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	<title>Interne Finanzierung &#8211; Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</title>
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	<description>Blog-Seite zu betriebswirtschaftlichen Themen in der praktischen Anwendung</description>
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	<title>Interne Finanzierung &#8211; Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</title>
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		<title>Die wichtigsten Kennzahlen zur Liquidität: Cashflow analysieren und steuern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 06:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interne Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine gesunde Liquidität ist für das langfristige Überleben eines Unternehmens ausschlaggebend. Sie stellt sicher, dass ein Betrieb seine laufenden finanziellen Verpflichtungen decken kann. Doch wie können Sie den Cashflow Ihres Unternehmens effektiv analysieren und steuern? Was ist Liquidität und warum&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-kennzahlen/">Die wichtigsten Kennzahlen zur Liquidität: Cashflow analysieren und steuern</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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							<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gesunde Liquidität ist für das langfristige Überleben eines Unternehmens ausschlaggebend. Sie stellt sicher, dass ein Betrieb seine laufenden finanziellen Verpflichtungen decken kann. Doch wie können Sie den Cashflow Ihres Unternehmens effektiv analysieren und steuern?</p>

<h2>Was ist Liquidität und warum ist sie wichtig?</h2>
<p>Bevor wir in die Details einsteigen, ist es wichtig zu verstehen, was Liquidität genau bedeutet. Die <a href="https://www.lexware.de/wissen/buchhaltung-finanzen/liquiditaet/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität eines Unternehmens</a> beschreibt die Fähigkeit, kurzfristige Verbindlichkeiten wie Rechnungen, Löhne und Kredite fristgerecht zu begleichen. Unternehmen mit einer guten Liquidität sind in der Lage, finanzielle Engpässe zu überbrücken und schnell auf unerwartete Ausgaben zu reagieren.</p>
<p>Andererseits können Unternehmen mit einer schlechten Liquidität Probleme bekommen, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, was im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen kann. Daher ist es maßgeblich, den Cashflow regelmäßig zu analysieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität zu ergreifen.</p>
<h2>Die wichtigsten Liquiditätskennzahlen</h2>
<p>Um den Cashflow und die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens zu bewerten, gibt es mehrere Kennzahlen, die Sie beachten sollten. Diese Kennzahlen geben Ihnen Aufschluss darüber, wie gut Ihr Unternehmen aufgestellt ist, um <a href="https://www.lowellgroup.de/konsumentenservice/lowell-hilft/leitfaden-zum-umgang-mit-schulden-und-finanzen/detail/kurzfristige-verbindlichkeiten-klug-angehen-und-verwalten" target="_blank" rel="noopener">kurzfristige Verbindlichkeiten</a> zu bedienen.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;"> 1. Liquiditätsgrad I (Barliquidität)</span></p>
<p>Der Liquiditätsgrad I, auch als Barliquidität bezeichnet, gibt an, wie hoch der Anteil der flüssigen Mittel (z. B. Bankguthaben, Kassenbestände) ist, der zur Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten bereitsteht. Diese Kennzahl wird wie folgt berechnet:</p>
<p><strong>Liquiditätsgrad I</strong> = (flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100</p>
<p>Ein Wert von 100 % oder mehr zeigt an, dass das Unternehmen ausreichend liquide Mittel hat, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten sofort zu begleichen. Liegt der Wert darunter, sollte das Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Liquidität zu verbessern.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">2. Liquiditätsgrad II (Einzugsliquidität)</span></p>
<p>Der Liquiditätsgrad II berücksichtigt neben den flüssigen Mitteln auch kurzfristige Forderungen wie offene Rechnungen. Diese Kennzahl wird wie folgt berechnet:</p>
<p><strong>Liquiditätsgrad II</strong> = ((flüssige Mittel + Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100</p>
<p>Ein Wert zwischen 100 % und 120 % wird als gesund betrachtet. Diese Kennzahl zeigt, wie gut das Unternehmen in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Forderungen zu begleichen.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">3. Liquiditätsgrad III (umsatzbedingte Liquidität)</span></p>
<p>Der Liquiditätsgrad III bezieht zusätzlich die Vorräte in die Berechnung ein und gibt an, wie viel des Umlaufvermögens zur Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten zur Verfügung steht:</p>
<p><strong>Liquiditätsgrad III</strong> = ((flüssige Mittel + Forderungen + Vorräte) / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100</p>
<p>Ein Wert von über 120 % wird als sicherer Puffer angesehen. Ein zu hoher Wert könnte jedoch auf überflüssige Bestände hindeuten, was die Effizienz eines Unternehmens beeinträchtigen kann.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">4. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit</span></p>
<p>Diese Kennzahl zeigt, wie viel Geld durch die eigentliche Geschäftstätigkeit generiert wird, und ist relevant, um die Liquidität langfristig zu bewerten. Der betriebliche Cashflow ergibt sich aus den Einnahmen abzüglich aller operativen Ausgaben.</p>
<p>Um den <a href="https://www.go-innovation.de/unternehmensplanung-mit-ki-cashflow-prognosen/" target="_blank" rel="noopener">Cashflow zu verbessern</a>, sollten Unternehmen darauf achten, dass Forderungen zeitnah eingezogen und Zahlungen an Lieferanten effizient geplant werden.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-4203 alignnone" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/10/Cashflow_optimieren_transparent.webp" alt="Cashflow optimieren" width="728" height="546" title="Die wichtigsten Kennzahlen zur Liquidität: Cashflow analysieren und steuern 2" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/10/Cashflow_optimieren_transparent.webp 600w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/10/Cashflow_optimieren_transparent-300x225.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/10/Cashflow_optimieren_transparent-520x390.webp 520w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/10/Cashflow_optimieren_transparent-320x240.webp 320w" sizes="(max-width: 728px) 100vw, 728px" /></p>
<h2>Praktische Tipps zur Cashflow-Steuerung</h2>
<p>Neben der Überwachung der Kennzahlen gibt es einige praktische Maßnahmen, mit denen Sie Ihren Cashflow optimieren und finanzielle Engpässe vermeiden können. Ein wichtiger Schritt ist die Optimierung des <strong>Forderungsmanagements</strong>, da Zahlungsverzug ein großes Liquiditätsproblem darstellen kann.</p>
<p>Unternehmen sollten ein effizientes System etablieren, um sicherzustellen, dass Kunden ihre Rechnungen pünktlich begleichen. Klare Zahlungsziele und regelmäßige Zahlungserinnerungen sind hierbei unerlässlich. Darüber hinaus kann das Aushandeln längerer Zahlungsfristen mit Lieferanten die Liquidität verbessern. Durch flexiblere Fristen gewinnen Sie mehr finanziellen Spielraum, ohne die Beziehung zu Ihren Lieferanten zu gefährden.</p>
<p>Ebenso zentral ist ein effizientes <strong>Vorratsmanagement</strong>, denn zu hohe Lagerbestände binden Kapital, das anderweitig genutzt werden könnte. Eine regelmäßige Analyse der Bestände hilft, nur die wirklich benötigten Mengen auf Lager zu halten, was den Cashflow positiv beeinflusst. Schließlich sollten Investitionen strategisch geplant werden, da größere Anschaffungen die Liquidität stark belasten können.</p>
<p>Eine sorgfältige <a href="https://www.wirtschaftsfenster.de/verschiedenes/liquiditaetsplan-wichtig-fuer-die-erfolgreiche-unternehmensgruendung/" target="_blank" rel="noopener">Planung</a>, die den langfristigen Nutzen berücksichtigt, ist hier maßgebend. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, über externe Finanzierungsmöglichkeiten nachzudenken, um die Liquidität nicht zu gefährden.</p>
<h2>Die Bedeutung der Liquiditätsplanung</h2>
<p>Um langfristig finanzielle Engpässe zu vermeiden, benötigen Sie eine gute Liquiditätsplanung. Unternehmen sollten regelmäßig Liquiditätsprognosen erstellen, um potenzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.</p>
<p>Durch eine vorausschauende Planung können Unternehmen ihre Zahlungsfähigkeit sichern und gezielt Investitionen tätigen, um zu wachsen.</p>
<h3>Liquidität ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg</h3>
<p>Die Überwachung und Steuerung des Cashflows ist ein essenzieller Bestandteil des finanziellen Managements eines Unternehmens. Indem Sie die wichtigsten Liquiditätskennzahlen analysieren und praktische Maßnahmen zur Verbesserung Ihrer Liquidität umsetzen, schaffen Sie die Grundlage für den langfristigen Erfolg Ihres Unternehmens.</p>
<p>Regelmäßige Liquiditätsanalysen und ein effizientes Cashflow-Management helfen Ihnen dabei, finanzielle Engpässe zu vermeiden und eröffnen Ihnen neue Möglichkeiten zur Investition und Expansion.</p>
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		<title>Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System</title>
		<link>https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 18:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
		<category><![CDATA[3 Kontenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[5 Kontenmodell]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzielle Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Liquidität]]></category>
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		<category><![CDATA[Liquiditätssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparbüchsen-Prinzip]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist genauso bedeutsam wie die Liquidität von Unternehmen. Leidet die Liquidität, können finanzielle Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden und der soziale Abstieg nimmt &#8211; sofern keinen wirksamen Gegenmaßnahmen umgesetzt werden &#8211; unweigerlich seinen Lauf. Umgekehrt ist&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/">Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist genauso bedeutsam wie die <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/">Liquidität von Unternehmen</a>. Leidet die Liquidität, können finanzielle Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden und der soziale Abstieg nimmt &#8211; sofern keinen wirksamen Gegenmaßnahmen umgesetzt werden &#8211; unweigerlich seinen Lauf.</p>
<p>Umgekehrt ist eine stabile und organisierte Liquidität ein Erfolgsfaktor für Unternehmen und Privatpersonen. Studien haben ergeben, dass der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Unternehmen/Privatpersonen darin besteht, ob und wie sie ihre Finanzen managen und sichern.</p>
