community wird als Alternative die Eröffnung von <strong>6 verschiedenen Prepaid-Kreditkarten</strong> empfohlen. Diese werden bei Geldzuflüssen vorab mit Geld bebucht (prepaid), entsprechend den festgelegten Prozentsätzen, und dann für die Bezahlung von Ausgaben entsprechend verwendet.</p>
<p>Privatpersonen, deren Einkommen gerade so zum Leben reicht, wenden oft ein, dass sie keine Optionen haben, ihr Geld in verschiedene Töpfe aufzuteilen. Hier wird die praktische Empfehlung ausgesprochen, mit einem geringen monatlichen Betrag, notfalls auch nur 10 Euro, zu beginnen und diese Summe aufzuteilen. Im Folgemonate soll versucht werden, diesen Betrag zu verdoppeln oder erhöhen. Kommt ein Zusatzeinkommen (Lohnerhöhung, Nebenjob) hinzu, sollte der vollumfängliche Betrag aufgeteilt werden.</p>
<p>Der große Nutzen beim 6 Kontenmodellbesteht darin, eine Gewohnheit beim Managen der persönlichen Finanzen zu etablieren. Es wichtiger, die Systematik regelmäßig anzuwenden, als von Beginn an die (Ziel-) Prozentsätze einzuhalten oder hohe Summen zu jonglieren.</p>
<p>Die zu verwendenden <strong>Prozentsätze für jedes &#8222;Gefäß&#8220;</strong> sind übrigens nur Zielwerte. Natürlich ist es auch in Ordnung, abweichende Prozentwerte zu verwenden und diese im Laufe der Zeit an die persönliche Situation anzupassen. Natürlich sollte nicht im Januar 100 % &#8222;Spaßkonto&#8220; und im Februar 100 % &#8222;notwendige Ausgaben&#8220; zur Anwendung kommen. Das wäre ein Zeugnis, dass das Prinzip nicht verstanden wurde.</p>
<p>Ein praktischer <strong>Tipp für verschuldete Privatpersonen</strong> besteht darin, ein weiteres &#8222;Gefäß&#8220; (Konto) für die <strong>Zins- und Tilgungsleistungen</strong> einzurichten. Hier ist durch Zins- und Tilgungspläne in der Regel im Voraus bekannt, welche Zahlungen fließen müssen. Mithilfe dieser Information kann dann der notwendige Prozentsatz ermittelt werden.</p>
<p>Bei <strong>zusätzlichen Einnahmen (Lohnerhöhung)</strong> kann dieser ermittelte Prozentwert unverändert bleiben und der Mehrbetrag im Gefäß für Sondertilgungen (sofern vertraglich möglich) verwendet werden. Alternativ kann aber auch der Prozentwert angepasst werden, wenn nur ein fixer  absoluter Betrag für die Zins- und Tilgungszahlungen (Annuität) notwendig ist.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Apropos Schulden!</span> Es gibt ja hier zwei unterschiedliche Theorien: Die Verfechter der einen Seite propagieren, die Schulden so schnell wie möglich mit voller Kraft zurückzuzahlen. Die andere Seite argumentiert, dass parallel etwas Kapital zum Vermögensaufbau verwendet werden sollte &#8211; mit dem Nachteil, dass die Schuldentilgung länger läuft.</p>
<p>Auch bei Schulden sollte nach Ansicht der Entwickler der Kontenmodelle die Verteilung der Einnahmen erfolgen &#8211; ggfs. unter Verwendung eines eigenen Schulden-Kontos (siehe obiger Tipp). Nur soll könne sich eine lang andauernde Gewohnheit und Routine einstellen, die langfristig zum finanziellen Erfolg führen wird.<br />
<hr />
<p class="MuiTypography-root MuiTypography-h4 css-pmkpge" style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Erfahren Sie Ihre persönliche Monatsrate für Ihre Wunschkredit</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.awin1.com/cshow.php?s=2452332&amp;v=9351&amp;q=329381&amp;r=1322153" border="0" alt="cshow" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 28"></a><span style="font-size: 18pt;">=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener">Jetzt</a> unverbindlich anfragen</span>*</p>
<hr />
</p>
<p>Ich persönlich würde die Entscheidung, welcher Theorie ich folge, auch von den Zinssätzen abhängig machen. Ein Schuldner, der <strong>10 % Zinsen</strong> zu berappen hat, sollte <strong>primär auf die Schuldentilgung</strong> gehen. Ist der Darlehenszins aus der Niedrigzinsphase bei 3 % und erzielt diese Person im Durchschnitt mit seinen Kapitalanlagen (Konto &#8222;Finanzielle Freiheit&#8220;) eine durchschnittliche Rendite von 5 %, dann macht es Sinn, nur das Notwendigste in das Darlehen zu stecken und das Finanzielle-Freiheit-Konto regelmäßig zu bedienen.</p>
<p>Ein letzter Praxistipp für das <strong>Konto &#8222;Finanzielle Freiheit&#8220;</strong>. Erträge aus der Anlage von Geldern auf diesem Konto können diszipliniert auf die verschiedenen Töpfe verteilt werden, um die Routine nicht zu durchbrechen. Für Personen, die ein entsprechendes Einkommen aufweisen und mit der Befüllung (und Entnahme) der übrigen Töpfe gut zurechtkommen, besteht auch die Option, die Kapitalerträge vollumfänglich zu reinvestieren. Dies wird den Kapitalaufbau beschleunigen und das Ziel der Finanziellen Freiheit somit sicherlich schneller erreichbar machen.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
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<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist ebenso wichtig wie für Unternehmen. Eine gutes Finanzmanagement ist entscheidend für den finanziellen Erfolg im Leben. Das JARS Money Management System (Kontenmodell) bietet eine effektive Möglichkeit, die Liquidität von Privatpersonen zu organisieren und zu erhöhen.</p>
<p>Mit dem Kontenmodell werden Geldzuflüsse auf sechs verschiedene &#8222;Gefäße&#8220; (Konten) verteilt, darunter Notwendige Ausgaben, Sparrate, Spaß-Ausgaben, Weiterbildung, Finanzielle Freiheit und Spenden. Jeder Geldzufluss wird in die jeweiligen Gefäße anhand des prozentualen Anteils verteilt. So entwickelt sich eine persönliche Gewohnheit beim Geldmanagement.</p>
<p>Das System kann &#8211; statt der historischen Glasgefäße &#8211; mit verschiedenen Konten oder Prepaid-Kreditkarten umgesetzt werden. Die entstehende Gewohnheit bei der Anwendung ist der Erfolgsfaktor dieses Systems. Anwender können mit kleinen Beträgen beginnen und sie nach und nach erhöhen. Das System kann auch bei Schulden modifiziert angewendet werden, indem ein eigenes Konto für die Zins- und Tilgungszahlungen mit eigenem Prozentsatz eingerichtet wird.</p>
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		<title>Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 18:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Anlagenbuchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbuchhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
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		<category><![CDATA[Betriebswirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[geringwertige Wirtschaftsgüter]]></category>
		<category><![CDATA[GWG]]></category>
		<category><![CDATA[Steueroptimierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) erfreuen sich bei den Unternehmern großer Beliebtheit; sie ermöglichen durch Ihre Sofortabschreibung die in der Praxis beliebe Ergebnis- und Steuergestaltung. Auf Grund der steuerlichen Voraussetzungen können bei der GWG-Anschaffung verschiedene Konstellationen bei den Buchhaltern landen. Wie die&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) erfreuen sich bei den Unternehmern großer Beliebtheit; sie ermöglichen durch Ihre Sofortabschreibung die in der Praxis beliebe Ergebnis- und Steuergestaltung. Auf Grund der steuerlichen Voraussetzungen können bei der GWG-Anschaffung verschiedene Konstellationen bei den Buchhaltern landen.</p>
<p>Wie die jeweiligen Fälle der GWG-Anschaffung dann in der Praxis zu verbuchen sind, erläutert dieser Blog-Beitrag mit (hochwertigen) Praxisbeispielen und Buchungssätzen in den DATEV-Standardkontenrahmen SKR 03 und SKR 04.</p>

<h2>Geringwertige Wirtschaftsgüter unter 250 Euro</h2>
<p>Erfüllt ein angeschaffter Gegenstand grundsätzlich die <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/" target="_blank" rel="noopener">GWG-Voraussetzungen</a> (abnutzbares, bewegliches Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens; selbstständige Nutzungsfähigkeit gegeben), liegt der Anschaffungswert aber unter 250 EUR, kann eine Aktivierung als geringwertiges Wirtschaftsgut unterbleiben. Stattdessen ist der Geschäftsvorfall auf einem passenden Aufwandskonto gewinnmindernd zu verbuchen.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 44"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">GWG-Beispiel: Anschaffung unter 250 EUR<br />
</span></p>
<p>Der Wirt der Wirtschaft &#8222;Geringwertiges Gut&#8220; erwirbt für seinen Betrieb bar die Kaffeemaschine &#8222;Brühtgut&#8220; zur Erzeugung von geringwertigen Koffein-Heißgetränken für seine wertigen Gäste. Die GWG-Anschaffung beläuft sich auf netto 249,99 EUR (brutto 297,49 EUR).</p>
<hr />
<p>Da die Kaffeemaschine ein abnutzbares, bewegliches Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit selbstständiger Nutzungsfähigkeit darstellt, sind die grundsätzlichen GWG-Voraussetzungen erfüllt. Da die Anschaffungskosten jedoch unter 250 EUR liegen, kann das GWG aus Vereinfachungsgründen im Aufwand auf dem Konto &#8222;Sonstiger Betriebsbedarf&#8220; (SKR 03: 4980; SKR 04: 6850) verbucht werden.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1770 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Buchen.png" alt="Icon Buchen" width="75" height="75" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 45"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Buchungssatz</span></p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 03</span>: 297,49 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 4980 | Haben: 1000 | Buchungstext: Kaffeemaschine Brühtgut<br />
<span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 04</span>: 297,49 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 6850 | Haben: 1600 | Buchungstext: Kaffeemaschine Brühtgut</p>
<hr />
<h2>Geringwertiges Wirtschaftsgut bis 800 EUR (GWG-Grenze 2024)</h2>
