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	<title>Produktion &#8211; Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</title>
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	<description>Blog-Seite zu betriebswirtschaftlichen Themen in der praktischen Anwendung</description>
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	<title>Produktion &#8211; Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</title>
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		<title>Permanente Inventur &#8211; Vorteile dieses Inventurverfahrens im Unternehmen nutzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2024 11:49:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Inventur ist für viele Unternehmen und die Mitarbeiter ein notwendiges und lästiges Übel: Sie kostet Zeit, Geld und führt oft zu Betriebsunterbrechungen. Doch es gibt eine Alternative zur herkömmlichen Stichtagsinventur, die nicht nur diese Nachteile minimiert, sondern auch erhebliche&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/permanente-inventur-vorteile/">Permanente Inventur &#8211; Vorteile dieses Inventurverfahrens im Unternehmen nutzen</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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							<content:encoded><![CDATA[<p>Die Inventur ist für viele Unternehmen und die Mitarbeiter ein notwendiges und lästiges Übel: Sie kostet Zeit, Geld und führt oft zu Betriebsunterbrechungen. Doch es gibt eine Alternative zur herkömmlichen Stichtagsinventur, die nicht nur diese Nachteile minimiert, sondern auch erhebliche Vorteile bieten kann – die permanente Inventur.</p>
<p>Dieses Inventurvereinfachungsverfahren erlaubt es Unternehmen, die Bestandsaufnahme flexibler und effizienter zu gestalten. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die permanente Inventur funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche konkreten Vorteile sie Ihrem Unternehmen bringen kann. Damit Ihre nächste Inventur nicht lästig, sondern effizient und wirkungsvoll ist.</p>

<h2>Was ist eine permanente Inventur (Definition)?</h2>
<hr />
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2127 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/07/Definition2.png" alt="Icon Definition" width="50" height="50" title="Permanente Inventur - Vorteile dieses Inventurverfahrens im Unternehmen nutzen 4"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Definition</span></p>
<p>Die <strong>permanente Inventur</strong> zählt im Handelsrecht zu den <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__241.html" target="_blank" rel="noopener">vereinfachten Inventurverfahren</a>; anwendende Unternehmen können also damit die lästige körperliche Bestandsaufnahme einfacher gestalten. Die Bestände werden hierbei einmal im Jahr &#8211; nicht zwangsläufig zum Inventurstichtag &#8211; erfasst, indem sie wie üblich gezählt, gemessen und gewogen werden. Für verschiedene Warengruppen können sogar verschiedene Termine verwendet werden.</p>
<p>Die für den Jahresabschluss erforderlichen Bestände zum Stichtag werden dann &#8211; ausgehend vom erfassten Bestand &#8211; durch Fortschreibung ermittelt. Die permanente Inventur ist daher eine fortlaufende Inventur.</p>
<hr />
<p>Die <strong>Besonderheit</strong> besteht dabei in zwei Punkten:</p>
<ul>
<li>der <strong>Zeitpunkt</strong> der körperlichen Bestandsaufnahme kann von den Betrieben frei gewählt werden, beispielsweise auch zum Mittwoch, den 15.05.2024</li>
<li>Bestandsveränderungen nach der Aufnahme (Zu- und Abgänge) werden über das elektronische <strong>Lagerbuch</strong> fortgeschrieben</li>
</ul>
<p>Die Voraussetzungen und Bedingungen für die Durchführung einer permanenten Inventur sind anspruchsvoll. Dieses Inventurvereinfachungsverfahren kann nur mithilfe eines Warenwirtschaftssystems oder einer effizienten Lagerbuchhaltung realisiert werden.</p>
<hr />