<p>Wie können unorganisierte Privatpersonen ihre Liquidität so organisieren und in den Griff bekommen, dass die notwendige Struktur und Konstanz im privaten Finanzsystem entsteht und damit die Liquidität nicht nur gesichert, sondern auch erhöht (Sparrate) wird?</p>
<p>Ein Blick in die jüdische Finanz-Geschichte und Weiterentwicklungen der Neuzeit geben allen Betroffenen ein Hilfsmittel zur Hand: Das <strong>5-Jars-System (5-Kontenmodell)</strong> oder auch <strong>Sparbüchsen-Prinzip</strong> genannt.</p>

<h2>Sparrate mit Kontenmodell und Money Management System optimieren</h2>
<p>Da viele Privatpersonen (erhebliche) Probleme mit ihren Finanzen und ihrer privaten Liquidität haben, wurden Money Management Systeme für Privatpersonen entwickelt, um diesen Personen zu helfen, Ordnung in ihre Finanzen zu bekommen. Ziel war es, neben einer Strukturierung der Zahlungsflüsse &#8211; vor allem der Geldabflüsse &#8211; auch eine systematische Steigerung der Investitions- und Sparquote zu erzielen.</p>
<p>Denn nur wer regelmäßig investiert, kann zusätzliche Einkünfte und Liquiditätszuwächse erzielen. Dieser betriebswirtschaftliche Grundsatz kann nicht nur auf Unternehmen, sondern auch auf Privatpersonen bezogen werden.</p>
<h2>Kontenmodell bedient sich bei altem Finanzsystem für jüdische Kinder</h2>
<p><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3899" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp" alt="5-Jar Jewish Money Management" width="150" height="150" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 8" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1.webp 300w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1-150x150.webp 150w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/Gefaess_v1-80x80.webp 80w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>Jüdischen Kindern wurde ab einem Alter von ca. 7 Jahren ein traditionelles und altbewährtes Finanzsystem (5-Jar Jewish Money Management)  infiltriert, dass schon jahrhundertelang jüdische Vorfahren hat wohlhabend werden lassen. Das Prinzip war effektiv, bewährt und simpel zugleich.</p>
<p>Den Kindern wurde eingetrichtert, alles Geld, das sie bekamen, auf fünf verschiedene Gefäße zu verteilen. In Zeiten, als es nur Münzen und Scheine gab, wurden hierfür Glaskrüge oder Einweckgläser benutzt. 10 erhaltene Schekel wurden demnach in folgendes Verhältnis in die 5 Gefäße verteilt:</p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 1 &#8222;Tithe&#8220;</span> (Zehnte): 1 Schekel (10%)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 2 &#8222;Offering&#8220;</span> (Opfergabe, Spende): 1 Schekel (10 %)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 3 &#8222;Savings&#8220;</span> (Notgroschen): 1 Schekel (10%)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 4 &#8222;Investment&#8220;</span> (Finanzanlage): 2 Schekel (20 %)</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß 5 &#8222;Spending&#8220;</span> (Ausgaben): 5 Schekel (50 %)</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3902" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management.webp" alt="5-Jar Jewish Money Management" width="320" height="240" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 9" srcset="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management.webp 320w, https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/06/5-Jar-Jewish-Money-Management-300x225.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px" />Der Inhalt von <strong>Gefäß 1 (Tithe)</strong>  diente als Abgabe für die Religion, quasi die damalige Kirchensteuer. Die Gelder in <strong>Gefäß 2 (Offering)</strong> wurden für Notlagen von Dritten oder Familienmitgliedern verwendet, also Spenden für Bedürftige. Das <strong>Gefäß 3 (Savings)</strong> waren der berühmte Notgroschen, falls die eigenen Finanzen mal quer liefen.</p>
<p>Die 20 % im <strong>Gefäß 3 (Investment)</strong> waren besonders wichtig. Damit wurden finanzielle Investitionen aller Art durchgeführt, die auf lange Sicht einen finanziellen Return ermöglichten und Wohlstand entstehen ließen. <strong>Gefäß 5 (Spending)</strong> war für die laufenden Lebenshaltungskosten vorgesehen.</p>
<p>Die jüdischen Väter hatten bei ihren Kindern mit diesem System erreicht, dass der Umgang mit Geld von Kindesbeinen an gelernt und tagtäglich umgesetzt wurde. Die Kinder hatten mit diesem System nie das Gefühl, dass Geld für einen der (Lebens-) Zwecke fehlt.</p>
<p>Die dabei entstehende Disziplin und Gewohnheit sicherten allen Kindern über die Jugend bis ins Erwachsenenalter eine finanzielle Struktur und Organisation.</p>
<h2>Konten-Modell ist die Weiterentwicklung des jüdischen Systems</h2>
<p>In der Neuzeit haben sich aus diesem jüdischen Modell verschiedene Kontenmodelle entwickelt. Sichteinlagen haben die Erfordernis von Gefäßen überflüssig gemacht, stattdessen werden Bankkonten verwendet (Kontenmodell).</p>
<p>Gleich geblieben ist der Ansatz, die Zahlungseingänge prozentual aufzuteilen und verschiedenen Töpfen (Bankkonten) zuzuordnen bzw. gutzuschreiben. Topfname, Anzahl der Töpfe Prozentsatz und Verwendungszwecke haben sich im Laufe der Jahre angepasst &#8211; eben wie die Bedürfnisse der Menschen:</p>
<ul>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 1 &#8222;Necessities&#8220;</span> (Notwendige Ausgaben): 55 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 2 &#8222;Long-Term Savings&#8220;</span> (Sparrate): 10 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 3 &#8222;Play&#8220;</span> (Spaß-Ausgaben): 10%</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 4 &#8222;Education&#8220;</span> (Weiterbildung): 10 %</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 5: &#8222;Financial Freedom&#8220;</span> (Finanzielle Freiheit): 10%</li>
<li><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Gefäß (Konto) 6: &#8222;Give&#8220;</span> (Spenden): 5 %</li>
</ul>
<p>In diesem Modell nach <a href="https://www.harveker.com/blog/6-step-money-managing-system/" target="_blank" rel="noopener">T. Harv Eker</a> sind aus dem <strong>Gefäß 1 (Necessities)</strong> die Geldabflüsse für Lebenshaltungskosten, Miete, Versicherungen, Telefonrechnung usw. zu finanzieren. Alle Mittel in <strong>Gefäß 2 (Long-Term Savings)</strong> dienen der Absicherung für Notfälle, größere Anschaffungen, Urlaub oder sonstige Szenarien.</p>
<p><strong>Gefäß 3 (Play)</strong> ist das Spaßkonto und wird immer dann verwendet, wenn der Inhaber Lust auf Freizeit, Restaurantbesuche, Reisen oder Konzerte hat. Weiterbildungen, auch gerade in Finanz- und Investitionsbereich (siehe Gefäß 5), werden aus <strong>Gefäß 4 (Education)</strong> finanziert.</p>
<p>Alle Mittel aus <strong>Gefäß 5 (Financial Freedom)</strong> führen zu Investments (Aktien, Immobilien, Fonds, Beteiligungen), die durch Entstehung von passivem Einkommen Finanzielle Freiheit erzeugen (sollen). Schlussendlich erfüllt <strong>Gefäß 6 (Give)</strong> die soziale Verantwortung des Inhabers und ermöglicht, Wohltätigkeitsorganisationen durch Spenden finanziell zu unterstützen.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 24pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Betriebswirtschaft-Praxis tradet seit Jahren erfolgreich mit justTRADE!</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/justtrade" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.financeads.net/tb.php?t=60348V3262104614B&amp;https=1" alt="justTRADE" width="970" height="250" border="0" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 5"></a><span style="font-size: 18pt;">=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/justtrade" target="_blank" rel="noopener">JETZT</a> Depot eröffnen und erfolgreich anlegen!</span>*</p>
<hr />
</p>
<h2>Kontenmodell: Worin besteht der Nutzen?</h2>
<p>Der zentrale Nutzen des Kontenmodells oder des JARS Money Management Systems besteht darin, eine <strong>Disziplin </strong>und <strong>Gewohnheit</strong> hinsichtlich der persönlichen Finanzen zu entwickeln. Die Gewohnheit besteht darin, Geldzugänge konsequent in die verschiedenen Töpfe zu verteilen und dem Bedürfnis zu widerstehen, alles auf einmal für die aktuellen Wünsche (z. B. ein großer Urlaub) auszugeben.</p>
<p>Die Disziplin ist nötig, um ausnahmslos nur die Bestände aus den Töpfen zu entnehmen, die tatsächlich drin sind. Umlagern oder Umbuchen ist nicht. Wenn im Spaßkonto nur 300 Euro vorhanden sind und ein Wunsch besteht, einen Ferrari für 1.000 Euro für ein verlängertes Wochenende zu mieten, dann geht das im Moment einfach nicht.</p>
<p>Auf der anderen Seite. Wenn das Spaßkonto genügend Kapital hat, um einen spontanen Urlaub auf den Kanaren zu finanzieren, dann ist dies ohne Bedenken umsetzbar, da die anderen Konten die entsprechenden Bestände für deren Zwecke aufweisen. Die anderen Töpfe geben daher die Sicherheit, dass alles andere geregelt ist.</p>
<p>Ein weiterer Nutzen liegt darin, dass mit einer <strong>disziplinierten Investitionsquote von 10%</strong>, stetig Geld investiert wird. Eine Erhöhung des regelmäßigen Geldzuflusses (Beförderung, Jobwechsel), erhöht automatisch den absoluten Betrag des Investments, aber nicht den prozentualen Wert. Dies sind &#8211; wie gesagt Disziplin vorausgesetzt &#8211; sehr gute Bedingungen, um nach einigen Jahrzehnten die berühmte <a href="https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/geldanlage-wie-sie-mit-passivem-einkommen-finanzielle-freiheit-erreichen/100040441.html" target="_blank" rel="noopener">Finanzielle Freiheit</a> zu erreichen.</p>
<h2>Mehrkontenmodell: viele Varianten sind möglich</h2>
<p>Von dem ursprünglichen 5 oder 6 JARS Money Management System sind verschiedene Varianten entstanden: das 2 Kontenmodell als minimalste Umsetzung, das 3 Kontenmodell, das 4-Kontenmodell oder das 5 Kontenmodell sind in der Praxis in Anwendung.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Steuererklärung Online abgeben und im Durchschnitt <span style="color: #ff0000;">1.674 EUR</span> vom Finanzamt holen!</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/wiso2" target="_blank" rel="noopener"><br />
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=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/wiso2" target="_blank" rel="noopener">JETZT</a> mit dem Testsieger die Einkommensteuer machen*</span></p>
<hr />
</p>
<h3>2 Konten Modell</h3>
<p>Beim <strong>2 Konten Modell</strong> gibt es lediglich zwei Konten und somit nur eine Aufteilung: Konsum und Sparen.</p>
<p>Das <strong>Konsumkonto</strong> ist für alle Ausgaben zu verwenden, unabhängig von der Art der Mittelabflüsse (Miete, Kredite, Lebenshaltung, Versicherungen, Freizeit). Das <strong>Sparkonto</strong> nimmt eine feste Sparrate auf und hat nur den Zweck Vermögen zu sammeln. Damit der Sparbeitrag nicht nur auf einem Konto geparkt wird, ist dieses Konto sinnvollerweise noch zu unterteilen.</p>
<p>Die Untergruppe &#8222;Notgroschen&#8220; hält Geld für finanzielle Notlagen (z. B. Waschmaschine geht kaputt) bereit. Die Gruppe &#8222;Geldanlage&#8220; ist langfristig angelegtes Geld, das mit einer entsprechenden Verzinsung für später (z. B. Altersvorsorge, Immobilienkauf) gedacht ist.</p>