<p>Sind die GWG-Voraussetzungen erfüllt und beträgt der Wert des Gegenstands bis 800 EUR, kann das Wirtschaftsgut als geringwertiges Wirtschaftsgut erfasst werden. Durch Verbuchung auf speziellen GWG-Konten wird auch die <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/#Fuehren_in_besonderem_Verzeichnis" target="_blank" rel="noopener">steuerliche Voraussetzung</a> &#8222;Aufzeichnung in besonderem, laufend zu führenden Verzeichnis&#8220; erfüllt.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 44"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">GWG-Beispiel: Anschaffung bis 800 EUR<br />
</span></p>
<p>Der vorsteuerabzugsberechtigte Sanitär-Unternehmer Klaus Loh-Bürst erwirbt für seinen Betrieb bar einen Besucher-Stuhl für den Gang. Der Stuhl kostet 750 netto (892,50 EUR) und wird ohne Nebenkosten direkt geliefert. K. Loh-Bürst freut sich über die Neuanschaffung und beauftragt seinen Buchhalter W. Zeh mit einer steueroptimalen Verbuchung, um seine Steuerlast so gering wie möglich zu halten.</p>
<hr />
<p>Bei dem Besucher-Stuhl sind alle GWG-Voraussetzungen erfüllt, eine Aktivierung als GWG mit der Möglichkeit der Sofortabschreibung zum Jahresabschluss ist möglich. W. Zeh bucht den Stuhl daher als Zugang auf dem Konto &#8222;Geringwertige Wirtschaftsgüter&#8220; (SKR 03: 0480; SKR 04: 0670).</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1770 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Buchen.png" alt="Icon Buchen" width="75" height="75" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 45"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Buchungssatz</span></p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 03</span>: 892,50 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 0480 | Haben: 1000 | Buchungstext: Besucher-Stuhl für Gang<br />
<span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 04</span>: 892,50 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 0670 | Haben: 1600 | Buchungstext: Besucher-Stuhl für Gang</p>
<hr />
<p>Selbst wenn der Sanitär-Unternehmer nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt wäre, gilt für die GWG-Höchstgrenze von 800 EUR der Nettobetrag (<a href="https://esth.bundesfinanzministerium.de/esth/2020/A-Einkommensteuergesetz/II-Einkommen/4a-Umsatzsteuerrechtlicher-Vorsteuerabzug/Paragraf-9b/inhalt.html" target="_blank" rel="noopener">R 9b Abs. 2 Satz 1 EStR</a>).</p>
<p>Ebenfalls wichtig ist, dass es sich bei der Grenze von 800 EUR um eine Höchstgrenze handelt.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 44"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">GWG-Beispiel: Anschaffung über 800 EUR<br />
</span></p>
<p>Der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Unternehmer Viktor Erkauf erwirbt den 3D-Drucker für Schaufensterpuppen &#8222;Bein-Druckend&#8220; für brutto 952,01 EUR (netto 800,01 EUR) per Lastschrift und möchte diesen möglichst steuermindernd in der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/doppelte-buchfuehrung/" target="_blank" rel="noopener">Buchführung</a> verbuchen.</p>
<hr />
<p>Der beeindruckende Drucker liegt mit netto 800,01 EUR über dem GWG-Höchstbetrag und kann somit, auch wenn die anderen GWG-Voraussetzungen erfüllt sind, nicht als GWG verbucht werden. Eine Aktivierung als GWG-Sammelposten kommt hingegen in Frage; dies möchte V. Erkauf jedoch nicht.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; font-family: arial black, sans-serif;">Fernstudium: Machen Sie Ihren nächsten Karriere-Schritt</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/allensbach-steuer" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://janus.r.jakuli.com/ts/i5041534/tsv?amc=con.blbn.515293.523663.CRTuUmPl67W" alt="728x90" width="728" height="90" border="0" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 41"></a><span style="font-size: 18pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">=&gt; <a href="https://janus.r.jakuli.com/ts/i5041534/tsc?typ=r&amp;amc=con.blbn.515293.523663.CRTuUmPl67W" target="_blank" rel="noopener">JETZT</a> mit &#8222;<span style="font-family: arial black, sans-serif;">Betrieblicher Steuerlehre</span>&#8220; beruflich durchstarten!*</span></p>
<hr />
</p>
<p>Der 3D-Drucker für Schaufensterpuppen ist daher als Zugang im Anlagevermögen unter &#8222;Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung&#8220; (SKR 03: 0490; SKR 04: 0690) zu aktivieren.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1770 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Buchen.png" alt="Icon Buchen" width="75" height="75" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 45"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Buchungssatz</span></p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 03</span>: 952,01 EUR | Soll: 0490 | Haben: 1200 | Buchungstext: 3D-Drucker &#8222;Bein-Druckend&#8220;<br />
<span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 04</span>: 952,01 EUR | Soll: 0690 | Haben: 1800 | Buchungstext: 3D-Drucker &#8222;Bein-Druckend&#8220;</p>
<hr />
<p>Selbst wenn ein Wirtschaftsgut in der Anschaffung unterhalb der GWG-Grenze von 800 EUR liegt, können Anschaffungsnebenkosten wie Verpackungs- oder Versandkosten dazu führen, dass die Grenze überschritten wird.</p>
<h2>GWG-Anschaffung: keine selbstständige Nutzungsfähigkeit, kein GWG</h2>
<p>Eine wichtige Voraussetzung bei der GWG-Anschaffung ist die <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/#Selbststaendige_Nutzungsfaehigkeit" target="_blank" rel="noopener">selbstständige Nutzungsfähigkeit</a>. Liegt diese neben den anderen steuerrechtlichen Anforderungen (abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens; Anschaffungskosten max. 800 EUR) nicht vor, kann die Aktivierung und spätere Sofortabschreibung als geringwertiges Wirtschaftsgut nicht erfolgen.<br />
<hr />
<p><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/gwg-abschreibung/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3585 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Abschreibung-300x200.webp" alt="GWG-Abschreibung" width="300" height="200" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 42" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Abschreibung-300x200.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Abschreibung-520x347.webp 520w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Abschreibung-320x213.webp 320w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Abschreibung.webp 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Lesen Sie auch</span>: <span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/gwg-abschreibung/" target="_blank" rel="noopener">GWG-Abschreibung 2024: Beispiele und Buchungssätze für Sofortabschreibung und Poolabschreibung</a></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter sind bei den Unternehmern sehr beliebt. Sie stellen eine Vereinfachung in der Buchhaltung und in der Abschreibung von Anlagevermögen dar. Wie gelangt ein angeschafftes geringwertiges Wirtschaftsgut nach seiner Aktivierung in den Aufwand, um Gewinn und Steuerlast zu mindern.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die GWG-Abschreibung ist abhängig von der in Anspruch genommenen GWG-Alternative. Für den Standard-Fall (1. Alternative) kommt die GWG-Sofortabschreibung zur Anwendung, bei der Bildung eines GWG-Sammelpostens (2. Alternative) sind Pool-Abschreibungen zu bilden. Wie das in der Praxis erfolgt, erläutert dieser Praxis-Beitrag.</span></p>
<hr />
</p>
<p>Stattdessen ist das Anschaffungsgut herkömmlich im Anlagevermögen zu aktivieren und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 44"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">GWG-Beispiel: Anschaffung über Höchstgrenzen<br />
</span></p>
<p>Der Unternehmer Isidor Kea erwirbt bar den hochwertiges Büroregal BILLI G für netto 1.111 EUR (brutto 1.322,09 EUR)  und möchte diesen steuersparend verbucht haben. Seine Buchhalter prüft im Rahmen der GWG-Anschaffung alle steuerlichen Voraussetzungen und kommt zum Schluss, dass alles erfüllt ist, bis auf die Einhaltung der Höchstgrenze von 800 EUR bzw. 1.000 EUR für den GWG-Sammelposten. Ein GWG-Ansatz kommt daher nicht in Frage.</p>
<hr />
<p>I. Kea wird damit leben müssen, dass das Büroregal herkömmlich im Anlagevermögen unter &#8222;Büroeinrichtung&#8220; (SKR 03: Kto. 420, SKR 04: Kto. 650) zu aktivieren ist und über eine lange Nutzungsdauer (gem. AFA-Tabelle: Büromöbel: 13 Jahre)  abzuschreiben ist. Somit ist leider keine steuersparende Erfassung in der Buchführung möglich.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1770 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Buchen.png" alt="Icon Buchen" width="75" height="75" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 45"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Buchungssatz</span></p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 03</span>: 1.322,09 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 0420 | Haben: 1000 | Buchungstext: Regal BILLI G<br />
<span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 04</span>: 1.322,09 EUR | Schlüssel: 90 | Soll: 0650 | Haben: 1000 | Buchungstext: Regal BILLI G</p>
<hr />
<p>Hätte I. Kea mal ein günstigere Büroregal für max. netto 800 EUR erworben; dann wäre eine buchhalterische Behandlung als geringwertiges Wirtschaftsgut möglich gewesen.</p>
<h2>Geringwertiges Wirtschaftsgut: Grenze als GWG-Sammelposten (250 Euro &#8211; 1.000 Euro)</h2>
<p>Sind bei einer GWG-Anschaffung alle Voraussetzungen erfüllt, die Anschaffungskosten netto aber über 800 EUR, kann gegebenenfalls die 2. Variante der GWG-Behandlung in Anspruch genommen werden. Liegen die Anschaffungs- oder Herstellkosten bei maximal 1.000 EUR, kann ein <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/#GWG-Sammelposten_Poolabschreibung" target="_blank" rel="noopener">GWG-Sammelposten</a> gebildet werden.</p>