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-1762 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Tipp.png" alt="Icon Tipp" width="50" height="50" title="Permanente Inventur - Vorteile dieses Inventurverfahrens im Unternehmen nutzen 5"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Praxistipp</span></p>
<p>Da der Zeitpunkt die körperliche Aufnahme im Rahmen der permanenten Inventur frei bestimmt werden kann, können Sie einen Termin wählen, bei dem die <strong>Läger einen niedrigen Bestand</strong> haben. Dies kann nach einem Abverkauf, nach der Produktion eines Großauftrags und vor einer Saison-Belieferung sein.</p>
<hr />
<p>Darüber hinaus ist laut Definition die permanente Inventur nicht für alle Warengruppen und Vorräte zulässig. <strong>Ausgeschlossen</strong> ist diese Inventurvereinfachung:</p>
<ul>
<li>bei <strong>wertvollen</strong> Gegenständen und Waren</li>
<li>bei Beständen mit (üblichen) unvorhersehbaren <strong>Verlusten</strong>, wie zum Beispiel durch Schwund, Verdunstung, Verderb oder Zerbrechlichkeit</li>
</ul>
<p>Hier gibt es aber keine fixen Obergrenzen oder Prozentwerte &#8211; wie so oft kommt es auf den Einzelfall an. Unternehmer sind in jedem Fall gut beraten, hier Nachweise und Datenmaterial in der Schublade zu haben, um einen Betriebsprüfer darlegen zu können, wie hoch beispielsweise die Verluste sind und im welchem Rahmen das stattfindet.</p>
<h2>Permanente Inventur &#8211; diese (gesetzlichen) Voraussetzungen müssen erfüllt sein</h2>
<p>Die permanente Inventur wird nur anerkannt, wenn Unternehmen bestimmte <strong>Voraussetzungen</strong> erfüllen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Bestände <strong>jederzeit aktuell</strong> sein müssen, um die prüfenden Blicke einer Betriebsprüfung standhalten zu können. Nur dann können sie am Ende des Wirtschaftsjahres ohne erneutes Zählen, Messen und Wiegen in die Bilanz übernommen werden.</p>
<hr />
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Permanente Inventur - Vorteile dieses Inventurverfahrens im Unternehmen nutzen 6"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Beispiel</span></p>
<p>Das Produktionsunternehmen Inven TUI möchte als Inventurvereinfachungsverfahren die permanente Inventur nutzen. Die Fortschreibung der Bestände im ERP-System erfolgt prozessbedingt immer zum Quartalsende; dies soll auch bei Anwendung der Inventurvereinfachung so beibehalten werden.</p>
<p>Da die Bestände durch die verzögerte Fortschreibung &#8211; auch wenn die körperliche Erfassung zum gewählten Stichtag einwandfrei war &#8211; nicht jederzeit aktuell sind, ist die Haupt-Voraussetzungen für die permanente Inventur nicht erfüllt.</p>
<hr />
<p>Vereinfachung und mehr Flexibilität bei der körperlichen Inventur werden mit diesem Verfahren nur gewährt, wenn die Unternehmen die strengen Anforderungen an die laufende Bestandsfortschreibung erfüllen. Die permanente Inventur ist <strong>nur dann erlaubt</strong>, wenn die Betriebe</p>
<ul>
<li>ein qualifiziertes und dokumentierendes Lagerbuch (ERP-System) für alle Zu- und Abgänge vorweisen,</li>
<li>die Daten der Lagerbuchhaltung korrekt und zeitnah erfassen,</li>
<li>die elektronischen Bestände auf dem neuesten Stand halten,</li>
<li>Zu- und Abgänge einzeln nach Tag, Art und Menge auflisten,</li>
<li>die dazugehörigen Belege und Nachweise zwei Jahre aufbewahren,</li>
<li>mindestens einmal im Jahr eine ordnungsgemäße körperliche Inventur durchführen, um Ist- und Buchbestände abzugleichen,</li>
<li>Inventurdifferenzen dokumentiert verbuchen,</li>
<li>das Fortschreiben der Bestände durch unregelmäßige und dokumentierte Überprüfungen (Einzel-Inventur einzelner Teil-Bestände) prüfen,</li>
<li>Stichprobenverfahren nicht zum Einsatz kommen,</li>
<li>Inventurprotokolle und -dokumentationen zehn Jahre aufbewahren.</li>
</ul>
<h2>Permanente Inventur: Vorteile in der Praxis</h2>