<p>Die prozentuale Aufteilung der Geldzuflüsse ist hier natürlich sehr einfach, sie wird lediglich von der (gewünschten) Sparrate bestimmt. Empfehlenswert sind je nach individueller Situation mindestens 10%.</p>
<h3>3 Konten Modell</h3>
<p>Dieses Modell ist schon etwas detaillierter wie das 2 Konten Modell. Es kommt ein <strong>drittes Konto</strong> hinzu und die Aufteilung lautet in dieser Variante:</p>
<ul>
<li>Alltagskonto</li>
<li>Spaßkonto</li>
<li>Sparkonto / Zukunftskonto</li>
</ul>
<p>Bei diesem <strong>3 Konten Modell</strong> kommt ein Spaßkonto hinzu, das sicherstellen soll, das der Fun-Faktor im Leben bei allen Sparanstrengungen nicht zu kurz kommt. Die monatlich fix aufgebuchten Beträge sind für <strong>Freizeitaktivitäten</strong> wie Konzerte, Kino, Parks, Restaurantbesuche u.ä. vorgesehen. Es stellt somit das aus der Kindheit bekannte Taschengeld dar, das &#8211; sofern noch verfügbar &#8211; bedenkenlos ausgegeben werden kann.</p>
<p>Die prozentuale Verteilung von Geldeingängen auf die drei Konten ist in der Praxis ebenfalls variantenreich. Bewährt haben sich 50% für das Alltagskonto, 30% für das Spaßkonto und 20% für das Sparkonto. Wer mit weniger &#8222;Spaß&#8220; auskommt und lieber mehr sparen will, kann auch eine 50-20-30-Verteilung vornehmen.</p>
<p>Je nach persönlicher Situation haben Anwender auch mit einer 70-20-10-Verteilung begonnen und passen die Prozentwerte regelmäßig an.</p>
<h3>4 Konten Modell</h3>
<p>Die nächste Variante stellt das <strong>4 Konten Modell</strong> dar. Hier wird das Sparkonto aufgeteilt in ein Anschaffungskonto und ein Zukunftskonto. Das Anschaffungskonto wird als Rücklagenkonto für geplante oder ungeplante Anschaffungen (z. B. Auto, Boot, Wohnung, Haus) verwendet. Der Zeithorizont ist hier kurz- bis mittelfristig.</p>
<p>Das Zukunftskonto hingegen dient der längerfristigen Ausrichtung und dient dem langfristigen Vermögensaufbau und der Altersvorsorge.</p>
<h2>Kontenmodelle: Praktische Umsetzungsfragen</h2>
<p>Wenn Sie keine Möglichkeit haben, <strong>6 verschiedene (kostenfreie) Bankkonten</strong> zu eröffnen oder Ihnen das zu aufwendig ist, kann das System auch mit einem Konto und einer parallelen Dokumentation (z.B. in Excel) durchgeführt werden. Hier ist dann nur wichtig, dass Disziplin beim Führen des Parallelsystems (Excel) an den Tag gelegt wird. Aktualität ist dann also wesentlich.</p>
<p>In der US-amerikanischen Community wird als Alternative die Eröffnung von <strong>6 verschiedenen Prepaid-Kreditkarten</strong> empfohlen. Diese werden bei Geldzuflüssen vorab mit Geld bebucht (prepaid), entsprechend den festgelegten Prozentsätzen, und dann für die Bezahlung von Ausgaben entsprechend verwendet.</p>
<p>Privatpersonen, deren Einkommen gerade so zum Leben reicht, wenden oft ein, dass sie keine Optionen haben, ihr Geld in verschiedene Töpfe aufzuteilen. Hier wird die praktische Empfehlung ausgesprochen, mit einem geringen monatlichen Betrag, notfalls auch nur 10 Euro, zu beginnen und diese Summe aufzuteilen. Im Folgemonate soll versucht werden, diesen Betrag zu verdoppeln oder erhöhen. Kommt ein Zusatzeinkommen (Lohnerhöhung, Nebenjob) hinzu, sollte der vollumfängliche Betrag aufgeteilt werden.</p>
<p>Der große Nutzen beim 6 Kontenmodellbesteht darin, eine Gewohnheit beim Managen der persönlichen Finanzen zu etablieren. Es wichtiger, die Systematik regelmäßig anzuwenden, als von Beginn an die (Ziel-) Prozentsätze einzuhalten oder hohe Summen zu jonglieren.</p>
<p>Die zu verwendenden <strong>Prozentsätze für jedes &#8222;Gefäß&#8220;</strong> sind übrigens nur Zielwerte. Natürlich ist es auch in Ordnung, abweichende Prozentwerte zu verwenden und diese im Laufe der Zeit an die persönliche Situation anzupassen. Natürlich sollte nicht im Januar 100 % &#8222;Spaßkonto&#8220; und im Februar 100 % &#8222;notwendige Ausgaben&#8220; zur Anwendung kommen. Das wäre ein Zeugnis, dass das Prinzip nicht verstanden wurde.</p>
<p>Ein praktischer <strong>Tipp für verschuldete Privatpersonen</strong> besteht darin, ein weiteres &#8222;Gefäß&#8220; (Konto) für die <strong>Zins- und Tilgungsleistungen</strong> einzurichten. Hier ist durch Zins- und Tilgungspläne in der Regel im Voraus bekannt, welche Zahlungen fließen müssen. Mithilfe dieser Information kann dann der notwendige Prozentsatz ermittelt werden.</p>
<p>Bei <strong>zusätzlichen Einnahmen (Lohnerhöhung)</strong> kann dieser ermittelte Prozentwert unverändert bleiben und der Mehrbetrag im Gefäß für Sondertilgungen (sofern vertraglich möglich) verwendet werden. Alternativ kann aber auch der Prozentwert angepasst werden, wenn nur ein fixer  absoluter Betrag für die Zins- und Tilgungszahlungen (Annuität) notwendig ist.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Apropos Schulden!</span> Es gibt ja hier zwei unterschiedliche Theorien: Die Verfechter der einen Seite propagieren, die Schulden so schnell wie möglich mit voller Kraft zurückzuzahlen. Die andere Seite argumentiert, dass parallel etwas Kapital zum Vermögensaufbau verwendet werden sollte &#8211; mit dem Nachteil, dass die Schuldentilgung länger läuft.</p>
<p>Auch bei Schulden sollte nach Ansicht der Entwickler der Kontenmodelle die Verteilung der Einnahmen erfolgen &#8211; ggfs. unter Verwendung eines eigenen Schulden-Kontos (siehe obiger Tipp). Nur soll könne sich eine lang andauernde Gewohnheit und Routine einstellen, die langfristig zum finanziellen Erfolg führen wird.<br />
<hr />
<p class="MuiTypography-root MuiTypography-h4 css-pmkpge" style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Erfahren Sie Ihre persönliche Monatsrate für Ihre Wunschkredit</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.awin1.com/cshow.php?s=2452332&amp;v=9351&amp;q=329381&amp;r=1322153" border="0" alt="cshow" title="Mit dem 5 Kontenmodell privates Geld sichern: das JARS Money Management System 7"></a><span style="font-size: 18pt;">=&gt; <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smava" target="_blank" rel="noopener">Jetzt</a> unverbindlich anfragen</span>*</p>
<hr />
</p>
<p>Ich persönlich würde die Entscheidung, welcher Theorie ich folge, auch von den Zinssätzen abhängig machen. Ein Schuldner, der <strong>10 % Zinsen</strong> zu berappen hat, sollte <strong>primär auf die Schuldentilgung</strong> gehen. Ist der Darlehenszins aus der Niedrigzinsphase bei 3 % und erzielt diese Person im Durchschnitt mit seinen Kapitalanlagen (Konto &#8222;Finanzielle Freiheit&#8220;) eine durchschnittliche Rendite von 5 %, dann macht es Sinn, nur das Notwendigste in das Darlehen zu stecken und das Finanzielle-Freiheit-Konto regelmäßig zu bedienen.</p>
<p>Ein letzter Praxistipp für das <strong>Konto &#8222;Finanzielle Freiheit&#8220;</strong>. Erträge aus der Anlage von Geldern auf diesem Konto können diszipliniert auf die verschiedenen Töpfe verteilt werden, um die Routine nicht zu durchbrechen. Für Personen, die ein entsprechendes Einkommen aufweisen und mit der Befüllung (und Entnahme) der übrigen Töpfe gut zurechtkommen, besteht auch die Option, die Kapitalerträge vollumfänglich zu reinvestieren. Dies wird den Kapitalaufbau beschleunigen und das Ziel der Finanziellen Freiheit somit sicherlich schneller erreichbar machen.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<div class="flex flex-grow flex-col gap-3">
<div class="min-h-[20px] flex items-start overflow-x-auto whitespace-pre-wrap break-words flex-col gap-4">
<div class="markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light">
<p>Die Liquidität von Privatpersonen ist ebenso wichtig wie für Unternehmen. Eine gutes Finanzmanagement ist entscheidend für den finanziellen Erfolg im Leben. Das JARS Money Management System (Kontenmodell) bietet eine effektive Möglichkeit, die Liquidität von Privatpersonen zu organisieren und zu erhöhen.</p>
<p>Mit dem Kontenmodell werden Geldzuflüsse auf sechs verschiedene &#8222;Gefäße&#8220; (Konten) verteilt, darunter Notwendige Ausgaben, Sparrate, Spaß-Ausgaben, Weiterbildung, Finanzielle Freiheit und Spenden. Jeder Geldzufluss wird in die jeweiligen Gefäße anhand des prozentualen Anteils verteilt. So entwickelt sich eine persönliche Gewohnheit beim Geldmanagement.</p>
<p>Das System kann &#8211; statt der historischen Glasgefäße &#8211; mit verschiedenen Konten oder Prepaid-Kreditkarten umgesetzt werden. Die entstehende Gewohnheit bei der Anwendung ist der Erfolgsfaktor dieses Systems. Anwender können mit kleinen Beträgen beginnen und sie nach und nach erhöhen. Das System kann auch bei Schulden modifiziert angewendet werden, indem ein eigenes Konto für die Zins- und Tilgungszahlungen mit eigenem Prozentsatz eingerichtet wird.</p>
</div>
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		<title>Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &#038; Gründer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 10:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Buchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Firmenkreidtkarte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftskonto]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftskonto eröffnen]]></category>
		<category><![CDATA[Girokonto]]></category>
		<category><![CDATA[Kontokorrent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beginn einer (nebenberuflichen) Selbstständigkeit mit ersten Einnahmen und Ausgaben wirft sehr schnell die Frage auf: Soll ich ein Geschäftskonto eröffnen? In manchen Fällen ist es für die unternehmerische Tätigkeit sinnvoll oder gar zwingend erforderlich. Das Angebot ist groß, nahezu&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beginn einer (nebenberuflichen) Selbstständigkeit mit ersten Einnahmen und Ausgaben wirft sehr schnell die Frage auf: Soll ich ein Geschäftskonto eröffnen? In manchen Fällen ist es für die unternehmerische Tätigkeit sinnvoll oder gar zwingend erforderlich.</p>
<p>Das Angebot ist groß, nahezu bei jeder Vorort-Bank und jedem Online-Kreditinstitut kann der Unternehmer ein Geschäftskonto eröffnen. Die optimale Auswahl des betrieblichen Kontos setzt etwas Vorbereitung voraus &#8211; Unterstützung liefert dieser Blogbeitrag. Viel Erfolg bei der Auswahl und bei der unternehmerischen Betätigung!</p>
<table class="alignleft">
<tbody>
<tr>
<td style="border-color: #01319d; background-color: #01319d;"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #ffffff; font-size: 18px;"> Das Wichtigste in Kürze</span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="color: #ffffff;">▶ ein Geschäftskonto ist oft sinnvoll, um private und betriebliche Finanzen sauber zu trennen, insbesondere aus steuerlichen Gründen</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ Einzelunternehmer können durchaus zu Beginn ein Privatkonto nutzen, sollten aber bei wachsendem Geschäftsvolumen auf ein separates Geschäftskonto umsteigen</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ Kapitalgesellschaften sind rechtlich verpflichtet, ein eigenes Geschäftskonto zu führen</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ bei der Auswahl des Geschäftskontos sind u.a. Aspekte wie Überziehungsmöglichkeiten, Bargeldhandhabung, Kreditkarten und die Kostenstruktur entscheidend</span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ eine sorgfältige Vorbereitung und Auswahl des Kontos erleichtert die Buchhaltung und sorgt für eine effiziente Abwicklung der Geschäftsvorfälle</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>