<p>Voraussetzung ist dann jedoch, dass jede GWG-Anschaffung des Wirtschaftsjahres in den Sammelposten fließt. Eine parallele Behandlung einer GWG-Erfassung (250 EUR &#8211; 800 EUR) und GWG-Sammelpostenbildung (250 EUR &#8211; 1.000 EUR) ist nicht möglich: Entweder oder!</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 44"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">GWG-Beispiel: Bildung eines Sammelpostens</span></p>
<p>Der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Zahnarzt Bernd Ohr-Tnicht kauf sich per Lastschrift die Bohrmaschine &#8222;BUSCH Hammer&#8220; für netto 999 EUR (brutto 1.188,81 EUR) für seine Praxis. Er möchte die Anschaffungskosten gerne über eine längere Laufzeit verteilen, aber nach Möglichkeit nicht über 5 Jahre, da er dann in Rente geht. Im laufenden Jahr sind noch keine GWGs angefallen.</p>
<hr />
<p>Die Bohrmaschine erfüllt &#8211; bis auf den Höchstbetrag 800 EUR &#8211; die Voraussetzungen für geringwertige Wirtschaftsgüter. Statt die Maschine im Anlagevermögen zu aktivieren und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 8 Jahren (gem. AFA-Tabelle), kann B. Ohr-Tnicht diese in einen GWG-Sammelposten (SKR 03: Kto. 485, SKR 04: Kto. 675) erfassen und über eine feste Laufzeit von 5 Jahren abschreiben.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1770 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Buchen.png" alt="Icon Buchen" width="75" height="75" title="Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04) 45"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Buchungssatz</span></p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 03</span>: 1.188,81 EUR | Soll: 0485 | Haben: 1200 | Bohrmaschine &#8222;BUSCH Hammer&#8220;<br />
<span style="font-family: arial black, sans-serif;">SKR 04</span>: 1.188,81 EUR | Soll: 0675 | Haben: 1800 | Bohrmaschine &#8222;BUSCH Hammer&#8220;</p>
<hr />
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Anschaffungen, die in der Buchführung steueroptimal als geringwertige Wirtschaftsgüter abgewickelt werden können, kommen regelmäßig in der Praxis vor. Dabei sind, je nach Erfüllung der steuerlichen Voraussetzungen, verschiedene Buchungskonstellationen denkbar.</p>
<p><strong>GWG-Anschaffungen unter 250 EUR</strong> brauchen nicht groß überprüft werden; sie direkt auf den jeweiligen Aufwandskonten verbucht werden. Spezielle Nachweis- und Aufzeichnungspflichten brauchen nicht eingehalten werden.</p>
<p>Bei <strong>geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 800 EUR</strong> (Höchstgrenze) und Erfüllung der weiteren GWG-Voraussetzungen kann eine Verbuchung auf den GWG-Konten (SKR 03: 0480; SKR 04: 0670) erfolgen. Hiermit kann sodann auch die steuerliche Voraussetzung &#8222;Aufzeichnung in besonderem, laufend zu führenden Verzeichnis&#8220; erfüllt werden.<br />
<hr />
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<hr />
</p>
<p>Werden bei einer GWG-Anschaffung die <strong>steuerlichen Voraussetzungen nicht eingehalten</strong> (z. B. keine selbstständige Nutzungsfähigkeit, Überschreiten der Höchstgrenzen), kann keine Verbuchung als GWG erfolgen. Stattdessen ist eine Aktivierung im Anlagevermögen und Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorzunehmen.</p>
<p>Wird die Höchstbetragsgrenze für Standard-GWG (800 EUR) nicht eingehalten, aber die <strong>Höchstbetragsgrenze für GWG-Sammelposten (1.000 EUR)</strong>, kann für die GWG-Anschaffung ein Sammelposten gebildet werden, der dann aus Vereinfachungsgründen über 5 Jahre abgeschrieben wird. Durch die Buchung auf speziellen GWG-Sammelposten-Konten (SKR 03: Kto. 485, SKR 04: Kto. 675) wird auch die GWG-Voraussetzung &#8222;Aufzeichnung in besonderem, laufend zu führenden Verzeichnis&#8220; erfüllt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/gwg-anschaffung-beispiele/">Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04)</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 &#8211; alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 09:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzbuchhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Anlagenbuchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
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		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<category><![CDATA[GWG]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) haben seit vielen Jahren eine hohe Beliebtheit bei den steuerpflichtigen Anwendern. Zum einen vereinfachen sie die buchhalterische Behandlung von geringwertigen Gegenständen des Anlagevermögens. Zum anderen haben Sie durch die Sofortabschreibung oder Poolabschreibung (GWG-Sammelposten) zwei einfache Ergebnis- und&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/geringwertige-wirtschaftsgueter/">Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 &#8211; alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) haben seit vielen Jahren eine hohe Beliebtheit bei den steuerpflichtigen Anwendern. Zum einen vereinfachen sie die buchhalterische Behandlung von geringwertigen Gegenständen des Anlagevermögens. Zum anderen haben Sie durch die Sofortabschreibung oder Poolabschreibung (GWG-Sammelposten) zwei einfache Ergebnis- und Steuergestaltungsobjekte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Welche Voraussetzung und Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 gilt und wie Sie diese steueroptimal in Ihrer Buchführung anwenden können, erfahren Sie im folgenden (nicht gering-, sondern hochwertigen) Blog-Beitrag.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"></span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)?</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">&#8222;<strong>Geringwertige Wirtschaftsgüter</strong>&#8220; sind ein steuerliches Konstrukt, um Steuerpflichtigen eine Möglichkeit zur schnellen Abschreibung und zur Vereinfachung in der bilanziellen Behandlung bestimmter geringwertiger Güter zu ermöglichen. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, zu denen die GWG gehören, sind grundsätzlich zu aktivieren und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Um hier bei geringwertigen Gütern eine Vereinfachung anbieten zu können, wurden die steuerlichen GWG ins Leben gerufen und ins Einkommensteuergesetz geschrieben. Steuerpflichtige können seitdem entscheiden, ob sie diese geringen Anlagevermögensgüter normal aktivieren oder sofort abschreiben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die <strong>Sofortabschreibung</strong> ist auch ein Grund, weshalb geringwertige Wirtschaftsgüter in der Praxis <strong>große Beliebtheit</strong> fanden; das GWG-Wahlrecht hat sich zu einer beliebten Gewinn- und somit Steuergestaltungsmöglichkeit entwickelt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">In der Vergangenheit wurden die <strong>wertmäßigen Grenzen</strong> zur Anerkennung von GWG mehrfach verändert. Von zuletzt <strong>410 EUR</strong> (ehemals 800 DM) auf 800 EUR. Um die GWG-Regelung anwenden zu können, sind weitere Voraussetzungen zu erfüllen, die in den nachfolgenden Kapiteln praxisnah erläutert werden.</span><br />
<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><hr />
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-3588" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Anschaffung-300x200.webp" alt="GWG-Anschaffung: geringwertige wirtschaftsgüter unter 250 euro" width="300" height="200" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 60" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Anschaffung-300x200.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Anschaffung-520x347.webp 520w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Anschaffung-320x214.webp 320w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/04/GWG-Anschaffung.webp 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><span style="font-size: 12pt;"><strong>Lesen Sie auch: </strong></span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/gwg-anschaffung-beispiele/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-size: 12pt;">Anschaffung geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Praxisbeispiele mit Buchungssätzen (SKR 03/SKR 04)</span></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt;">Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) erfreuen sich bei den Unternehmern großer Beliebtheit; sie ermöglichen durch Ihre Sofortabschreibung die in der Praxis beliebe Ergebnis- und Steuergestaltung. Auf Grund der steuerlichen Voraussetzungen können bei der GWG-Anschaffung verschiedene Konstellationen bei den Buchhaltern landen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt;">Wie die jeweiligen Fälle der GWG-Anschaffung dann in der Praxis zu verbuchen sind, erläutert dieser Blog-Beitrag mit (hochwertigen) Praxisbeispielen und Buchungsvorschlägen.</span></p>
<hr />
</span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter: Gesetz</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die geringwertigen Wirtschaftsgüter sind gesetzlich im Einkommensteuergesetz normiert. Dort finden sich die entsprechenden Vorschriften im <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html" target="_blank" rel="noopener">§ 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG</a>. Die Anwendung ist sowohl bei <strong>bilanzierenden Steuerpflichtigen</strong> als auch bei Anwendern der <strong>Einnahme-Überschussrechnung (EÜR)</strong> möglich.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Im Handelsrecht (HGB) finden sich keine expliziten Regelungen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern. Das Handelsrecht verweist auf die steuerlichen Regelungen und lässt die Anwendung der Standard-GWGs in der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/handelsbilanz-steuerbilanz/" target="_blank" rel="noopener">Handelsbilanz</a> zu. Umstritten ist, ob hingegen der steuerliche GWG-Sammelposten uneingeschränkt und unverändert im handelsrechtlichen Abschluss übernommen werden kann.</span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Welche GWG-Voraussetzungen müssen erfüllt sein<br />