<p>Sind Unternehmen in der EDV gut aufgestellt und erfüllen die gesetzlichen Voraussetzungen für die permanente Inventur, sollten sie dieses Inventurvereinfachungsverfahren in Betracht ziehen. Besonders in Bezug auf die <strong>Kosten</strong> überwiegen die Vorteile klar die Nachteile.</p>
<p>Die permanente Inventur gewährt den Unternehmen laut Definition größtmögliche unternehmerische Freiheit. Sie haben die <strong>Flexibilität</strong>, die körperliche Inventur nach eigenem Zeitplan durchzuführen und können einzelne Posten sowie Warengruppen zu unterschiedlichen Terminen erfassen. Der übliche Zeitdruck entfällt, da die Bestandsaufnahme nicht – wie bei der zeitnahen Stichtagsinventur – unmittelbar rund um den Bilanzstichtag erfolgen muss.</p>
<p>Diese Flexibilität ist ein wesentlicher Grund, warum viele Unternehmen die permanente Inventur trotz der hohen gesetzlichen Anforderungen nutzen. Nachfolgend werden die Vorteile nochmals aufgeführt:</p>
<ul>
<li>körperliche Bestandsaufnahme zu festgelegten Zeitpunkten</li>
<li>keine oder nur geringe Störungen des Ablaufs (Stillstände, Schließungen) während der Inventur</li>
<li>bessere Qualität der Aufnahme durch weniger (Zeit-) Druck</li>
<li>EDV-gesteuerte Automatisierung der Buchungen sind möglich</li>
<li>optimale Planbarkeit des Personaleinsatzes für die Bestandsaufnahme</li>
<li>geringere Inventurkosten (z.B. weil keine externen Hilfskräfte nötig sind)</li>
<li>durch die permanente Inventur fallen (schleichende) Inventurdifferenzen schneller auf</li>
<li>zuverlässige und genaue Informationen zu den Lagerbeständen für das Management</li>
</ul>
<h2>Kein Licht ohne Schatten: Nachteile der permanenten Inventur</h2>
<p>Die permanente Inventur bietet zweifelsohne zahlreiche Vorteile für Unternehmen, es müssen aber auch die potenziellen Nachteile betrachtet werden. Einer der Hauptnachteile liegt in den insgesamt <strong>höheren Kosten</strong>, die mit der permanenten Inventur und seinen technischen Anforderungen verbunden sind. Durch den regelmäßigen Buchungs-Prozess können sich Personalkosten erhöhen und zusätzliche qualifizierte Ressourcen gebunden werden.</p>
<p>Ein weiterer Nachteil ist eine mögliche <strong>erhöhte Fehleranfälligkeit</strong> im Vergleich zur Stichtagsinventur. Da die permanente Inventur kontinuierlich und im routinierten Tagesgeschäft erfolgt, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit von Fehlern oder Unstimmigkeiten. Dies kann zu falschen Lagerbeständen führen und letztendlich die Genauigkeit der Bestandsaufnahme beeinträchtigen. Die Prozesse in der Warenwirtschaft müssen zweifellos einwandfrei funktionieren.</p>
<p>Zudem kann die permanente Inventur auch zu einer <strong>höheren Belastung der Mitarbeiter</strong> führen. Der fortlaufende Inventurprozess erfordert eine konstante Überwachung und Kontrolle, was zusätzlichen, regelmäßigen Druck auf das Personal ausüben kann.</p>
<p>Es ist daher wichtig, die Vor- und Nachteile der permanenten Inventur sorgfältig abzuwägen und individuell zu entscheiden, welches Inventursystem am besten zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt.</p>
<h2>Andere Inventurverfahren in der Praxis</h2>
<p>Abhängig von der Branche und der Art der Güter kommen unterschiedliche <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/inventur-leitfaden/" target="_blank" rel="noopener">Inventurverfahren</a> zur Bestandserfassung in Betracht. Obwohl die permanente Inventur einige Vorteile bietet, ist sie nicht für alle Unternehmen und für alle Fälle anwendbar.</p>
<p>Ein bekanntes Verfahren ist die <strong>Stichprobeninventur</strong>, bei der nur bestimmte Teile des Bestands überprüft werden, um auf Basis dieser Daten den Gesamtbestand zu schätzen. Dies kann zeitsparend sein, erfordert jedoch eine genaue Planung und Durchführung.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit ist die die <strong>zeitnahe Stichtagsinventur</strong> und die <strong>zeitverschobene Inventur</strong>, auch vor- oder nachgelagerte Inventur genannt. Diese beiden Verfahren bieten Unternehmen eine gewisse zeitliche Flexibilität bei der Bestandsaufnahme, jedoch deutlich weniger als die permanente Inventur.</p>