<h2>Was ist ein Geschäftskonto?</h2>
<p>Ein Geschäftskonto oder Kontokorrentkonto ermöglicht den <strong>Geld- und Zahlungsverkehr</strong> in Verbindung mit einer unternehmerischen Tätigkeit. Das geschäftliche Bankkonto bietet ähnliche Dienstleistungen wie ein Privatkonto, einschließlich Bar- und Banküberweisungen oder SEPA-Lastschriften. Je nach Bonität des Unternehmens kann ein Geschäftskonto auch über einen Kreditrahmen verfügen, der Kontokorrentkredit.</p>
<p>In der Regel stellt ein Geschäftskonto eine Schnittstelle zu den betrieblichen <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/buchhaltungssoftware/" target="_blank" rel="noopener">Buchhaltungsprogrammen</a> bereit, um die geschäftlichen Transaktionen automatisch in die Buchführungssoftware zu übergeben. Dort können die digitalen (betrieblichen) Bankbewegungen automatisiert verbucht und ausgewertet werden.</p>
<h2>Geschäftskonto oder Privatkonto</h2>
<p>Gerade bei Einzelunternehmern oder Selbstständigen stellt sich die Frage, ob ab einem gewissen Zeitpunkt ein geschäftliches Kontokorrentkonto für die Abwicklung der betrieblichen Geschäftsvorfälle notwendig ist. Viele (Einzel-) Unternehmer beginnen ihre unternehmerische Tätigkeit mit ersten Aus- und Einzahlungen auf dem privaten Girokonto.</p>
<hr />
<p><span style="color: #09b8d7;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1761 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Hinweis.png" alt="Icon Hinweis" width="50" height="50" title="Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &amp; Gründer 15"><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Hinweis</span></span></p>
<p><strong>Kapitalgesellschaften</strong> (z. B. GmbH, Aktiengesellschaft, Unternehmensgesellschaft, eingetragener Verein) werden als juristische Personen betrachtet und sind daher grundsätzlich <span style="text-decoration: underline;">nicht berechtigt</span>, ihre geschäftlichen Zahlungen über ein Privatkonto abzuwickeln. Darüber hinaus erfolgt die Gewinnermittlung über die Kapitalgesellschaft selbst, was die Erfordernis eines separaten Kontos weiter unterstreicht.</p>
<hr />
<p>Eine Vermengung von betrieblichen und privaten Zahlungen ist bei der (Mit-) Nutzung des Privatkontos unvermeidbar. Grundsätzlich ist diese Vorgehensweise machbar &#8211; wenn die betrieblichen Vorgänge sauber identifiziert werden können.</p>
<p>Aber irgendwann, wenn das Unternehmen und seine betriebliche Betätigung im Umfang steigen, wird es schwer, die Trennung zwischen privat und geschäftlich zu vollziehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-4078" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/08/Geschaeftskonto-Privatkonto.webp" alt="Geschäftskonto-Privatkonto" width="300" height="174" title="Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &amp; Gründer 16">Wird dann versehentlich eine betriebliche (steuerpflichtige) Einzahlung als private Bewegung eingestuft, wird es definitiv Probleme mit dem Finanzamt geben. Aber auch die Banken werden voraussichtlich irgendwann nicht (mehr) mitspielen.</p>
<p>Das private Girokonto ist meist subventioniert und mit weniger Gebühren belegt. Wenn es dann in erheblichem Umfang als Geschäftskonto &#8222;missbraucht&#8220; wird, ist ein Anruf des Bankberaters unvermeidlich, denn viele Banken untersagen in Ihren AGB die Nutzung von privaten Konten zu geschäftlichen Zwecken.</p>
<p>Auch die Mit-Nutzung eines offiziellen Geschäftskontos als Privatkonto ist unwirtschaftlich &#8211; diesmal aus Sicht des Unternehmers. Meist sind die Kosten für betriebliche Bewegungen auf dem Geschäftskonto teurer als auf einem privaten Girokonto. Nutzt ein Unternehmer also das geschäftliche Konto gleichzeitig als Privatkonto, treibt dies nur unnötig die Kosten (Gebühren pro Buchung) in die Höhe.</p>
<h2>Geschäftskonto mit Kontokorrentkredit</h2>
<p>Üblich und in den meisten Fälle sinnvoll ist auch die <strong>Überziehungsmöglichkeit</strong> eines Geschäftskontos. So hat der Unternehmer &#8211; analog zur Privatperson &#8211; die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe über das Geschäftskonto abzufedern.</p>
<p>Analog zu den privaten Girokonten ist diese Überziehung zwar praktikabel und bequem, aber auch teuer. Bei einer längeren Überziehung des Geschäftskontos sollte daher eine Umschulung in Betracht gezogen werden.</p>
<p>Wenn der Kontokorrentkredit beim Geschäftskonto gewünscht ist und ein Kreditinstitut mit entsprechendem Angebot gefunden wurde, sind Bonitätsnachweise unbedingt erforderlich. Besteht das Unternehmen schon einige Zeit, kann dies mittels Einkommensnachweisen oder betrieblichen Jahresabschlüssen erfolgen. Ist es ein neues Unternehmen, kann lediglich auf theoretische Wert beispielsweise aus einem Businessplan zurückgegriffen werden.</p>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &amp; Gründer 17"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>Auch wenn die Notwendigkeit und Inanspruchnahme eines<strong> betrieblichen Darlehens</strong> noch nicht gegeben ist: Wenn Sie ein Geschäftskonto eröffnen und später ein betrieblicher Kredit notwendig wird, ist es von Vorteil, diesen bei der Bank des ursprünglichen Kreditinstituts anzufragen.</p>
<p>Dort kann nämlich ganz einfach auf die Kundenhistorie des Kontokorrentkontos zurückgegriffen und die Bonität entsprechend eingeschätzt werden. Wenn Sie hier eine weiße Westen haben, ist das ein entscheidender Vorteil für die Kreditentscheidung (Thema Vertrauen).</p>
<p>Bietet das Kontokorrentkonto-Institut keine betriebliche Darlehen an, sind Sie gezwungen, die Bank zu wechseln oder eine Zweitbank zu suchen, bei der dann eben keine Historie vorliegt.</p>
<hr />
<h2>Geschäftskonto mit Bargeldeinzahlung</h2>
<p>Verursacht Ihr Geschäftsmodell intensiven <strong>Bargeldeinsatz</strong> (Ein- oder Ausgabenseite), sollten auch die Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten und Geldwechselangebote der Kreditinstitute im Fokus sein. Wer täglich viel Bargeld einnimmt, sollte einen kurzen und sicheren Weg zur Einzahlung der Geschäftseinnahmen bei der Bank haben. Da wird ein überregional tätiges Kreditinstitut genauso wenig praktikabel sein wie eine Online-Bank ohne Filialen.</p>
<p>Bargelderfahrene Banken können in der Regel auch praxistaugliche Tipps zur Erkennung von Falschgeld geben. Gerade wenn in Ihrem Geschäft höhere Geldbeträge in bar abgewickelt werden, ist dies ein Aspekt, der beim Projekt &#8222;Geschäftskonto eröffnen&#8220; relevant ist.</p>
<h2>Geschäftskonto mit Kreditkarte</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4077 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2024/08/Firmenkreditkarte.webp" alt="Firmenkreditkarte" width="300" height="198" title="Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &amp; Gründer 18">In der betrieblichen Praxis hat es sich bei den meisten Unternehmen bewährt, eine <strong>Firmen-Kreditkarte</strong> zu buchen &#8211; insbesondere, wenn (später) Reisetätigkeiten oder Online-Einkäufe anfallen. Daher sollte bei der Auswahl eines geeigneten Geschäftskontos auf die Verfügbarkeit und die anfallenden Kosten bei der Nutzung einer betrieblichen Kreditkarte geachtet werden.</p>
<p>Betriebliche Kreditkarten sind trotz ihres Unternehmensbezugs auf eine Person ausgestellt. Überlegen Sie daher, wer (Unternehmer, Außendienstmitarbeiter) als Karteninhaber in Frage kommt. Ebenfalls zu entscheiden ist, welcher finanzieller Verfügungsrahmen (pro Tag) für die Kreditkarte eingerichtet werden soll. Dieser sollte aus Sicherheitsgründen nicht zu hoch eingestellt sein und aus Gründen der Praktikabilität nicht zu niedrig &#8211; ein klassischer Zielkonflikt.</p>
<p>Bei mehreren Karten muss unter Umständen ein von der Bank eingeräumter Kreditrahmen auf die ausgestellten Kreditkarten verteilt werden.</p>
<p>Abschließend gilt noch zu prüfen, welche Sicherheitsverfahren für die Freigabe von Belastungen der Firmenkreditkarten angeboten werden. Bietet die Hausbank nur das vorgeschriebene Mindest-Verfahren an, oder stellen Sie sich auf eine höhere Stufe &#8211; zur Sicherheit des Unternehmens und seiner Zahlungen.</p>
<hr />
<p><span style="color: #09b8d7; font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Geschäftskonto eröffnen: Ein Ratgeber für Unternehmen, Selbstständige &amp; Gründer 17">Praxistipp</span></p>
<p>Sobald Firmenkreditkarten im Einsatz sind, empfehle ich die Anlage eines <strong>korrespondierenden Buchhaltungskontos</strong> (Verbindlichkeits- oder Kreditorenkontos), um die Belege eines jeden Bezahlvorgangs entsprechend zuordnen und verbuchen zu können. Andernfalls wird es ein ständiges Suchen und Umbuchen bei der buchhalterischen Abwicklung der (unterschiedlichen) Firmenkreditkarten.</p>
<hr />
<h2>Im Vorfeld die Kosten kalkulieren</h2>
<p>Bevor Sie ein Geschäftskonto eröffnen, sollten Sie unbedingt die zu erwartenden Kosten kalkulieren. Gerade bei geschäftlichen Konten hängen diese oft von diversen Faktoren ab, beispielsweise</p>
<ul>
<li>Anzahl der Überweisungen (analog oder digital)</li>
<li>Überziehungskosten</li>
<li>Rücklastschriften</li>
<li>Bargeldeinzahlungen oder -abhebungen</li>
<li>Bargeldwechsel</li>
<li>Auslandszahlungen (Aus- und Eingang)</li>
<li>Scheckeinreichung</li>
</ul>
<p>Schätzen Sie daher so gut wie möglich &#8211; auch mit einem optimistischen Blick in die Zukunft &#8211; die notwendigen Geschäftsvorfälle und die entstehenden Kosten ab. Es wäre durchaus denkbar, dass dann das verlockende Angebot einer Bank gar nicht mehr so verlockend ist &#8211; vielleicht nur noch aus Sicht der Bank.</p>
<h2>Geschäftskonto eröffnen: Was braucht man?</h2>
<p>Wenn Sie ein Geschäftskonto eröffnen möchten, erfordert dies einige (betriebliche) Unterlagen und Dokumente, um sicherzustellen, dass der Prozess beim auserwählten Kreditinstitut reibungslos abläuft. Folgende Dokumente müssen Sie ggfs. einzureichen oder dabeihaben:</p>
<ul>
<li>Personalausweis oder Reisepass (Nachweis der Identität für die gesetzlich vorgeschriebene Legitimationsprüfung)</li>
<li>Gewerbeanmeldung (betrieblicher Nachweis und Legitimation als Geschäftsinhaber, nicht notwendig bei Freiberuflern)</li>
<li>Gesellschaftsverträge (vertragliche Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern)</li>
<li>Handelsregisterauszug (Dokumentation der Unternehmensdetails bei eingetragenen Betrieben)</li>
<li>Steuernummer (Registrierungsnummer beim zuständigen Finanzamt)</li>
<li>Adressnachweis (ev. über einen Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag oder sonstige betriebliche Dokumente)</li>