</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit in der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/doppelte-buchfuehrung/" target="_blank" rel="noopener">(doppelten) Buchführung</a> eines Steuerpflichtigen ein geringwertiges Wirtschaftsgut angesetzt werden darf:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">das Wirtschaftsgut muss selbstständig nutzbar sein</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dürfen netto 800 EUR nicht überschreiten</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Führen des Wirtschaftsgutes in einem besonderen Verzeichnis</span></li>
</ul>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Als geringwertige Wirtschaftsgüter kommen nur abnutzbare Wirtschaftsgüter des <strong>Anlagevermögens</strong> in Betracht; Vorräte des Umlaufvermögens (Rohstoffe, Waren, Erzeugnisse), die in die Verarbeitung und Leistungserstellung eingehen, können <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> angesetzt werden. Zudem müssen die Güter <strong>beweglich</strong> sein, unbewegliche Wirtschaftsgüter wie Gebäude oder Gebäudeteile sowie immaterielle Güter wie Lizenzen, (Nutzungs-) Rechte, Patente usw. fallen ebenfalls <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> unter die GWG-Voraussetzungen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Ist ein Gegenstand Teil eines anderen, kann es ebenfalls <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> als GWG fungieren, da bei dem Teil kein eigenständiges Wirtschaftsgut vorliegt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Voraussetzung &#8222;<strong>abnutzbar</strong>&#8220; erfordert, dass der Gegenstand im Laufe seines Lebens einem technischen oder wirtschaftlichen <strong>Verschleiß unterliegt</strong>, also im Laufe der Jahre immer weniger Wert hat. Das ist beispielsweise bei einem Schreibtisch, einem Multifunktionsdrucker und einer Kaffeemaschine der Fall; bei einem berühmten antiquarischen Gemälde hingegen nicht. Das behält in der Regel seinen Wert, wenn nicht irgendjemand Farbe oder Kartoffelbrei dagegen schmiert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Unerheblich ist der Zustand der Gegenstände bei Anschaffung. Daher sind neue, neuwertige oder gebrauchte, abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens möglich.</span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Selbstständige Nutzungsfähigkeit</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Eine weitere (berühmte) Voraussetzung für geringwertige Wirtschaftsgüter ist die <strong>selbständige Nutzungsfähigkeit</strong>. In der Praxis gibt es bei diesem Erfordernis die meisten Abstimmprobleme; im Gegensatz zur betragsmäßigen Höchstgrenze. Das Einkommensteuergesetz definiert nämlich nicht, was darunter exakt zu verstehen ist; das wäre ja auch für die Praxis zu schön gewesen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Stattdessen grenzt das Gesetz den Begriff negativ an; soll heißen, es wird erläutert, wann <span style="text-decoration: underline;"><strong>keine</strong></span> selbstständige Nutzung vorliegt (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html" target="_blank" rel="noopener">§ 6 Abs. 2 Satz 2 EStG</a>):</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">wenn der Gegenstand nach seiner betrieblichen Zweckbestimmung nur <strong>zusammen</strong> mit anderen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens <strong>genutzt werden</strong> kann und</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">die in den Nutzungszusammenhang eingefügten Wirtschaftsgüter <strong>technisch aufeinander abgestimmt</strong> sind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wird ein Gegenstand aus einem betrieblichen <strong>Nutzungszusammenhang</strong> herausgelöst und in einen anderen Nutzungszusammenhang eingefügt, bleibt er hier auch nicht selbstständig nutzungsfähig.</span><br />
<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><hr />
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<hr />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Eine selbstständige Nutzungsfähigkeit ist also grundsätzlich gegeben, wenn der Gegenstand getrennt für sich allein genutzt werden kann. Das ist beispielsweise bei einem Notebook oder einer Kaffeemaschine der Fall; bei einer Grafikkarte oder einer internen Festplatte hingegen nicht. Diese benötigen für Ihre Funktionalität immer eine IT-Hardware, mit der sie technisch aufeinander abgestimmt sind.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 63"><span style="color: #09b8d7;"><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Beispiele <span style="text-decoration: underline;">ohne</span> selbstständige Nutzungsfähigkeit</span></span><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bei folgenden Gegenständen liegt <span style="text-decoration: underline;">keine</span> selbstständige Nutzungsfähigkeit vor und ein Ansatz als geringwertige Wirtschaftsgüter entfällt:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Autoradio</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Autoreifen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Maschinenteile</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">PC-Bildschirm</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Tastatur</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Drucker (sofern kein Multifunktionsdrucker)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">PC-Peripheriegeräte wie Scanner, Plotter, Grafik-Tablett</span></li>
</ul>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Entscheidend für die Antwort auf die Frage nach der Voraussetzung zur selbstständigen Nutzungsfähigkeit ist die <strong>konkrete betriebliche Zweckbestimmung</strong> des Gegenstandes und nicht die typischerweise Anwendung der Art der Gegenstände in der betrieblichen Praxis.</span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">GWG-Grenze: netto oder brutto (800 Euro)?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bei der Prüfung der Höchstgrenzen für geringwertige Wirtschaftsgüter sind zwei Punkt wichtig:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Der Höchstbetrag lautet auf <strong>exakt 800 EUR</strong> (bis 2018: 410 EUR). Beträgt der jeweilige Wert des Gegenstands also genau 800 EUR (oder 410 EUR), ist die Grenze positiv eingehalten. Ab 800,01 EUR (oder 400,01 EUR) ist die Grenze gerissen und ein Ansatz als geringwertiges Wirtschaftsgut scheidet aus.</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bei der Höchstgrenze handelt es sich um eine <strong>Netto-Höchstgrenze</strong>. Die Umsatzsteuer ist also nicht mit einzubeziehen. Das gilt selbst dann, wenn der Unternehmer <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (<a href="https://esth.bundesfinanzministerium.de/esth/2020/A-Einkommensteuergesetz/II-Einkommen/4a-Umsatzsteuerrechtlicher-Vorsteuerabzug/Paragraf-9b/inhalt.html" target="_blank" rel="noopener">R 9b Abs. 2 Satz 1 EStR</a>).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Sehr wohl zum Ansatz kommen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern hingegen die Grundsätze zur Aktivierung von Anlagevermögen. Daher sind <strong>alle Aufwendungen</strong> mit einzubeziehen, die erforderlich sind, um den Gegenstand in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen (Anschaffungsnebenkosten). Zahlungsabzüge wie Skonti sind von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten ebenfalls abzuziehen.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 64"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Praxistipp</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Fallen bei einem als GWG behandelten Wirtschaftsgut im <strong>Folgejahr oder später</strong> nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten an, die dazu führen, dass die Höchstgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (nachträglich) überschritten wird, hat dies <span style="text-decoration: underline;">keine</span> nachteiligen Auswirkungen für das GWG. Die nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind unabhängig von deren Höhe als Betriebsausgaben zu behandeln. Das GWG wird dadurch <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> nachträglich zum Nicht-GWG; es sei denn, dies passiert im Jahr der Anschaffung oder Herstellung.</span></p>
<hr />
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Führen in besonderem Verzeichnis</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Eine weitere steuerliche Voraussetzung schreibt vor, dass die jeweiligen GWG bei Anschaffung, Herstellung oder Einlage in einen Betrieb in einem &#8222;<strong><em>besonderen laufend zu führenden Verzeichnis</em></strong>&#8220; festzuhalten sind, sofern sich die geforderten Angaben nicht bereits aus der laufenden Buchführung ergeben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">In dem gesonderten Verzeichnis sind folgende Angaben erforderlich:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Tag der Anschaffung, Herstellung oder Einlage</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Höhe der Anschaffungs-, Herstellungskosten oder Einlagewerte (gemeiner Wert)</span></li>