<p>Die zeitnahe Stichtagsinventur erlaubt eine Frist von zehn Tagen vor oder nach dem Bilanzstichtag. Die zeitverschobene Inventur gewährt einen Zeitraum von drei Monaten vor oder zwei Monaten nach dem Bilanzstichtag. Unternehmen müssen die ermittelten Bestände dann entsprechend auf den Stichtag fortschreiben oder zurückrechnen</p>
<p>Für Unternehmen gilt es, alle Inventurverfahren zu kennen und im Hinblick auf betriebsbedingte Besonderheiten und technische Infrastruktur abzuwägen. Ziel muss es sein, einen guten Mix zu finden und die Verfahren auszuwählen, die den Unternehmen eine höchstmögliche Effizienz und Genauigkeit zusichern. Bei allen Überlegungen müssen jedoch auch die Anforderungen und Erwartungen der Steuerbehörden ins Kalkül gezogen werden.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Die permanente Inventur ist eine attraktive Option für Unternehmen, die bei der Pflichtübung &#8222;Inventur&#8220; Flexibilität und Effizienz suchen. Durch die Möglichkeit, den Zeitpunkt der körperlichen Bestandsaufnahme frei zu wählen, lassen sich Inventurprozesse optimal planen und Abläufe im Betrieb nur minimal stören.</p>
<p>Zudem ermöglicht die fortlaufende Erfassung und Fortschreibung der Bestände eine höhere Genauigkeit und eine zeitnahe Anpassung an aktuelle Lagerbestände. Unternehmen, die die technischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllen, können von reduzierten Inventurkosten und einer verbesserten Planbarkeit profitieren.</p>
<p>Allerdings ist dieses Verfahren mit erhöhten Anforderungen an die EDV und das Personal verbunden und birgt unter Umständen das Risiko einer höheren Fehleranfälligkeit. Es ist daher entscheidend, die individuellen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen des Unternehmens sorgfältig zu prüfen, um zu entscheiden, ob die permanente Inventur die beste Wahl ist. Trotz ihrer zahlreichen Vorteile ist sie nicht für alle Warengruppen und Betriebssituationen geeignet.</p>
<p>Unternehmen sollten daher auch alternative Inventurverfahren in Betracht ziehen, um einen effizienten und genauen Bestandsabgleich sicherzustellen.</p>
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		<title>Betriebswirtschaft &#8211; was ist das?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2023 15:33:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Controlling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Begriff &#8222;Betriebswirtschaft&#8220; ist im arbeitstäglichen Umfeld häufig zu hören. Unternehmensberater kippen diesen Ausdruck facettenreich in jeden Report, Steuerberater informieren ihre Mandanten mit &#8222;Betriebswirtschaftlichen Auswertungen&#8220;, ein Studiengang ist mit dem Zusatz &#8222;-lehre&#8220; im Umlauf und unternehmerische Maßnahmen werden als &#8222;betriebswirtschaftliche&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/betriebswirtschaft-was-ist-das/">Betriebswirtschaft &#8211; was ist das?</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff &#8222;Betriebswirtschaft&#8220; ist im arbeitstäglichen Umfeld häufig zu hören. Unternehmensberater kippen diesen Ausdruck facettenreich in jeden Report, Steuerberater informieren ihre Mandanten mit &#8222;Betriebswirtschaftlichen Auswertungen&#8220;, ein Studiengang ist mit dem Zusatz &#8222;-lehre&#8220; im Umlauf und unternehmerische Maßnahmen werden als &#8222;betriebswirtschaftliche sinnvoll&#8220; eingestuft.</p>
<p>Doch was versteht man unter dem Begriff &#8222;Betriebswirtschaft&#8220; im praktischen Kontext eigentlich? Die nachfolgenden Zeilen bringen Ihnen den Begriff näher &#8211; getreu dem betriebswirtschaftlichen Grundsatz: Unter effizientem Einsatz des Faktors Arbeit (Zeit).</p>