<li>Bonitätsnachweise (Schufa-Auskunft oder Selbstauskunft, ggfs. holt die Bank diese mit Ihrer Zustimmung eigenständig ein).</li>
<li>Businessplan (insbesondere bei Startups)</li>
</ul>
<p>Die Liste der erforderlichen Dokumente können je nach Land und Bank variieren. Es ist daher ratsam, im Voraus mit dem Kreditinstitut zu sprechen, um genau zu erfahren, welche Unterlagen notwendig sind. Gute Vorbereitung hilft und liefert auch gleich einen guten Eindruck.</p>
<p>Bei den meisten Kreditinstituten ist inzwischen eine Online-Kontoeröffnung möglich; die jeweiligen Bank-Webseiten bieten entsprechende Antragsformulare oder Online-Formulare. Neukunden müssen sich in der Regel per <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Postident" target="_blank" rel="noopener">Postident</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Videoident" target="_blank" rel="noopener">Videoident</a> legitimieren.</p>
<h2>Geschäftskonto wechseln</h2>
<p>Erfolgt ein <strong>Wechsel des Geschäftskontos</strong>, sind die Aufwände zur Neuanmeldung in der Regel geringer. Sie können dann die (elektronischen) Kontoauszüge oder Bankkontoumsätze der neuen Bank zukommen lassen. Ggfs. kann das neue Kreditinstitut die Daten auch &#8211; mit Ihrer Zustimmung &#8211; vom alten Kreditinstitut einholen.</p>
<p>Über diesen Weg können Stammdaten abgefragt, einkommensrelevante Bewegungen und Überziehungsvolumina abgestimmt werden. Darüber hinaus bieten Banken im Falle eines Wechsel auch spezielle Services (auf Bankkosten) an, um den Umzug zu erleichtern. Ein gezieltes Nachfragen nach solchen Leistungen &#8211; bevorzugt im Rahmen der Anbahnungsgespräche &#8211; kann Vorteile für Unternehmen zu Tage fördern.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<div class="flex flex-grow flex-col max-w-full gap-3 gizmo:gap-0">
<div class="min-h-[20px] text-message flex flex-col items-start gap-3 whitespace-pre-wrap break-words [.text-message+&amp;]:mt-5 overflow-x-auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="6401e169-a9bf-42f6-ab9f-5b7a666515c1">
<div class="markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light">
<p>Insgesamt ist die Entscheidung für ein Geschäftskonto bei der Entwicklung einer (nebenberuflichen) Selbstständigkeit von großer Bedeutung. Es ermöglicht eine saubere Trennung zwischen betrieblichen und privaten Finanzen, was vor allem in steuerlicher Hinsicht essenziell ist.</p>
<p>Die Wahl des passenden Kontos erfordert jedoch Vorbereitung und Abwägung verschiedener Aspekte wie Überziehungsmöglichkeiten, Bargeldeinzahlungen, Kreditkartenoptionen und die erforderlichen Dokumente zur Kontoeröffnung.</p>
<p>Wenn Sie ein optimales Geschäftskonto eröffnen, erleichtert dies durch die Verbindung mit betrieblichen Programmen und automatisierte Transaktionsverarbeitung Ihre Buchhaltung. Ein Geschäftskonto ist keine bloße Ergänzung, sondern ein wichtiger Schritt, um eine klare finanzielle Struktur im unternehmerischen Alltag zu gewährleisten.</p>
<h2>Häufige Fragen (FAQ) Geschäftskonto eröffnen</h2>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wann ist ein Geschäftskonto erforderlich?</span></h3>
<p>Ein Geschäftskonto ist für Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH, AG) zwingend notwendig, da private Konten rechtlich nicht für geschäftliche Transaktionen genutzt werden dürfen. Auch Einzelunternehmer und Selbstständige profitieren ab einem gewissen Umsatzvolumen von der Trennung von privaten und betrieblichen Finanzen.</p>
<h3>Warum sollte ich ein Geschäftskonto eröffnen?</h3>
<p>Ein Geschäftskonto trennt private und geschäftliche Finanzen klar, was die Buchhaltung und Steuererklärung vereinfacht. Es bietet zudem spezifische Funktionen wie Kontokorrentkredite, Firmenkreditkarten und automatisierte Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen.</p>
<h3>Kann ich mein Privatkonto für geschäftliche Zwecke nutzen?</h3>
<p>Theoretisch können Einzelunternehmer ihr Privatkonto verwenden. Jedoch kann es rechtliche und steuerliche Probleme verursachen, wenn geschäftliche und private Zahlungen vermischt werden. Banken verbieten oft die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos in ihren AGB.</p>
<h3>Was braucht man, um ein Geschäftskonto zu eröffnen?</h3>
<p>Für die Eröffnung eines Geschäftskontos benötigen Sie meist einen Personalausweis, Gewerbeanmeldung, Gesellschaftsverträge (falls vorhanden) und bei Kapitalgesellschaften einen Handelsregisterauszug. Bonitätsnachweise und ein Businessplan sind bei Neugründungen oft ebenfalls erforderlich.</p>
<h3>Welche Vorteile bietet ein Geschäftskonto mit Kontokorrentkredit?</h3>
<p>Ein Kontokorrentkredit hilft, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Er ist flexibel nutzbar, aber auch teuer, wenn der Kreditrahmen langfristig in Anspruch genommen wird. Daher sollte eine Umschuldung in Betracht gezogen werden, wenn die Überziehung länger anhält.</p>
<h3>Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Geschäftskontos achten?</h3>
<p>Wichtige Faktoren sind die Kosten pro Transaktion, Überziehungszinsen, Bargeldeinzahlungsoptionen, Verfügbarkeit von Firmenkreditkarten und die Integration in Ihre Buchhaltungssoftware. Achten Sie auch auf mögliche Gebühren für Bargeldtransaktionen und Auslandsgeschäfte.</p>
<h3>Ist ein Geschäftskonto für nebenberuflich Selbstständige sinnvoll?</h3>
<p>Auch nebenberuflich Selbstständige profitieren von einem Geschäftskonto, da es die Trennung von privatem und geschäftlichem Geldfluss erleichtert. Dies kann Steuerprobleme verhindern und sorgt für eine klarere Finanzübersicht.</p>
<h3>Was kostet ein Geschäftskonto?</h3>
<p>Die Kosten eines Geschäftskontos variieren je nach Anbieter und umfassen meist monatliche Kontoführungsgebühren, Gebühren pro Transaktion, Überziehungszinsen und ggf. Zusatzkosten für Kreditkarten oder Bargeldeinzahlungen. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist daher ratsam.</p>
<h3>Kann ich das Geschäftskonto wechseln?</h3>
<p>Ja, ein Wechsel des Geschäftskontos ist möglich und oft unkompliziert. Einige Banken bieten spezielle Services an, um den Wechsel zu erleichtern, z.B. die automatische Übernahme von Stammdaten oder die Übermittlung der Kontoauszüge vom alten Kreditinstitut.</p>
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		<title>Liquidität im Unternehmen &#8211; von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2023 18:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[Datenverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Externe Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzbuchhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Finanzierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsprüfung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre finanziellen Verpflichtungen Monat für Monat zu erfüllen. Der Spielraum bei Engpässen ist nicht sonderlich groß &#8211; oftmals nur wenige Wochen. Die eigene Liquidität jederzeit zu tracken ist dabei eine anspruchsvolle Aufgabe für die&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/">Liquidität im Unternehmen &#8211; von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre finanziellen Verpflichtungen Monat für Monat zu erfüllen. Der Spielraum bei Engpässen ist nicht sonderlich groß &#8211; oftmals nur wenige Wochen. Die eigene Liquidität jederzeit zu tracken ist dabei eine anspruchsvolle Aufgabe für die (Finanz-) Chefs in den Betrieben. Der folgende Blog-Beitrag erläutert den Begriff der &#8222;Liquidität&#8220;, die Möglichkeiten der Berechnung und die betriebswirtschaftlichen Grundsätze zu diesen Begriff und deren Bedeutung in der Unternehmenswelt.</p>
<table class="alignleft">
<tbody>
<tr>
<td style="border-color: #01319d; background-color: #01319d; text-align: left;"><span style="color: #ffffff;"> <span style="font-family: arial black, sans-serif; font-size: 18px;">Das Wichtigste in Kürze</span></span></p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="color: #ffffff;">▶ <span class="vertex-ai-llm-prompt-response-text-area ng-star-inserted"><span class="ai-markdown-artifact-renderer ng-star-inserted">Liquidität ist für Unternehmen überlebenswichtig und muss kontinuierlich überwacht werden</span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ <span class="vertex-ai-llm-prompt-response-text-area ng-star-inserted"><span class="ai-markdown-artifact-renderer ng-star-inserted">Kennzahlen wie der Liquiditätsgrad geben Auskunft über die kurzfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens</span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ <span class="vertex-ai-llm-prompt-response-text-area ng-star-inserted"><span class="ai-markdown-artifact-renderer ng-star-inserted">Factoring kann die Liquidität verbessern, indem Forderungen vorzeitig in liquide Mittel umgewandelt werden</span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ <span class="vertex-ai-llm-prompt-response-text-area ng-star-inserted"><span class="ai-markdown-artifact-renderer ng-star-inserted">Lieferantenkredite und kurzfristige Bankkredite sind gängige Instrumente zur kurzfristigen Liquiditätssicherung</span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;">▶ <span class="vertex-ai-llm-prompt-response-text-area ng-star-inserted"><span class="ai-markdown-artifact-renderer ng-star-inserted">Eine strategische Liquiditätsplanung ermöglicht es Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen und langfristig finanziell stabil zu bleiben</span></span></span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>

<h2>Definition Liquidität &#8211; einfach erklärt!</h2>
<p>Der Begriff &#8222;Liquidität&#8220; ist in der Unternehmenswelt ein oft gehörter Ausdruck; meist mit bedrohlichen Assoziationen, wenn es um Insolvenzen oder Unternehmenszusammenbrüche geht. Diese Verknüpfung ist auch nachvollziehbar &#8211; eine Vielzahl an Unternehmenspleiten ist auf mangelnde Liquidität zurückzuführen.</p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2127 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/07/Definition2.png" alt="Icon Definition" width="50" height="50" title="Liquidität im Unternehmen - von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss 26"></span><span style="font-family: arial black, sans-serif;"><span style="color: #09b8d7;">Definition Liquidität</span></span></p>
<p>Liquidität bezieht sich nach offizieller Definition auf die <strong>Fähigkeit</strong> eines Unternehmens, seine <strong>Schulden und Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen</strong>, indem es über ausreichend liquide Mittel verfügt. Hat ein Unternehmen eine &#8222;<em><strong>hohe Liquidität </strong>(liquide)</em>&#8222;, kann es alle seine Rechnungen fristgerecht bezahlen. Hat es eine &#8222;<strong>niedrige Liquidität</strong> (<em>nicht liquide)</em>&#8222;, stockt der Zahlungsfluss an Lieferanten und Dienstleister, es werden Zahlungen verspätet oder nicht geleistet und Mahnungen finden sich haufenweise in den Briefkästen der Unternehmen.</p>