</ul>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1761 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Hinweis.png" alt="Icon Hinweis" width="50" height="50" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 65"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Hinweis</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Voraussetzung &#8222;<strong><em>besonderes, laufend zu führenden Verzeichnis</em></strong>&#8220; hört sich dramatisch und nach hohem Verwaltungsaufwand an. Hintergrund dürfte sein, dass die Steuerbehörden sicherstellen wollten, dass sie sich bei Prüfung der Ansatzvoraussetzungen die jeweiligen Wirtschaftsgüter nicht wild in der Buchhaltung zusammensuchen müssen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">In der Praxis wird diese Voraussetzung durch Buchung der jeweiligen Vorgänge auf einem <strong>separaten Buchführungskonto</strong> oder Aufführung im <strong>Inventarverzeichnis</strong> erfüllt. Folgende Konten sind in den Standard-DATEV-Kontenrahmen vorgesehen:</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">SKR 03: Konto 0480 &#8211; Geringwertige Wirtschaftsgüter</span><br />
<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">SKR 04: Konto 0670 &#8211; Geringwertige Wirtschaftsgüter</span></p>
<hr />
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter unter 250 EURO</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Eine Besonderheit liegt bei Wirtschaftsgütern vor, die eigentlich die Voraussetzungen für geringwertige Wirtschaftsgüter erfüllen (abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens; selbstständige Nutzungsfähigkeit), wertmäßig aber <strong>unter 250 EUR</strong> liegen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">In diesen Fällen kann aus Vereinfachungsgründen eine <strong>Aktivierung als GWG unterbleiben</strong> und stattdessen eine direkte Buchung im <strong>Aufwand</strong> erfolgen. Somit ist auch ein Führen des GWG in einem &#8222;besonderen, laufend zu führenden Verzeichnis&#8220; hinfällig. In der Praxis wird daher die herkömmliche Verbuchung auf einem dem Geschäftsvorfall entsprechenden Aufwandskonto vorgenommen.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1761 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Hinweis.png" alt="Icon Hinweis" width="50" height="50" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 65"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Hinweis</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bis 2017 lag die Geringfügigkeitsgrenze bei <strong>150 EUR</strong>; darunter brauchte kein geringwertiges Wirtschaftsgut aktiviert werden und das Wirtschaftsgut konnte stattdessen sofort als Betriebsausgabe gebucht werden. Die Grenze wurde dann mit Anhebung der Höchstbetragsgrenze (410 EUR auf 800 EUR) auf 250 EUR erhöht.</span></p>
<hr />
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">GWG-Sammelposten (Poolabschreibung)</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter, die <strong>über 250 EUR</strong> (bis 2017: 150 EUR) liegen und die <strong>Höchstgrenze von netto 1.000 EUR</strong> nicht überschrieben, können alternativ &#8211; bei entsprechender Wahlrechtsausübung &#8211; als sogenannter GWG-Sammelposten (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html" target="_blank" rel="noopener">§ 6 Abs. 2a EStG</a>) aktiviert und behandelt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Der Unterschied zur <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/gwg-abschreibung/">GWG-Sofortabschreibung</a> besteht darin, dass der Sammelposten einheitlich &#8211; unabhängig der enthaltenen Güter &#8211; über <strong>5 Jahre</strong> gewinnmindernd aufzulösen (Poolabschreibung) ist. Dieses Wahlrecht ist dann sinnvoll, wenn beispielsweise wegen aktuell niedriger Gewinne der GWG-Abschreibungsaufwand über die nächsten Jahre verteilt werden soll.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1761 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Hinweis.png" alt="Icon Hinweis" width="50" height="50" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 65"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Hinweis</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wie bei der GWG-Poolabschreibung führen im Folgejahr oder später anfallende <strong>nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten</strong> nicht dazu, dass eine erneute Prüfung der Einhaltung der Höchstgrenzen erfolgen muss. Die Sammelposten bleiben bestehen; die nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind im jeweiligen Jahr dem jeweiligen Sammelposten zuzuführen und planmäßig über die Sammelposten-Nutzungsdauer abzuschreiben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Da es sich beim GWG-Sammelposten um einen typisierten Sammelposten handelt, gelten die üblichen <strong>Vorschriften über die Absetzung für Abnutzung</strong> (außergewöhnliche Abnutzung, Teilwertabschreibung usw.) <span style="text-decoration: underline;">nicht</span>. Dies hat zur Folge, dass die tatsächliche Nutzungsdauer des einzelnen Wirtschaftsguts, ein Ausscheiden (z. B. durch Verkauf oder Verlust) oder Wertminderungen <span style="text-decoration: underline;">keinen</span> Einfluss auf den Sammelposten haben.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Ausübung dieses Wahlrechts (GWG-Sammelposten) gilt einheitlich für alle im jeweiligen Wirtschaftsjahr angeschafften, hergestellten oder eingelegten Gegenstände. Ein Wechsel zwischen GWG-Sofortabschreibung und GWG-Sammelposten innerhalb eines Wirtschaftsjahres ist daher nicht möglich. Die Anwendung der GWG-Sofortabschreibung im Jahr 01 und des GWG-Sammelpostens im Jahr 02 (oder umgekehrt) hingegen schon.</span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter: Beispiele</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wirtschaftsgüter, die als geringwertige Wirtschaftsgüter hinsichtlich der selbstständigen Nutzungsfähigkeit anerkannt wurden</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Ausstellungsgegenstände</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bestecke in Gaststätten, Hotels, Kantinen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bilder</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bibliothek (eines Rechtsanwalts)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bücher (einer Leih- oder Fachbücherei)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Datenträger</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Einrichtungsgegenstände in Läden, Werkstätten, Büros, Hotels, Gaststätten</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Fässer/Flaschen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Grundausstattung einer Kfz-Werkstatt mit Spezialwerkzeugen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Kisten/Transportkästen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Lampen (Steh-, Tisch- und Hängelampen)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Möbel</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Paletten zum Transport und zur Lagerung von Waren</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Regale (aus genormten Stahlregalteilen zusammengesetzt und nach ihrer betrieblichen Zweckbestimmung i.d.R. auf Dauer in dieser Zusammensetzung genutzt)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Schreibtischkombinationsteile, die nicht fest miteinander verbunden sind</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Spezialbeleuchtungsanlagen in einem Schaufenster</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Trivial-Programme/Software (bis 410 EUR/800 EUR sind keine immateriellen Gegenstände und GWG-tauglich)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wäsche in Hotels</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><hr />
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<hr />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wirtschaftsgüter, die als geringwertige Wirtschaftsgüter hinsichtlich der selbstständigen Nutzungsfähigkeit <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> anerkannt wurden</span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Autoradio</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Beleuchtungsanlage als Lichtband zur Beleuchtung in Fabrikräumen und Werkhallen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bestuhlung in Kinos und Theatern</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bohrer i.V.m. Werkzeugmaschinen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Drehbank mit als Antrieb eingebautem Elektromotor</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">EDV-Kabel nebst Zubehör zur Vernetzung einer EDV-Anlage</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Elektromotor zum Einzelantrieb einer Maschine, einer Drehbank oder eines Webstuhls</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Ersatzteile für Maschinen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Formen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Fräser i.V.m. Werkzeugmaschinen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Gerüst- und Schalungsteile sowie Schalungstafeln (genormt und technisch aufeinander abgestimmt)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Kühlkanäle</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Leuchtstoffröhren/ Lichtbänder</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Maschinenwerkzeuge und ‑verschleißteile</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Peripheriegeräte einer PC-Anlage (nicht bei Kombinations-Geräten und bei externen Datenspeichern)</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Pflanzen von Dauerkulturen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Sägeblätter in Diamantsägen und ‑gattern</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Stanzwerkzeuge i.V.m. Werkzeugmaschinen</span></li>