<h2>Betriebswirtschaft &#8211; was versteht man darunter?</h2>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2127 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/07/Definition2.png" alt="Icon Definition" width="50" height="50" title="Betriebswirtschaft - was ist das? 14"><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;">Definition &#8222;Betriebswirtschaft&#8220;</span><span style="font-family: arial black, sans-serif; color: #09b8d7;"><br />
</span></p>
<p>Die Betriebswirtschaft beschäftigt sich &#8211; nach der hochtrabenden Definition &#8211; mit der Organisation und Steuerung von Unternehmen. Verständlicher ausgedrückt: Es geht um den Aufbau und die Führung von meist gewinnorientierten Betrieben.</p>
<hr />
<p>Dabei blickt die Betriebswirtschaft nicht nur nach innen &#8211; auf das eigene Unternehmen. In der Betriebswirtschaftslehre werden auch <strong>externe Faktoren</strong> wie beispielsweise Absatzmärkte und Kundenbedürfnisse wissenschaftlich analysiert.</p>
<p>Ein wesentlicher Grundsatz der Betriebswirtschaft ist im sogenannten &#8222;<strong>ökonomischen Prinzip&#8220;</strong> verankert. Dieses besagt, dass begrenzt vorhandene Ressourcen (Material, Mitarbeiter, Energie, Betriebsflächen) in der Betriebswirtschaft ökonomisch eingesetzt werden (müssen), damit ein effizienter und verwertbarer Output (Produkte, Dienstleistungen, Waren) entsteht.</p>
<p>Das ökonomische Prinzip ist dabei aber nicht nur in der Betriebswirtschaft beheimatet. Private Haushalte (Privatwirtschaft) und ganze Länder (Volkswirtschaften) müssen sich auf Grund der Knappheit der Ressourcen auf ein ökonomisch ausgerichtetes Handeln einstellen.</p>
<h2>Wo kommt Betriebswirtschaft in Unternehmen zum Einsatz?</h2>
<p>Zu den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre gehört es, <strong>betriebliche Prozesse</strong> zu planen, zu steuern und zu optimieren. Die BWL unterstützt beispielsweise Unternehmensleiter dabei, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensziel" target="_blank" rel="noopener"><strong>Betriebsziele</strong></a> festzulegen und umzusetzen, die <strong>Leistungsprozesse</strong> (Produktion) zu gestalten und zu steuern und betriebswirtschaftliche <strong>Entscheidungen</strong> bezüglich des (knappen) Ressourceneinsatzes herbeizuführen.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Exkurs: Betriebliche Prozesse</span></p>
<p>Ein <strong>betrieblicher Prozess</strong> ist eine Abfolge von (unternehmerischen) Aktivitäten, die in einem Betrieb durchgeführt werden, um ein bestimmtes Ziel (Output) zu erreichen.</p>
<hr />
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1760 alignleft" src="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/wp-content/uploads/2023/05/Beispiel.png" alt="Icon Beispiel" width="50" height="50" title="Betriebswirtschaft - was ist das? 15"></span><span style="font-family: arial black, sans-serif;"><span style="color: #09b8d7;">Prozesse</span></span></p>
<p>Ein unternehmerischer Prozess ist beispielsweise die Herstellung eines materiellen Produkts oder die Erbringung einer Dienstleistung. Auch Unterstützungsprozesse wie die Bearbeitung einer Eingangsrechnung in der Finanzbuchhaltung können betriebliche Prozesse darstellen.</p>
<hr />
<p>Der Herstellungsprozess umfasst dabei alle Schritte vom Bestelleingang, über den Wareneingang der Rohstoffe bis zum Ausgang des fertigen Produkts oder der erbrachten Dienstleistung. Ein optimierter betrieblicher Prozess kann dazu beitragen, Zeit und Ressourcen zu sparen, Kosten zu senken, die Qualität zu verbessern und schließlich den Erfolg des Unternehmens zu erhöhen.</p>
<p>Die Betriebswirtschaft bietet Organisationen eine Vielzahl von weiteren<strong> Instrumenten und Methoden</strong>, um Entscheidungen auf Basis von Fakten und Daten zu treffen. So können z.B. Kostenstrukturen analysiert und optimiert werden, um das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen.</p>