<p>Eine zweite Bedeutung des Begriffs &#8222;Liquidität&#8220; bezieht sich auf die <strong>Eigenschaften von Vermögensobjekten</strong>, zur <strong>Rückumwandlung in (liquides) Geld</strong>. Der vertrautere Begriff lautet &#8222;Liquidierbarkeit&#8220; von Vermögensgegenständen. Der Bestand auf einem betrieblichen Geldmarktkonto hat eine höhere Liquidität (Liquidierbarkeit) als das Firmengrundstück.</p>
<hr />
<p>Nachfolgend ein paar Beispielsätze aus den Chefetagen und Finanzabteilungen, die den Begriff &#8222;<strong>Liquidität</strong>&#8220; verwenden:</p>
<ul>
<li>&#8222;Das Unternehmen hat eine deutlich zu geringe Liquidität; es drohen finanzielle Schwierigkeiten&#8220;</li>
<li>&#8222;Alle Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität des Unternehmens sind leider verpufft.&#8220;</li>
<li>Die Liquidität ist hoch, wir konnten nicht nur alle Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen, sondern auch skontierbare Rechnungen frühzeitig unter Inanspruchnahme des Skontos bezahlen.&#8220;</li>
<li>Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr so hoch, dass wir mehrere Sondertilgungen bei unseren Bankdarlehen leisten konnten.&#8220;</li>
</ul>
<h2>Liquidität berechnen &#8211; wie geht das?</h2>
<p>Bei der Berechnung der Liquidität geht es grundsätzlich darum, die (rechnerische) <strong>Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens</strong> zu ermitteln. Dazu werden vereinfacht gesagt die Bestände an liquiden Mitteln (kurzfristig verfügbar) ins Verhältnis zu den Beständen an kurzfristigen Verbindlichkeiten (kurzfristig zu zahlen) gesetzt.</p>
<p>Da es bedeutsam ist, für die anstehenden Zahlungsverpflichtungen mindestens in gleicher Höhe liquide Mittel zur Verfügung zu haben, sollte dieses Verhältnis 1:1 sein. Dies entspräche einer Verhältniszahl von 1,0 oder 100%.</p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Liquidität im Unternehmen - von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss 27"></span><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel</span></p>
<p>Die Immergen Ugkohle GmbH hat für die kommenden Wochen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 12.000 EUR. Auf dem Bankkonten stehen 8.000 EUR, auf dem Geldmarktkonto 3.000 EUR und in der Kasse 1.000 an liquiden Mitteln zu Verfügung.</p>
<p>Die Berechnung der Liquidität als Verhältniskennzahl ergibt:</p>
<p><strong>Bestände an liquiden Mitteln (kurzfristig verfügbar):</strong><br />
8.000 EUR (Bank) + 3.000 EUR (Geldmarkt) + 1.000 EUR (Kasse) = 12.000 EUR</p>
<p><strong>Beständen an kurzfristigen Verbindlichkeiten (kurzfristig zu zahlen)</strong>: 12.000 EUR</p>
<p>Ergebnis: Das Unternehmen hat eine berechnete Liquidität von 1,0 (12.000 : 12.000) und kann seine kurzfristigen Verbindlichkeiten somit erfüllen. Die Verwendung der Bestände auf dem Bankkonto, dem Geldmarktkonto und in der Kasse reichen aus, um die Verbindlichkeiten zu begleichen.</p>
<hr />
<p>Neben dieser relativ einfach und rudimentär zu errechnenden Liquiditätskennzahl gibt es weitere Kennzahlen, die tiefer in die Analyse gehen und weitere Bestände und Verpflichtungen heranziehen. Somit soll eine aussagekräftigere Bewertung erreicht werden.</p>
<h2>Liquiditätskennzahlen: Liquiditätsgrade 1, 2 und 3</h2>
<p>In der betriebswirtschaftlichen Ausbildung kommen alle Lernbegierigen zwangsläufig auf die Liquiditätskennzahlen in Form der Liquiditätsgrade. Hier versucht der wissenschaftliche Ansatz, in verschiedenen Stufen das Verhältnis zwischen (liquiden) Mitteln des Unternehmens und Zahlungsverpflichtungen zu setzen. Dabei wird mit Zunahme des Grades tiefer in die Zahlen des Unternehmens vorgedrungen.</p>
<h3>Liquiditätsgrad 1 (Barliquidität, Liquidität 1. Grades)</h3>
<p>Hier steht der Fokus auf der kurzfristigen Betrachtung. Die <span style="text-decoration: underline;">s<strong>ofort</strong></span><strong> vorhandenen Mittel</strong> werden ins Verhältnis zu den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen gesetzt. Unter sofort vorhandene Mittel fallen beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Kassenbestand</li>
<li>Kontokorrentbestand</li>
<li>Geldmarkt- und Tagesgeldbestand</li>
</ul>
<p>Bei den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen sind solche zusammenzufassen, die innerhalb eines Jahres zahlungspflichtig werden, dies sind beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen</li>
<li>Pflichten aus Miet- und Leasingverträgen</li>
<li>Darlehensverpflichtungen</li>
<li>Steuerschulden</li>
</ul>
<hr />
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<hr />

<p>Auch wenn hier ein Ergebnis der Verhältniszahl &#8222;flüssige Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten&#8220; von 1 (=100%) optimal wäre, so wird dies in der Praxis meist nie erreicht. Gut sind daher Werte von 20% oder drüber. Alles, was drunter liegt, sollte eine genauere Analyse und ggfs. Maßnahmen nach sich ziehen.</p>
<h3>Liquiditätsgrad 2 (Einzugsliquidität, Liquidität 2. Grades)</h3>
<p>In der nächsten Stufe werden nicht nur die sofort vorhandenen Mittel, sondern auch die etwas <strong>aufwändiger liquidierbaren Bestände</strong> mit einberechnet. Hier geht es um den Gedanken &#8222;wenn schon die sofort vorhandenen Mittel nicht zur Deckung der Verbindlichkeiten ausreichen, wie sieht es dann aus, wenn noch andere Bestände (Forderungen, Wertgegenstände) zu Geld gemacht werden?&#8220;.</p>
<p>Zu den liquiden Mitteln werden also noch die kurzfristigen Forderungen und (sofern vorhanden) Wertpapiere hinzugerechnet, bevor sie ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gesetzt werden. Unter kurzfristige Forderungen fallen beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Forderungen gegenüber Kunden (sofern nicht langfristig)</li>
<li>kurzfristige Ausleihungen</li>
<li>Steuerforderungen</li>
</ul>
<p>Bei diesem Grad sollte dann der Wert 1 (=100%) erreicht werden. Denn wenn es nicht ausreicht, alle kurzfristigen Verbindlichkeiten mit den kurzfristig (liquidierbaren) Beständen abzudecken, ist die Gefahr groß, dass ein Liquiditätsengpass vor der Unternehmenstüre steht.</p>
<h3>Liquiditätsgrad 3 (Umsatzbedingte Liquidität, Liquidität 3. Grades)</h3>
<p>In der dritten und letzten Stufe werden sofort vorhandene Mittel, kurzfristigen Forderungen und (sofern vorhanden) Wertpapiere <span style="text-decoration: underline;">und </span><strong>Vorräte (Lagerbestände)</strong> herangezogen; also das gesamte Umlaufvermögen eines Unternehmens. Hier ist also der Ansatz, dass alle liquidierbaren Bestände ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gesetzt werden.</p>
<p>Bei dieser Ermittlung bleibt das Anlagevermögen außer Ansatz, da im Normalfall niemand davon ausgeht, dass ein Unternehmen an sein Tafelsilber (Assest) gehen sollte, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken. Und falls doch, steht dieses Unternehmen vor anderen finanziellen Problemen.</p>
<p>In dieser Stufe sollte der Zielwert deutlich über 1 (100%) liegen; in Allgemeinen wird hier ein Wert von 2 (200%) als optimal angesehen.</p>
<h2>Liquiditätsengpass kann Unternehmen bedrohen</h2>
<p>Das positive an Liquiditätskennzahlen wie den verschiedenen Liquiditätsgraden ist, dass dort der folgende Grundgedanke für Liquidität fest verankert ist:</p>
<blockquote><p>Jedes Unternehmen muss in der Lage sein, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten begleichen zu können.</p></blockquote>
<p>Das negative daran ist, dass eine Berechnung der Grade nach Vorliegen einer Bilanz oder eines Jahresabschlusses natürlich viel zu spät ist. Da die Kurzfristigkeit im Fokus steht, müssen die jeweiligen Bestände (Mittel und Verbindlichkeiten) auch zeitnah und aktuell betrachtet werden.</p>
<p>Welche Hilfsmittel müssen also herangezogen werden, um regelmäßig und kurzfristig Aussagen zur Liquidität eines Unternehmens treffen zu können? Kein Unternehmer wird daher um ein internes Liquiditätsmanagement in Form einer (rollierenden) Finanz- und Liquiditätsplanung herumkommen.</p>
<p>Das <strong>Dilemma</strong> ist natürlich: Wenn es im Unternehmen gut läuft, ist eine kurzfristige Liquiditätsplanung nicht so dringend nötig. Liquide Mittel sind ausreichend vorhanden und kurzfristige Verbindlichkeiten werden einfach beglichen.<br />
<hr />
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</span></p>
<hr />
</p>
<p>Läuft es hingegen schlecht oder schlechter im Unternehmen, sei es, weil Geldzuflüsse abebben oder Geldabflüsse zunehmen (oder beides in Kombination), wird der Ruf nach einer aussagekräftigen Liquiditätsplanung lauter. Doch meist ist es in einer solchen Zeit sehr hektisch und turbulent; für den Aufbau einer schnell unterstützenden Planungsrechnung ist es dann oft schon zu spät.</p>
<p><strong>Liquiditätsengpässe</strong> sind normal und kommen bei zahlreichen Unternehmen in den verschiedenen Entwicklungsstufen vor; außer vielleicht bei Google und Apple. Der Eintritt eines solchen Engpasses ist daher kein finanzieller Beinbruch. Die Kunst ist es nur, darauf vorbereitet zu sein und frühzeitig Hinweise auf diese Situation zu erhalten, um dann wirksame Maßnahmen zu ergreifen.</p>
<h2>Liquidität vor Rentabilität &#8211; ein Grundsatz!</h2>
<p>Die Bedeutung der Liquidität für Unternehmen hat sich in den bisherigen Kapiteln deutlich gezeigt. Was hat es nun mit dem Grundsatz &#8222;<strong>Liquidität vor Rentabilität</strong>&#8220; auf sich? Die Rentabilität (Wirtschaftlichkeit) eines Unternehmens ist doch für Alle von Nutzen; warum ist dann die Liquidität der Rentabilität vorzuziehen?</p>
<p>Der Grund ist einfach: Die Gefahr einer niedrigen Liquidität ist für Unternehmen deutlich größer (Zahlungsunfähigkeit, Insolvenz) als die einer niedrigen Rentabilität. Auch unter den Aspekt, dass der Zeitraum bis zu einer negativen Konsequenz bei der niedrigen Liquidität deutlich kürzer ist als bei der Rentabilität.</p>
<p>Eine schlechte Liquidität mit folgender Zahlungsunfähigkeit führt bereits nach 3 Wochen zu einer Insolvenzanmeldepflicht gem. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__15a.html" target="_blank" rel="noopener">§ 15a InsO</a>. Eine schlechte Rendite eines Unternehmens wird auch keine Jubelstürme nach sich ziehen; aber die Zeit bis zu einer Konsequenz (meist Unmut bei den Eigentümern) ist deutlich länger und hat somit mehr Zeit und Optionen.</p>
<p>Sehen wir uns den Zielkonflikt zwischen Liquidität und Rentabilität und die möglichen Folgen bei einem Beispiel an.</p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Liquidität im Unternehmen - von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss 27"></span><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel</span></p>
<p>Der Unternehmer Bob Baumeister, der ein Bauunternehmen führt, hat einen Großauftrag zur Erstellung eines Wohngebäude-Komplexes erhalten. Für die notwenigen 300.000 Ziegelsteine sind 300.000 EUR in sein Angebot geflossen.</p>
<p>Bob hat, als das Bauprojekt die Ziegelsteine benötigt, das ursprüngliche Angebot vom örtlichen Ziegelstein-Lieferanten herausgezogen und nochmals nachverhandelt (immer gut für die Rendite!). Dieser hat im zwei Optionen angeboten.</p>