<li><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Technische Sicherheitseinrichtung</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Unabhängig von der Aufführung in obiger Liste sind die GWG-Voraussetzungen individuell von jedem Betrieb bei jedem Einzelfall individuell zu prüfen.</span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Zusammenfassung GWG</span></h2>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die GWG-Regelung ermöglicht es Steuerpflichtigen, Anlagegüter bis zu einer bestimmten Wertgrenze <strong>sofort abzuschreiben</strong>, anstatt sie über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zu aktivieren. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, wie die Abnutzbarkeit, die Selbstständigkeit der Nutzungsfähigkeit und die Einhaltung der Höchstgrenze für Anschaffungs- oder Herstellungskosten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die <strong>Höchstgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter</strong> für die Sofortabschreibung liegt derzeit bei 800 Euro (bzw. voraussichtlich zukünftig bei 1.000 Euro) netto. Die jeweiligen GWGs müssen dann in einem separaten Verzeichnis geführt werden. Güter <strong>unter 250 Euro</strong> können aus Vereinfachungsgründen direkt als Betriebsausgaben gebucht werden. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern über 250 EUR und unter 1.000 EUR kann alternativ ein GWG-Sammelposten gebildet werden, der dann über eine Dauer von 5 Jahren abgeschrieben werden muss.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Entscheidung für die <strong>GWG-Sofortabschreibung </strong>oder den GWG-Sammelposten hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Höhe der Anschaffungskosten und die langfristige Gewinnplanung des Unternehmens. Beide Optionen bieten steuerliche Vorteile, erfordern jedoch eine sorgfältige Buchführung und Dokumentation.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3639 alignnone" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024.webp" alt="GWG-Grenzen 2024" width="732" height="154" title="Geringwertige Wirtschaftsgüter 2024 - alle Voraussetzungen und Grenzen für die steueroptimale Verwendung 68" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024.webp 732w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024-300x63.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024-720x151.webp 720w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024-520x109.webp 520w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/GWG-Grenzen-2024-320x67.webp 320w" sizes="auto, (max-width: 732px) 100vw, 732px" /></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die Kenntnis der genauen Voraussetzungen und Grenzen der GWG-Regelungen ermöglichen den Steuerpflichtigen eine steueroptimale Verwendung von (geringwertigen) Wirtschaftsgüter.</span></p>
<h2><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Häufige Fragen (FAQ)</span></h2>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Was ist ein geringwertiges Wirtschaftsgut?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Geringwertige Wirtschaftsgüter sind abnutzbare, bewegliche Anlagevermögensgegenstände, die eine selbstständige Nutzungsfähigkeit besitzen und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto 800 EUR nicht überschreiten. Sie können sofort oder über einen GWG-Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben werden.</span></p>
<h3>Wie hoch ist die Grenze für GWG 2024?</h3>
<p>Die Höchstgrenze für GWG liegt derzeit bei netto 800 EUR. Die Umsatzsteuer wird nicht mit eingerechnet. Güter unter 250 EUR können aus Vereinfachungsgründen direkt als Betriebsausgaben gebucht werden.</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wo sind geringwertige Wirtschaftsgüter gesetzlich verankert?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die gesetzlichen Grundlagen für geringwertige Wirtschaftsgüter finden sich im Einkommensteuergesetz (EStG) in den Paragrafen § 6 Abs. 2 und Abs. 2a. Die Anwendung gilt sowohl für bilanzierende Steuerpflichtige als auch für Nutzer der Einnahme-Überschussrechnung (EÜR).</span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Welche Voraussetzungen müssen für die Anwendung von GWG erfüllt sein?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Abnutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens müssen selbstständig nutzbar sein und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dürfen netto 800 EUR nicht überschreiten. Zudem müssen sie in einem besonderen Verzeichnis geführt werden.</span></p>
<h3>Was sind Beispiele für geringwertige Wirtschaftsgüter?</h3>
<p>Beispiele sind Ausstellungsgegenstände, Bestecke in Gaststätten, Bilder, Möbel, Datenträger und Lampen. Es ist jedoch wichtig, die individuellen Voraussetzungen für jedes Wirtschaftsgut einzeln zu prüfen.</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Was fällt nicht unter geringwertige Wirtschaftsgüter?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Immaterielle Güter, unbewegliche Wirtschaftsgüter wie Gebäude, sowie Gegenstände, die nicht selbstständig nutzbar sind oder Teil eines anderen Gegenstandes sind, fallen nicht unter die GWG-Regelungen.</span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Was ist der Unterschied zwischen GWG-Sofortabschreibung und GWG-Sammelposten?</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Bei der GWG-Sofortabschreibung können einzelne GWG sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, während die Güter beim GWG-Sammelposten über mehrere Jahre einheitlich abgeschrieben werden, unabhängig von der Nutzungsdauer einzelner Gegenstände.</span></p>
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		<item>
		<title>Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung</title>
		<link>https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/disagio-definition/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 09:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steuerwesen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresabschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierungsnebenkosten]]></category>
		<category><![CDATA[Zinsen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://betriebswirtschaft-praxis.de/?p=72</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit einem Disagio werden Buchhaltungs-Praktiker konfrontiert, wenn das Unternehmen ein Darlehen mit einem Abschlag in Anspruch genommen hat. In diesem Fall ist der Auszahlungsbetrag des Darlehens geringer als der Rückzahlungsbetrag (Darlehensschuld). Buchhalterisch sind in diesem Fall einige Besonderheiten zu beachten&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/disagio-definition/">Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Disagio werden Buchhaltungs-Praktiker konfrontiert, wenn das Unternehmen ein Darlehen mit einem Abschlag in Anspruch genommen hat. In diesem Fall ist der Auszahlungsbetrag des Darlehens geringer als der Rückzahlungsbetrag (Darlehensschuld).</p>
<p>Buchhalterisch sind in diesem Fall einige Besonderheiten zu beachten &#8211; der nachfolgende Ratgeber klärt über Definition und Bedeutung des Disagios auf.</p>

<h2>Einfach erklärt: Was ist ein Disagio?</h2>
<p>Ein &#8222;Disagio&#8220; (auch &#8222;Damnum&#8220;, &#8222;Abgeld&#8220; oder &#8222;Abschlag&#8220; genannt) ist vereinfacht dargestellt ein vertragliches Konstrukt der Finanzwirtschaft, um den Zinsaufwand eines Darlehens attraktiver aussehen zu lassen. Ist bei einem Kredit ein solcher Abschlag vereinbart, berechnet das Kreditinstitut für den Kredit weniger Zinsen &#8211; der in Prozent anzugebende Zinssatz fällt spürbar kleiner aus. Das macht die Bank aber nicht aus Liebe zum zahlenden Kunden &#8211; im Gegenzug zahlt das Kreditinstitut nicht den vollen Darlehensbetrag aus, sondern nimmt den Abzug vor.</p>
<p>Es versteht sich, dass die Rückzahlung zum Laufzeitende zum vollen Darlehensbetrag erfolgt. Das Disagio ist daher als Vorabvergütung für Zinsen anzusehen. Übertragen wir die Systematik dieses Abschlags beispielhaft auf ein privates Finanzthema.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 82"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel (Privatbereich)</span></p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie mieten im Urlaub einen Leihwagen. Sie prüfen im Internet die Preise und finden ein günstiges Angebot mit sehr niedrigen Tagessätzen für das Mietauto. Sie buchen das Fahrzeug und stellen bei der Übergabe fest, dass es nur zu einem Viertel betankt ist. Aber das sollte den Urlaubsausflug nicht gefährden &#8211; gegenüber der Autovermietung ist eine Tankstelle.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-600" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/mietwagen_v2-300x147.jpg" alt="Disagio-Beispiel Mietwagen" width="200" height="98" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 83" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/mietwagen_v2-300x147.jpg 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/mietwagen_v2.jpg 613w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Am Abend wollen Sie das Auto zurückgeben und erfahren, dass die Vertragsbedingungen vorschreiben, dass das Auto vollgetankt zurückgegeben werden muss. Jetzt wissen Sie, warum die Tagessätze für das Leihfahrzeug so günstig waren. Sie haben bei der Übernahme des Autos etwas &#8222;weniger&#8220; bekommen (ein zu 25% getanktes Fahrzeug) und müssen bei der Rückgabe &#8222;mehr&#8220; zurückgeben (ein zu 100% getanktes Fahrzeug).</p>
<hr />
<p>Gemäß offizieller &#8211; und etwas unverständlicheren &#8211; Definition ist das Disagio &#8222;<em>der Unterschiedsbetrag zwischen einer vereinbarten Darlehenssumme (Kreditbetrag) und dem niedrigeren, ausbezahlten Betrag an den Kreditnehmer</em>&#8222;. Übertragen wir die Thematik auf ein betriebliches Finanzthema.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 82"><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;">Beispiel (Unternehmensbereich)</span></p>