<p>Beispiele sind die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lean_Management" target="_blank" rel="noopener">Lean-Management-Methoden</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Six_Sigma" target="_blank" rel="noopener">Six-Sigma-Ansätze</a>, die Betrieben helfen, Verschwendung zu minimieren und die Qualität zu erhöhen.</p>
<h2>Betriebswirtschaft (BWL) auf Englisch</h2>
<p>Die Betriebswirtschaft und seine Lehre kommen selbstverständlich nicht nur in deutschen Unternehmen und Organisationen zur Anwendung; der Ausdruck Betriebswirtschaft ist international und hat daher auch in anderen Sprachen eine eigene Vokabel. Im Englischen ist dann von &#8222;business adminstration&#8220;, &#8222;business economics&#8220; oder &#8222;business managment&#8220; die Rede; etwas facettenreicher als der schnöde deutsche Begriff.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;"><strong>Fährt Ihr Stromanbieter immer noch mit den hohen Strompreisen?</strong></span> <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/check24strom" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.awin1.com/cshow.php?s=2126222&amp;v=9364&amp;q=332953&amp;r=1322153" alt="Check24-Stromanbieter vergleichen" width="728" height="90" border="0" title="Betriebswirtschaft - was ist das? 9"></a><span style="font-size: 18pt;">Vergleichen Sie <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/check24strom" target="_blank" rel="noopener">hier</a> die Stromtarife für Ihren betriebswirtschaftlichen Vorteil*<br />
</span></p>
<hr />
</p>
<p>Bei der Betriebswirtschaftslehre kommen die englischen Begriffe &#8222;(master of) business adminstration&#8220;, &#8222;industrial management&#8220; oder &#8222;managerial economics&#8220; zum sprachlichen Einsatz.</p>
<h2>Betriebswirtschaft und Volkwirtschaft &#8211; worin liegt der Unterschied</h2>
<p>Der wesentliche Unterschied zwischen <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/allgemeine-betriebswirtschaftslehre-51962" target="_blank" rel="noopener">Betriebswirtschaftslehre </a>und <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/volkswirtschaftstheorie-48850?redirectedfrom=47730" target="_blank" rel="noopener">Volkswirtschaftslehre </a>besteht darin, dass erstere (BWL) die Perspektive der Unternehmen und Betriebe einnimmt und analysiert, während die Volkswirtschaftslehre den Blickwinkel von allen Haushalten und allen Unternehmen im Fokus hat &#8211; also den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang.</p>
<p>Praktischer ausgedrückt: Während ein Geschäftsführer sein ganzes Handeln auf den einen Betrieb konzentriert, für das er die Unternehmensleitung innehat (BWL), betrachtet ein Bundes- oder Europa-Politiker seine Welt mit den Augen aller Unternehmen und Privatpersonen (VWL).</p>
<p>Die <strong>Betriebswirtschaftslehre</strong> fokussiert in Ihrer Betrachtung von Unternehmen und Organisationen operative Bereiche wie Unternehmensführung, Finanzmanagement, Marketing, Personalwesen und Produktion. Zudem sind einzelne Entscheidungen und Prozesse der Betriebe im Augenmerk.</p>
<p>Die Betriebswirtschaft beschäftigt sich mit Fragen wie der Effizienzsteigerung eines Unternehmens, der Maximierung des Gewinns, der Kostenkontrolle und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Das Hauptziel ist es, die Effizienz und Rentabilität von Betrieben zu erhöhen.</p>
<p>Die <strong>Volkswirtschaftslehre</strong> zielt ab auf gesamtwirtschaftliche Aspekte wie das Wachstum der Gesamtwirtschaft (z. B von Europa oder Deutschland), die Arbeitslosenquote, die Inflation, die Geldpolitik, die Außenhandelsbilanz (Differenz zwischen den Exporten und Importen von Gütern und Dienstleistungen eines Landes) und die Verteilung von Ressourcen auf nationaler oder internationaler Ebene.</p>