<p><strong>Variante 1</strong>: Abnahme von jeweils 100.000 Ziegelsteinen im Abstand von jeweils 2 Monaten. Preis wie bisher 1 EUR pro Stein. Anteilig zahlbar bei jeder Abnahme in der jeweiligen Höhe (100.000 Ziegelsteine = 100.000 EUR).</p>
<p><strong>Variante 2</strong>: sofortige Abnahme und Bezahlung aller 300.000 Ziegelsteine. Dafür kostet ein Stein nur 0,90 EUR statt 1,00 EUR.</p>
<p>Der Renditevorteil von 30.000 EUR (300.000 Ziegelsteine für 0,10 EUR günstiger einkaufen) war für Bob der ausschlaggebende Punkt, um Variante 2 zu wählen. Lagerplatz war auf der Baustelle genügend vorhanden; also sagte sich Bob &#8222;jo, wir schaffen das!&#8220;.</p>
<p>Was Bob nicht einkalkuliert hatte. Die sofortige Zahlung der 270.000 EUR (300.000 Ziegelsteine für 0,90 EUR pro Stein) hat seine Liquidität so schnell und kurzfristig verschlechtert, dass er seinen anderen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte.</p>
<hr />
<p>Hätte Bob den Grundsatz &#8222;Liquidität vor Rentabilität&#8220; befolgt, wäre ihm der Gang zum Insolvenz-Anwaltsbüro Für-die-die-es-nicht-geschafft-haben GmbH erspart geblieben.</p>
<p>Nun ist zugegeben dieses Beispiel sehr eindeutig und das Unheil für Bob war (für uns) vorhersehbar. In der Praxis ist es nicht der eine Auftrag, deren Optionen so deutlich zu einer Schieflage hinsichtlich der Liquidität führen.</p>
<p>Es sind die Vielzahl an Faktoren und Parameter über eine bestimmte Zeitspanne, die in der Summe zu liquiditätstechnischen Problemen führen. Wichtig ist, den Grundsatz &#8222;Liquidität vor Rentabilität&#8220; zu kennen und bei den täglichen Unternehmensentscheidungen im Hinterkopf zu behalten.<br />
<hr />
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<hr />
</p>
<h2>Liquidität erhöhen: Mittel und Wege</h2>
<p>Die Möglichkeiten, im Unternehmen die Liquidität zu erhöhen sind vielfältig und abhängig von der individuellen Situation des jeweiligen Unternehmens. Nachfolgend finden Sie einige Standard-Maßnahmen, um Ihre Liquidität zu verbessern:</p>
<ul>
<li>Verkürzung der kundenseitigen Zahlungsziele</li>
<li>Vereinbarung von Skonto bei kundenseitigen Zahlungszielen</li>
<li>frühzeitige Rechnungsstellung</li>
<li>überfällige Forderungen konsequent eintreiben (Inkasso)</li>
<li>Forderungsverkauf</li>
<li>Verkauf von nicht benötigtem Anlagevermögen</li>
<li>Reduzierung der Lagerbestände (Rohstoffe, Fertigteile)</li>
<li>Verlängerung der lieferantenseitigen Zahlungsziele</li>
<li>Inanspruchnahme von Netto-Zahlungszielen bei Lieferungen (keine Skontierung)</li>
<li>Nutzung von Leasing statt Kauf</li>
<li>Ausweitung von kurzfristigen Kreditlinien (Kontokorrent, Darlehen)</li>
<li>Senkung der allgemeinen Unternehmenskosten (Einsparprogramme, Outsourcing)</li>
<li>Erhöhung des Umsatzes (mehr Absatz und/oder höhere Preise)</li>
<li>Buchführung auf tagesaktuellen Stand bringen (Transparenz)</li>
</ul>
<p>Eine simple aber effektive Möglichkeit, die Liquidität einer Privatperson &#8211; ob Angestellter oder Unternehmer &#8211; zu managen, zeigt der Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/" target="_blank" rel="noopener">Mit dem Kontenmodell Liquidität privat sichern: das JARS Money Management System</a>&#8222;.</p>
<h2>Liquiditätsüberschuss &#8211; auf Dauer auch nicht gut?!</h2>
<p>Nun könnte man meinen, es wäre für Unternehmen von Vorteil, die Liquidität aus Sicherheitsgründen dauerhaft so hoch wie nur irgendwie möglich zu halten. Somit könnten jederzeit alle Verpflichtungen erfüllt werden und es droht hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit nie ein Risiko. Eine (unnötig) hohe Liquidität kann jedoch für Betriebe auch von Nachteil sein.</p>
<p>Ist ein Großteil der vorhandenen Mittel in liquiden Beständen vorhanden, kann das Unternehmen die <strong>Chance verpassen, diese Mittel für notwendige Investitionen</strong> zu nutzen, die zukünftig wieder überlebenswichtige Geldmittelzuflüsse erzeugen. Mit der Liquidität ist es wie mit den Schiffen; es ist sicherer, diese im Hafen zu belassen, aber dafür sind sie nicht gebaut und dafür bringen sie auch keinen Ertrag.</p>
<p>Hohe Liquiditätsbestände können außerdem anfällig für den <strong>Wertverlust durch Inflation</strong> sein. Wenn die Inflation die Kaufkraft des Geldes verringert, kann dies zu einer Verringerung des realen Wertes der liquiden Mittel führen.  Unternehmen mit hohen Zahlungsmittelbeständen könnten langfristig Kaufkraftverluste erleiden, wenn sie zu lange hohe Liquiditätsbestände halten.</p>
<p>Ein längerfristig hoher Liquiditätsbestand kann für Außenstehende ein <strong>negatives Signal senden</strong>. Es könnte den Eindruck erwecken, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist, sein Kapital effektiv zu nutzen oder dass das Management seine zukunftsorientierten (Finanz-) Aufgaben nicht ordnungsgemäß ausführt.</p>
<p>Höhe Liquiditätsbestände führen unter Umständen dazu, dass die freigesetzten Mittel der <strong>steuerlichen Erfassung</strong> unterliegen. Bei investierten Mitteln stehen entsprechende Ausgaben dagegen, die eine Versteuerung in die Zukunft verlagern.</p>
<p>Eine zu hohe Liquidität könnte das Management dazu verleiten, <strong>riskantere Investitionen</strong> oder <strong>Geschäftsentscheidungen</strong> zu treffen, um das Geld scheinbar gewinnbringend einzusetzen (schnell unter die Business-Leute bringen). Dies könnte zu voreiligen Handlungen führen, die langfristig negative Auswirkungen für das Unternehmen haben könnten (der berühmte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fear_of_missing_out" target="_blank" rel="noopener">FOMO-Effekt</a>).</p>
<p>Hohe (freie) Zahlungsmittelbestände lassen den Schluss zu, dass <strong>kurz- oder mittelfristige Kapitalanlageformen</strong> nicht in Anspruch genommen wurden, was wiederum zu einer niedrigen Rendite führt. Freie Zahlungsmittelbestände sind in den allermeisten Fällen mit niedrigen Zinserträgen verbunden als alternative Anlageformen auf den Kapitalmärkten.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Die Liquidität eines Unternehmens bezieht sich auf seine Fähigkeit, <a href="https://www.schuldenanalyse-kostenlos.de/c/liquiditaet/" target="_blank" rel="noopener" class="broken_link">Schulden und Verpflichtungen</a> fristgerecht zu erfüllen, indem es über ausreichend liquide Mittel verfügt. Eine hohe Liquidität ermöglicht es einem Unternehmen, alle Rechnungen pünktlich zu bezahlen, während eine niedrige Liquidität zu verzögerten oder ausbleibenden Zahlungen führt.</p>
<p>Die Berechnung der Liquidität beinhaltet das Verhältnis von liquiden Mitteln zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Es ist wichtig, genügend liquide Mittel zur Verfügung zu haben, um Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Es gibt verschiedene Liquiditätskennzahlen, wie die Liquiditätsgrade 1, 2 und 3, die weiter in die Analyse von Beständen und Verpflichtungen eingehen.</p>
<p>Es gilt der Grundsatz, dass Liquidität vor Rentabilität geht, da die Folgen von Liquiditätsproblemen schwerwiegender sind als die einer niedrigen Rentabilität.</p>
<p>Unternehmen können ihre Liquidität verbessern, indem sie beispielsweise Maßnahmen wie die Verkürzung von Zahlungszielen, das Eintreiben überfälliger Forderungen oder den Verkauf von nicht benötigtem Anlagevermögen ergreifen.</p>
<p>Allerdings kann ein zu hoher Liquiditätsbestand auch Nachteile haben, wie das Versäumen von Investitionsmöglichkeiten oder die Gefahr des Wertverlusts durch Inflation.</p>
<p>Übrigens, zum Thema Liquidität können Kongress-Vorträge gehalten werden. Was ein Business-Partner von mir hierzu erlebt hat und was ich aus der überraschenden Liquiditäts-Situation gemacht hätte, lesen Sie im Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/" target="_blank" rel="noopener">Sicherung der Liquidität – schnell mal was dazu erzählen!</a>&#8222;.</p>
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Was wird unter Liquidität verstanden?</h3>
<p>Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Schulden und Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, indem es über ausreichend liquide Mittel verfügt.</p>
<h3>Was ist Liquidität Beispiel?</h3>
<p>Hat ein Unternehmen eine &#8222;hohe Liquidität (liquide)&#8220;, kann es alle seine Rechnungen fristgerecht bezahlen. Hat es eine &#8222;niedrige Liquidität (nicht liquide)&#8220;, stockt der Zahlungsfluss an Lieferanten und Dienstleister. Liquide Mittel können Bargeldbestände, Geldmarktbestände, Schecks, Sichteinlagen, (kurzfristig veräußerbare) Wertpapiere sein.</p>
<h3>Was ist Liquidität im Unternehmen?</h3>
<p>Die Liquidität eines Unternehmens beschreibt seine Fähigkeit, jederzeit sämtlichen Zahlungsverpflichtungen vollständig erfüllen zu können. Das erfordert, dass die Einzahlungen stets mindestens gleich hoch sind wie die Auszahlungen.</p>
<h3>Was zählt alles zur Liquidität?</h3>
<p>Zum liquiden Vermögen zählen jene Vermögenswerte, die entweder sofort verfügbar sind oder in absehbarer Zeit in Bargeld umgewandelt werden können.</p>
<h3>Ist eine hohe Liquidität gut?</h3>
<p>Wenn ein Unternehmen überschüssige Mittel in liquider Form über einen längeren Zeitraum hält, könnte es die Möglichkeit verpassen, diese Mittel gewinnbringend zu investieren. Zudem könnten Investoren eine zu hohe Liquidität als Zeichen von ineffizienter Kapitalallokation oder mangelnden Wachstumschancen interpretieren, was das Vertrauen in das Unternehmen beeinträchtigen könnte.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/">Liquidität im Unternehmen &#8211; von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</title>
		<link>https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2023 19:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Absatz]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/?p=1563</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Krass; welch unerwartete Stress-Situation“, das war mein erster Gedanke. Der Gesprächspartner meines letzten Business-Meetings hatte mir zuvor von einer besonderen Situation erzählt, die er erlebt hatte. Er besuchte eine Vortragsveranstaltung, ein Vortragsredner zum Thema „Sicherung der Liquidität“ war ausgefallen und&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/">Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Krass; welch unerwartete Stress-Situation“, das war mein erster Gedanke. Der Gesprächspartner meines letzten Business-Meetings hatte mir zuvor von einer besonderen Situation erzählt, die er erlebt hatte. Er besuchte eine Vortragsveranstaltung, ein Vortragsredner zum Thema „<strong>Sicherung der Liquidität</strong>“ war ausgefallen und die Veranstaltungsleitung kam in Hektik und Nervosität zu ihm: „<em>Können Sie bitte für den verhinderten Redner einzuspringen und etwas dazu erzählen?!</em>“</p>
<p>Ad hoc, ohne Vorbereitung, ohne Skript, in 5 Minuten geht’s los. Er hat die Herausforderung angenommen und zugesagt – welch unerwartete Stress-Situation!</p>