<p>Die BrauchDringendGeld GmbH hat bei der Hausbank einen Kredit zur Anschaffung einer Maschine in Höhe von 120.000 € aufgenommen. In den Darlehensbedingungen ist ein Disagio vereinbart. Die Bank zahlt &#8211; nach Abzug des Abschlags &#8211; 114.000 € auf das Geschäftskonto aus. Neben den Zinsen sind an die Bank jährlich 12.000 € an Tilgungsleistungen zu bezahlen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-599" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/maschine_v2-300x200.jpg" alt="Disagio-Beispiel Maschine" width="199" height="133" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 85" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/maschine_v2-300x200.jpg 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/maschine_v2.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" />In 10 Jahren wird also der Kredit von 120.000 € vollständig zurückbezahlt sein. Die Differenz zwischen Gutschriftsbetrag (114.000 €) und Darlehensbetrag (120.000 €) erhält die Bank als vorweggenommene Zinsen und wird im Banken-Deutsch als &#8222;Disagio&#8220; bezeichnet.</p>
<p>Das Disagio bezieht sich daher immer auf den Nennwert des Kredits &#8211; niemals auf die Zinsen. Der Ansatz des Abschlags hat jedoch in seiner Folge eine Auswirkung auf die Zinshöhe. Je höher dieser ist, desto geringer ist die Zinsbelastung. Im Gegenzug dazu: Je niedriger, desto höher werden die Zinsaufwendungen.</p>
<hr />
<h2>Disagio und Agio: Unterschiede</h2>
<p>Während das <strong>Disagio</strong> einen Abschlag darstellt, ist das <strong>Agio </strong>das Gegenstück in die andere Richtung: es handelt sich um einen Aufschlag (auch &#8222;Aufgeld&#8220;), beispielsweise auf einen Kaufpreis oder den Kurs einer Aktie. Die Anwendung eines Agios führt also zur Verteuerung des zu zahlenden Preises &#8211; beispielsweise eines Wertpapiers.</p>
<h2>Disagio berechnen: Ermittlung des Auszahlungsbetrags</h2>
<p>Üblicherweise wird das Disagio in Prozent der Kreditsumme angegeben und findet sich explizit in den Darlehensbedingungen.</p>
<hr />
<p><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 82">Beispiel (Darlehensbedingung mit Disagio-Vereinbarung)</span></p>
<p><em>Der Darlehensgeber erhebt für die Dauer der Zinsbindungsfrist ein Disagio in Höhe von 5 % der Darlehenssumme. Das Disagio ist bei Auszahlung fällig und wird vom Darlehensgeber verrechnet.</em></p>
<p>Oder alternativ:</p>
<p><em>Der Darlehensgeber erhebt für die Dauer der Zinsbindungsfrist ein Disagio in Höhe von X Euro. Das Disagio ist bei Auszahlung fällig und wird vom Darlehensgeber verrechnet.</em></p>
<hr />
<p>Wird der Differenzbetrag in Prozent angegeben, kann der Disagio-Betrag als (prozentualer) Anteil der Darlehenssumme (Rückzahlungsbetrag) errechnet werden.</p>
<hr />
<p><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 82">Beispiel Disagio Berechnung</span></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 67.2048%; height: 120px;">
<tbody>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 32.2993%; text-align: left; height: 24px;">Darlehensbetrag</td>
<td style="width: 59.8671%; text-align: left; height: 24px;">120.000 €</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 32.2993%; text-align: left; height: 24px;">Disagio (in Prozent)</td>
<td style="width: 59.8671%; text-align: left; height: 24px;">5 %</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 32.2993%; text-align: left; height: 24px;">Abschlagsbetrag</td>
<td style="width: 59.8671%; text-align: left; height: 24px;">5 % von 120.000 € = 6.000 €</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 32.2993%; text-align: left; height: 24px;">Auszahlung</td>
<td style="width: 59.8671%; text-align: left; height: 24px;">120.000 € &#8211; 6.000 € = 114.000 €</td>
</tr>
<tr style="height: 24px;">
<td style="width: 32.2993%; text-align: left; height: 24px;">alternative Berechnung</td>
<td style="width: 59.8671%; text-align: left; height: 24px;">95 % (100 % &#8211; 5 %) von 120.000 € = 114.000 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr />
<h2>Disagio buchen</h2>
<p>Die grundlegende Frage ist bei Anwendung eines Darlehensabschlags ist, wie damit in der Buchhaltung umzugehen ist. Der Differenzbetrag erscheint nicht als Geldbetrag auf dem Kontoauszug; dort findet sich lediglich der (verminderte) Gutschriftsbetrag. Diesen Wert auf ein Darlehenskonto (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) zu buchen wäre nicht korrekt: die Schuld gegenüber der Bank entspricht dem (höheren) Kreditbetrag (Rückzahlungsbetrag).</p>
<p>Das Disagio muss also auch auf dem Darlehenskonto verbucht werden, obwohl dieser nicht separat auf dem Kontoauszug erscheint. Bankgutschrift und Abschlag ergeben dann die korrekte Schuld, die auf dem Verbindlichkeitskonto abzubilden ist.</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 53.3561%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 49.218%;">Buchung der Bankgutschrift</td>
<td style="width: 21.8252%; text-align: right;">114.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 49.218%;">Buchung des Disagios</td>
<td style="width: 21.8252%; text-align: right;">6.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 49.218%;"><strong>bilanzieller Ausweis der Verbindlichkeit</strong></td>
<td style="width: 21.8252%; text-align: right;"><strong>120.000 €<br />
</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zu klären ist nun die Gegenbuchung für das Abgeld. Ist es im Aufwand zu buchen, oder auf der Aktivseite der Bilanz oder ganz anders und besonders? Eine Buchung im Aufwand wäre eine gute Gelegenheit für Unternehmer, die ihren Gewinn so niedrig wie möglich ausweisen möchten. Die Abbildung auf der Aktivseite würde hingegen Bilanzierende freuen, die möglichst ein hohes Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung erreichen möchten. Nur wie würde der Posten dann wieder von der Aktivseite aufgelöst (Aufwand) &#8211; und zu welchem Zeitpunkt?</p>
<p>Die Vorgaben, wie mit einem Disagio in der Buchhaltung umzugehen ist, werden in der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Rechnungslegung unterschiedlich behandelt. Die folgenden Kapitel gehen hierauf ausführlich ein.<br />
<hr />
<p class="MuiTypography-root MuiTypography-h4 css-pmkpge" style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Erfahren Sie Ihre persönliche Monatsrate für Ihre Wunschkredit</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.awin1.com/cshow.php?s=2452332&amp;v=9351&amp;q=329381&amp;r=1322153" border="0" alt="cshow" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 79"></a><span style="font-size: 18pt;">=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener">Jetzt</a> unverbindlich anfragen</span>*</p>
<hr />
</p>
<h2>Behandlung im Steuerrecht</h2>
<p>Im Gegensatz zum Handelsrecht besteht im Steuerrecht kein Wahlrecht zur Aktivierung eines Sonderpostens oder zur Behandlung als Betriebsausgabe. Das Steuerrecht schreibt im Regelfall eine Aktivierung als Sonderposten vor. Nur in seltenen Ausnahmefällen ist eine Behandlung als Betriebsausgabe möglich.</p>
<hr />
<p><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1764 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Merke.png" alt="Icon Merke" width="50" height="50" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 88">Merkhilfe</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-610" src="http://betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/steuerbeamter_v4.jpg" alt="Merkhilfe Steuerbeamte" width="150" height="144" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 89">Um sich die Vorgaben für die Steuerbilanz besser merken zu können, hilft es, sich in die Lage eines Steuer-Beamten zu versetzen. Dieser hat Interesse daran, möglichst viel Steuergelder einzusammeln. Daher missfällt ihm die Behandlung eines Disagios als Aufwand (Aufwand = Betriebsausgabe = weniger Steuereinnahmen). Folglich zielt das Steuerrecht darauf ab, statt einer Aufwandsbehandlung eine gewinnneutrale Aktivierung des Abschlags zu erreichen.</p>
<p>Folglich ist der Abschlag in der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/handelsbilanz-steuerbilanz/" target="_blank" rel="noopener">Steuerbilanz</a> <strong>zwingend</strong> in einen besonderen Rechnungsabgrenzungsposten einzustellen und über die Laufzeit des Kredits oder den vereinbarten Zinsfestschreibungszeitraum gewinnmindernd aufzulösen (siehe nachfolgendes Kapitel).</p>
<hr />
<h2>Disagio abschreiben in der Steuerbilanz</h2>
<h3>Planmäßige Abschreibung nach EStG</h3>
<p>Das Steuerrecht gibt klare Spielregeln für die <strong>planmäßige Auflösung</strong> eines aktivierten Darlehensabschlags vor. Bei <strong>Fälligkeitsdarlehen</strong> (Tilgung zum Ende der Laufzeit in einer Summe) ist eine lineare Verteilung des Unterschiedsbetrags vorzunehmen.</p>
<p>Die Jahresabschreibung des Disagios errechnet sich hier:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-621 size-full" src="http://betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/Formel-Disagio01_v1.png" alt="Formel zur Berechnung der Disagio Jahresabschreibung" width="229" height="78" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 90"></p>
<p>Liegt hingegen ein <strong>Tilgungsdarlehen</strong> vor (regelmäßige Tilgungsleistungen während der Laufzeit), verringert sich die Restschuld Monat für Monat und damit auch die Inanspruchnahme des Abschlags. Die Auflösung des Unterschiedsbetrags hat daher im Verhältnis der Zinsaufwendungen der jeweiligen Jahre untereinander zu erfolgen. Die Beträge sind im Rahmen der sogenannten <strong>Zinsstaffelmethode</strong> zu berechnen.</p>
<p>Die Jahresabschreibung des Disagios errechnet sich:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-622 size-full" src="http://betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/Formel-Disagio02_v1.png" alt="Formel zur Berechnung der Disagio Jahresabschreibung" width="767" height="72" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 91" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/Formel-Disagio02_v1.png 767w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/02/Formel-Disagio02_v1-300x28.png 300w" sizes="auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px" /></p>