<p>Nachdem er mir bei unserem Treffen davon erzählt hatte, inklusive dem schlussendlichen erfolgreichen Ausgang der Adrenalin-Situation, habe ich mich gefragt, was ich in der Situation getan hätte. Auf der einen Seite hörte ich schon die ängstliche Du-kannst-Dich-nur-blamieren-Stimme in meinem Kopf; auf der anderen Seite findet Wachstum bekanntlich außerhalb der Komfortzone statt.</p>
<p>Meine 30-jährige Erfahrung in der Betriebswirtschaft hätte mir grundsätzlich genug Stoff gegeben, um hier etwas Liquiditätssicherndes beitragen zu können. Ich denke also, der Reiz hätte auch bei mir gewonnen und ich wäre mit feuchten Händen und dem leicht drückenden Gefühl &#8211; nach Verlassen der Komfortzone &#8211; zum Rednerpult gegangen. Aber ich musste mich ja nicht entscheiden.</p>
<p>Die nächste Überlegung war, welche Inhalte ich in den knappen 5 Minuten Vorbereitungszeit zu dem sehr weitläufigen Thema „Sicherung der Liquidität“ skizziert hätte. Die schnöden Vor- und Nachteile von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Factoring" target="_blank" rel="noopener">Factoring</a> oder von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sale-Lease-Back" target="_blank" rel="noopener">Sale-and-lease-back</a> gepaart mit Schwierigkeiten bei der <a href="https://www.haufe.de/finance/haufe-finance-office-premium/eigenkapital-ausgestaltungsformen-und-aufgaben-der-eige-2-moeglichkeiten-der-eigenkapitalbeschaffung_idesk_PI20354_HI1627418.html" target="_blank" rel="noopener">Eigen</a>&#8211; und <a href="https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/finanzierungsbedarf-ermitteln/fremdfinanzierung/" target="_blank" rel="noopener">Fremdkapitalbeschaffung</a> sind ja bis zum finanziellen Erbrechen auf Kongressen durchgekaut worden.</p>
<p>Wobei ja eigentlich erst Durchkauen und dann Erbrechen kommt?! Diese ausgelutschten Themen wirft man selbst mit 5-Minuten-Stress-Vorbereitung zahlenden Kongressbesuchern nicht vor. Ich denke, mein Ansatz wäre gewesen, die Liquiditätssicherung mal ganz vorne in der Kette zu betrachten. Statt Vortrag ist nun aus meinen pesönlichen Gedankenspielen der nachfolgende Blogbeitrag zum Finanzthema „Sicherung der Liquidität“ entstanden.</p>

<h2>Liquidität vor Rentabilität</h2>
<p>Abgedroschen, aber ebenso eingehämmert ist unter den Betriebswirten der Grundsatz „<strong>Liquidität geht vor Rentabilität</strong>“. Liquidität ist per <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener">Definition</a> die &#8222;Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, jederzeit seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht und betragsgenau erfüllen zu können&#8220; – also auf gut deutsch „stets flüssig“ zu sein. Lesen Sie hierzu auch den eigenen Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität im Unternehmen – von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss</a>&#8222;.</p>
<p>Die beste und zugleich einfachste Möglichkeit, die Liquidität zu sichern, besteht darin, den <strong>Geldzufluss aus der operativen Tätigkeit</strong> zu verwenden. Ist diese Quelle versiegt, weil keine Aufträge oder keine Kunden vorhanden sind, brauchen wir uns nicht über Sicherung der Liquidität, sondern über Liquidierung des betroffenen Unternehmens unterhalten.</p>
<h2>Ist ausnahmslos ALLES fakturiert?</h2>
<p>Die erste Frage, die man sich zum Thema Sicherung der Liquidität stellen sollte, lautet daher: Sind für ausnahmslos <strong>alle fakturierbaren Geschäftsvorfälle</strong> entsprechende Ausgangsrechnungen erstellt und pünktlich zugestellt worden? Gerade bei kleineren Betrieben, die in der operativen Tätigkeit ertrinken und zugleich keinen kaufmännischen Daumen haben, liegen die fertigen Aufträge wochen- oder monatelang herum. Irgendwann erbarmt sich der meist mitarbeitende Ehepartner dann zur Fakturierung – oftmals war das zur Sicherung der Liquidität zu spät.</p>
<p>Eine bedeutsame Frage ist auch, ob die Ausgangsrechnungen wunschgemäß zugestellt wurden. Kunden haben verständlicherweise ihre eigenen Prozesse, um Eingangsrechnungen zu bearbeiten. Da gibt es den technisch versierten Kunden, der ein Upload-Portal hat oder den digital versierten Kunden, der eine automatisch verarbeitende E-Mail-Adresse hat oder den analogen Kunden, der eine Papierrechnung an die Postfachadresse wünscht. Bedarfsgerechte Kunden-Stammdaten sind hier elementar.<br />
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<h2>Fokus auf teilfertige Aufträge</h2>
<p>Nicht nur die fertigen Aufträge können &#8211; wenn sie fakturiert sind &#8211; einen Beitrag zur Sicherung der Liquidität leisten. Auch die <strong>teilfertigen Aufträge</strong> können zur Sicherung beisteuern. Dann nämlich, wenn sie mit Fokus und Nachdruck (Multitasking ist nachweislich ineffizient) fertiggestellt werden. Der Unternehmer tut gut daran, die fast fertigen &#8222;<em>Baustellen</em>&#8220; abzuschließen, damit die Rechnungen an den Kunden gehen können.</p>
<p>Lassen sich die Aufträge nicht fertigstellen und liegen die Gründe hierfür auf Seiten des Kunden, könnte eine Liquiditätssicherungsmaßnahme darin bestehen, eine außertourliche Abschlags-Rechnung zu verhandeln.</p>
<h2>Vorhersage des Zuflusszeitpunkts</h2>
<p>Auch wenn alle Vorgänge fakturiert und die Rechnungen zuverlässig zugestellt sind, gehört zur Sicherung der Liquidität die Fähigkeit, jederzeit und möglichst genau eine <strong>Vorhersage der Geldzugänge</strong> abgeben zu können. Die betrieblichen Systeme müssen in der Lage sein, die Frage zu beantworten, wann, wer, wieviel bezahlen wird. Wurde eine Nettofälligkeit vereinbart, kann die Prognose über den Zufluss des Rechnungsbetrags recht gut erfolgen. Wurden Skontofristen eingeräumt, besteht ein höherer Grad an Unsicherheit &#8211; zumindest über den Zeitpunkt des Geldeingangs.</p>
<p>In beiden Fällen müssen diese Rahmenbedingungen zuerst dem Kunden bekannt sein (auf der Rechnung gut sichtbar aufgedruckt?) und in die Auswertungssysteme (Finanzbuchhaltung, ERP-System) mit zuverlässiger Datenqualität übergeben worden sein. Ist lediglich der Vertreter der steuerberatenden Berufe Herr dieser Daten, wird es schwer, die Geldzugänge jederzeit vorhersagen zu können.</p>
<h2>Mahnwesen optimieren</h2>
<p>Die Vorhersage von Zahlungseingängen kann noch so gut sein; oftmals wird sie am Kundenverhalten scheitern. Dann nämlich, wenn der Kunde ein Verhalten &#8211; die pünktliche Zahlung seiner Verbindlichkeiten &#8211; unterlässt. Dann kommt das <strong>Mahnwesen</strong> &#8211; sofern vorhanden und einsatzbereit &#8211; zum Einsatz. Auch hier können Maßnahmen zur <strong>Optimierung des Prozesses</strong> die Sicherung der Liquidität unterstützen.</p>
<p>In der digitalen Zeit können individuell und freundlich formulierte Mahn-E-Mails automatisiert versendet werden und zumindest die Debitoren, die wegen Schusseligkeit ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, zur Zahlung animiert werden.</p>
<h2>Thema Datenqualität</h2>
<p>Natürlich müssen auch die systemseitig verwendeten Zahlungsbedingungen korrekt sein. Wenn standardgemäß eine Woche als Zahlungsfrist ermittelt und aufgedruckt ist, mit dem Kunden aber 4 Wochen vereinbart wurden, ist es nicht verwunderlich, wenn die Liquidität frühestens in 4 Wochen auf dem Konto für Entlastung sorgt und somit bis dahin keinen zuverlässigen Beitrag zur Sicherung der Liquidität leistet.</p>
<p>Sind diese Grundlagen erfüllt, können aber auch nachträgliche <strong>Änderungen von Zahlungsbedingungen</strong> zu Stockungen beim Geldzufluss führen. Verhandelt ein großer Kunde neue – natürlich dann längere – Zahlungsbedingungen, muss auch prozesstechnisch gewährleistet sein, dass diese liquiditätsrelevante Information in den Berechnungssystemen ankommt und dann zutreffend Anwendung findet.</p>
<p>Gar mancher Unternehmer mag in Ermangelung einer Berichtigung von geänderten Zahlungsbedingungen noch einige Zeit „falsch“ fakturiert haben.</p>
<h2>Zahlungsausfälle &#8211; soll&#8217;s auch geben?!</h2>
<p>Liegen nun alle Daten in der entsprechenden Qualität vor, stellt sich die Frage, ob <strong>Zahlungsausfälle</strong> bei allen Überlegungen auch einkalkuliert wurden. Es wird wenig Unternehmen geben, die über einen längeren Zeitpunkt all die fakturierten Beträge als Zahlungseingang verbuchen können. Im Rahmen der <strong>Pauschalwertberichtigung</strong> wird in der Regel ein konstanter Wert (0,5 % – 1 %) bei der Bilanzierung zum Abzug gebracht; erfolgt dies auch bei der Liquiditätsvorausschau?</p>
<p>Ein pauschaler, geringfügiger Ausfall von 0,5 bis 1,0 Prozent wird bei der Frage der Sicherung der Liquidität nicht entscheidend sein. Was aber ist mit den Aufträgen, bei denen sich Zahlungs-Ungemach ankündigt, weil der Kunde vehement reklamiert oder selbst in finanziellen Schwierigkeiten ist? Finden diese nicht unwesentlichen Informationen bei der Liquiditätsvorausschau Berücksichtigung? Oder gaukelt die Finanzbuchhaltung dem Unternehmer trotz widriger Umstände noch einen 100%-Zahlungseingang vor?</p>
<h2>Liquidität kann auch schmelzen</h2>
<p>Auch wenn kein Zahlungsausfall droht, sollte sich der vorsichtige Kaufmann die Frage stellen, ob der Geldeingang vollumfänglich zur Sicherung der Liquidität erhalten bleibt. Die Tatsache, dass eine enthaltene Umsatzsteuer in der Regel zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt abzuführen ist, wird den meisten Unternehmern bekannt und bewusst sein.</p>
<p>Aber möglicherweise führen betriebsindividuelle Besonderheiten wie Abführungsverpflichtung im Rahmen von Lizenz- oder Provisionsvereinbarungen dazu, dass zumindest gedanklich die Liquiditätszugang anteilig zusammenschmilzt. Oder aber stillschweigende oder geduldete Stundungen können wieder zum Leben erwecken und Zahlungseingänge wieder schmelzen lassen.</p>
<p>Da ist es natürlich äußerst ungut, wenn der Liquiditätszuwachs &#8211; der bald schmelzen wird &#8211; fest für andere Ausgaben eingeplant wurde.<br />
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</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Ohne auf moderne oder bankintensive Instrumente zur Sicherung der Liquidität zurückgreifen zu müssen, gibt es auch ganz zu Beginn des Liquiditätsprozesses ausreichende Möglichkeiten, die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen zu optimieren. Es muss daher nicht immer der große Sprung sein, um bei der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität</a> etwas zu erreichen.</p>
<p>Oftmals sind es die einfachen Dinge, die viel bewirken können. Und mit diesen einfachen Schritten ließe sich sicherlich auch ein ungeplanter Spontan-Vortrag auf einem Kongress befüllen &#8211; ohne unerwartete Stress-Situation.</p>
<p>Eine simple aber effektive Möglichkeit, die Liquidität einer Privatperson &#8211; ob Angestellter oder Unternehmer &#8211; zu managen, zeigt der Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/" target="_blank" rel="noopener">Mit dem Kontenmodell Liquidität privat sichern: das JARS Money Management System</a>&#8222;.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/">Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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