<p>Die Formel erscheint auf den ersten Blick höchst kompliziert &#8211; typisch für das deutsche Steuerrecht. Um das praxisgerecht darzustellen, werde ich in Kürze einen eigenen Blog-Beitrag zur Auflösung nach der Zinsstaffelmethode veröffentlichen.</p>
<h3>Außerplanmäßige Abschreibung nach EStG</h3>
<p>Eine <strong>außerplanmäßige Abschreibung</strong> eines aktivierten Disagios schränkt das Steuerrecht stark ein. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs (BFH) geht es bei diesen aktivierten Sonderposten nicht um die Bewertung eines Wirtschaftsgutes, so dass die allgemeinen Vorgaben zur Teilwertabschreibung (außerplanmäßige Abschreibung im Steuerdeutsch) nicht anwendbar sind. Verändern sich die Kapitalmarktzinsen so stark, dass ein vergleichbarer Kredit zu besseren Konditionen erhältlich ist, kann <strong>keine</strong> Teilwertabschreibung auf den Rechnungsabgrenzungsposten vorgenommen werden.</p>
<p>Analog zur handelsrechtlichen Behandlung (siehe nachfolgende Kapitel) kann ein aktivierter Rechnungsabgrenzungsposten bei vorzeitiger Tilgung oder bei Erlassen des Kredits auf einen Schlag gewinnmindernd ausgebucht werden.</p>
<h2>Behandlung im Handelsrecht</h2>
<p>In der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/handelsbilanz-steuerbilanz/" target="_blank" rel="noopener">Handelsbilanz</a> kann der Differenzbetrag zwischen Darlehens- und Auszahlungsbetrag unterschiedlich behandelt werden. Entweder wird er im</p>
<ul>
<li>als Betriebsausgabe im Aufwand verbucht, oder</li>
<li>als sogenannter Sonderposten auf der Aktivseite ausgewiesen (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__250.html" target="_blank" rel="noopener">§ 250 Abs. 3 Satz 1 HGB</a>).</li>
</ul>
<p>Es besteht somit ein Wahlrecht für den Bilanzierende, das für jeden einzelnen Vorgang im Ausgabejahr des Kredits getroffen werden kann. Im Jahr 01 kann also ein Fall als Aufwand, im Jahr 02 ein anderer Fall als Sonderposten behandelt werden. Der im Jahr 01 als Aufwand behandelte Vorgang kann in Folgejahren jedoch nicht mehr nachträglich zum Sonderposten umgewandelt werden &#8211; das verbietet das bilanzielle Stetigkeitsgebot. Eine anteilige Aufteilung in eine Aufwandsposition und eine Sonderposten-Position ist ebenfalls nicht zulässig.</p>
<p>Bilanzierende, die sich im Rahmen des Wahlrechts  für den Sonderposten entscheiden haben, bilden einen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Während die klassischen Rechnungsabgrenzungsposten einem Bilanzierungsgebot unterliegen, ist in diesem Fall ein Sonderstatus (Wahlrecht) gegeben. Ein weiterer Unterschied zu den klassischen Rechnungsabgrenzungsposten besteht darin, dass es für die Auflösung eines solchen Rechnungsabgrenzungspostens Vorgaben gibt. Der Posten ist nämlich durch planmäßige jährliche Abschreibungen zu tilgen (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__250.html" target="_blank" rel="noopener">§ 250 Abs. 3 Satz 2 HGB</a>).<br />
<hr />
<table class=" aligncenter" style="width: 100%; border-collapse: collapse; border-color: #000000;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 18.1742%;"><a href="https://amzn.to/44LJ0SH" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3815 size-full" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Haufe-schwierige-geschaeftsvorfaelle-richtig-buchen-e1716971082705.webp" alt="Haufe-Praxisbuch: Schwierige Geschäftsvorfälle richtig buchen" width="256" height="314" title="Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung 80" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Haufe-schwierige-geschaeftsvorfaelle-richtig-buchen-e1716971082705.webp 256w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/05/Haufe-schwierige-geschaeftsvorfaelle-richtig-buchen-e1716971082705-245x300.webp 245w" sizes="auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px" /></a></td>
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</blockquote>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</p>
<h2>Disagio abschreiben in der Handelsbilanz</h2>
<h3>Planmäßige Abschreibung nach HGB</h3>
<p>Bei der Frage, wie die planmäßige Auflösung zu erfolgen hat, ist das Handelsrecht locker drauf. Es muss nur einen Plan geben, wie über die Laufzeit vorgegangen wird. Die wertmäßige Obergrenze für die Verteilung bildet der Disagiobetrag (nicht mehr abschreiben), die zeitliche Obergrenze die gesamte Laufzeit des Kredits (nicht länger abschreiben).</p>
<p>Folgende Aufwandskonten sind für die Buchung der Auflösung zu verwenden:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 66.695%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 11.3282%; text-align: center;"><strong>Konto SKR03</strong></td>
<td style="width: 11.4132%; text-align: center;"><strong>Konto SKR04</strong></td>
<td style="width: 43.9535%;"><strong>Bezeichnung</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 11.3282%; text-align: center;">2123</td>
<td style="width: 11.4132%; text-align: center;">7323</td>
<td style="width: 43.9535%;">Abschreibungen auf Disagio/Damnum zur Finanzierung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Außerplanmäßige Abschreibung nach HGB</h3>
<p>Die außertourliche Auflösung des im Rechnungsabgrenzungsposten aktivierten Abschlags &#8211; die sogenannte &#8222;außerplanmäßige Abschreibung&#8220; &#8211; ist nur in Ausnahmefällen möglich. Außerplanmäßig abzuschreiben ist, wenn</p>
<ul>
<li>das Darlehen vorzeitig getilgt wurde (vollumfängliche Sondertilgung),</li>
<li>das Darlehen anteilig vorab getilgt wurde (anteilige Sondertilgung),</li>
<li>das Darlehen rechtswirksam erlassen wurde,</li>
<li>die Darlehenslaufzeit vertraglich verkürzt wurde.</li>
</ul>
<h2>Disagio bei der Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR)</h2>
<p>Bei der Einnahmen-Überschussrechnung nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__4.html" target="_blank" rel="noopener">§ 4 Abs. 3 EStG</a> ist das steuerliche Zufluss- und Abflußprinzip anzuwenden. Einnahmen und Ausgaben werden demnach berücksichtigt, wenn sie zu- oder abfließen.</p>
<p>Eine Ausnahme des Prinzips gilt bei Ausgaben, die im <strong>Voraus geleitet</strong> wurden und für eine <strong>Nutzungsüberlassung von mehr als 5 Jahren</strong> gelten (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__11.html" target="_blank" rel="noopener">§ 11 Abs. 2 EStG</a>). Dann hat grundsätzlich eine Verteilung der Ausgaben über den jeweiligen Zeitraum zu erfolgen. Gilt dies auch für ein Disagio/Damnum?</p>
<p>Wenn ein Disagio als <strong>marktüblich</strong> angesehen wird, ist diese Verteilungsvorschrift nicht anzuwenden. Die Frage, was &#8222;marktüblich&#8220; ist, bleibt wie so oft im Steuerrecht schwammig. Das Finanzministerium hat sich in einem Schreiben geäußert, dass maximal 5 % bei einer mindestens 5-jährigen Laufzeit die Anforderungen an eine Marktüblichkeit erfüllt. Das dürfte für die Mehrzahl an Disagio-Vereinbarungen gelten.</p>
<p>Ist die Laufzeit des Grund-Darlehens kürzer als 5 Jahre, kann pro Jahr der Laufzeit ein Disagio von 1 % als marktüblich betrachtet werden. Liegt die Laufzeit beispielsweise bei 3 Jahren, ist ein 3%-Disagio marktüblich.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Ein Disagio ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Bank und Darlehensnehmer, die dazu führt, dass der Gutschriftsbetrag auf dem Konto des Kreditnehmers geringer ist als der vertragliche Darlehensbetrag (=Rückzahlungsbetrag). Dieser Abschlag ist als vorweggenommene Zinszahlung zu sehen und buchhalterisch besonders zu behandeln. Im <strong>Handelsrecht</strong> besteht ein Wahlrecht, das Disagio im Aufwand zu verbuchen oder auf der Aktivseite in einen speziellen Rechnungsabgrenzungsposten einzustellen.</p>
<p>Das <strong>Steuerrecht</strong> schreibt die Aktivierung des Abschlags zwingend vor &#8211; bis auf wenige Ausnahmen. In beiden Rechnungslegungen sind die gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten über die Darlehenslaufzeit aufzulösen. Das Handelsrecht hat relativ wenig Vorgaben; das Steuerrecht hingegen schreib je nach Darlehensart verschiedene Formen (lineare Verteilung oder Auflösung nach der Zinsstaffelmethode) vor.<br />
<hr />
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</span></p>
<hr />
</p>
<h2>Häufige Fragen (FAQ)</h2>
<h3>Was ist ein Disagio?</h3>
<p>Ein Disagio (auch &#8222;Damnum&#8220;) ist bei Auszahlung eines Darlehens die Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (Gutschrift auf dem Bankkonto) und dem vertraglichen Darlehensbetrag (Rückzahlungsbetrag). Die Differenz behält die Bank als vorweggenommene Zinszahlung.</p>
<h3>Wie funktioniert ein Disagio?</h3>
<p>Ist im Darlehensvertrag ein Disagio vereinbart (Betrag in Euro oder in Prozent der Darlehenssumme), zahlt das darlehensgebende Kreditinstitut einen geringeren Geldbetrag als die vertragliche Darlehenssumme aus. Die Rückzahlung durch den Darlehensnehmer hat hingegen über die vollumfängliche Darlehenssumme zu erfolgen.</p>
<h3>Wer zahlt ein Disagio?</h3>
<p>Das Disagio zahlt der Darlehensnehmer (derjenige, der das Darlehen aufnimmt) an den Darlehensgeber (Bank) als vorweggezahlte Zinszahlung. Die Zahlung erfolgt, indem die Bank bei Auszahlung des Kredits weniger auszahlt, als der Darlehensnehmer bei Rückzahlung des Kredits bezahlt.</p>
<h3>Wie wird ein Disagio gebucht?</h3>
<p>Ein Disagio wird entweder auf ein Aufwandskonto (unmittelbare Auswirkung auf den Gewinn) oder auf ein Rechnungsabgrenzungskonto (Aktivseite der Bilanz) gebucht. Bei einer Aktivierung ist das Disagio über die Laufzeit gewinnmindernd aufzulösen (Konto 2123 im SKR03 oder Konto 7323 im SKR04).</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/disagio-definition/">Disagio/Damnum: Definition und Bedeutung</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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