<p>Volkswirtschaftliche Überlegungen beziehen sich auf die Interaktionen zwischen verschiedenen Wirtschaftseinheiten wie Unternehmen, Privathaushalte und (staatlichen) Institutionen und entsprechende Überlegungen, wie Ressourcen am besten verteilt werden können, um das Wohlstandsniveau einer Gesellschaft zu maximieren.</p>
<h2>Klassische Produktionsfaktoren</h2>
<p>Produktionsfaktoren sind alle materiellen und immateriellen Mittel, mit denen die Leistungserstellung von Betrieben (Betriebswirtschaft) und Ländern (Volkswirtschaften) erfolgt.</p>
<h3>Produktionsfaktoren in der Volkswirtschaft</h3>
<p>In der Volkswirtschaftslehre werden <strong>Produktionsfaktoren</strong> als die verschiedenen Ressourcen oder Elemente (Mittel) betrachtet, die zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen benötigt werden.</p>
<p>Es gibt in der Regel vier Produktionsfaktoren, die als die &#8222;Vier-Faktoren-Theorie&#8220; bekannt sind:</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Produktionsfaktor &#8222;Arbeit&#8220;</span></p>
<p>Der <strong>Produktionsfaktor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_%28Volkswirtschaftslehre%29" target="_blank" rel="noopener">Arbeit</a></strong> umfasst die menschliche (geistige und körperliche) Arbeitskraft, die in den unternehmerischen Produktionsprozess einfließt. Hierzu gehören sowohl physische als auch intellektuelle Tätigkeiten.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Produktionsfaktor &#8222;Kapital&#8220;</span></p>
<p>Der <strong>Produktionsfaktor <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kapital-38061" target="_blank" rel="noopener">Kapital</a></strong> bezieht sich auf die finanziellen und materiellen Ressourcen, die zur Produktion verwendet werden. Dazu gehören Sachkapital wie Gebäude, Maschinen, Werkzeuge, Ausrüstung, Technologie und Geldkapital wie finanzielle Mittel. Kapital ermöglicht es Unternehmen, ihre Produktionskapazität zu erhöhen und effizienter zu produzieren.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Produktionsfaktor &#8222;Boden&#8220;</span></p>
<p>Der <strong>Produktionsfaktor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Boden_(Produktionsfaktor)" target="_blank" rel="noopener">Boden</a></strong>, der auch als natürliche Ressourcen bezeichnet wird, bezieht sich auf die originären Ressourcen, die in den Produktionsprozess einbezogen werden, wie zum Beispiel Bodenschätze, Wasser, Luft, Boden, Energiequellen und andere natürliche Elemente.</p>
<p>Grundsätzlich ist der Faktor Boden im theoretischen Modell unvermehrbar, unzerstörbar und unbeweglich.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Produktionsfaktor &#8222;Wissen&#8220;</span></p>
<p>Der <strong>Produktionsfaktor <a href="https://www.wissensmanagement.net/fileadmin/backend_upload/paid_content/artikel_pdfs/2018_01_003.pdf" target="_blank" rel="noopener">Wissen</a></strong> umfasst die Fähigkeiten, das Wissen und die Innovationsfähigkeit der Unternehmer oder Führungskräfte, die die Produktionsprozesse leiten und organisieren. Unternehmerische Entscheidungen und Visionen spielen eine wichtige Rolle bei der Optimierung der Produktionsaktivitäten.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt;">Die Online-Steuererklärung von smartsteuer: einfach, schnell und sicher</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/smartsteuer" target="_blank" rel="noopener"><br />
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<hr />
</p>
<h3>Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren</h3>
<p>In der Betriebswirtschaftslehre werden die sehr allgemein gehaltenen Produktionsfaktoren nach volkswirtschaftlicher (gesamtheitlicher) Betrachtung weitaus detaillierter betrachtet und definiert.</p>
<p>Es wird unterschieden zwischen <strong>Elementarfaktoren </strong>und <strong>dispositiven Faktoren</strong>.</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Elementarfaktoren</span></p>
<p>Zu den Elementarfaktoren gehören die grundsätzlich notwendigen Faktoren, die unmittelbar für die Produktion von Waren und Gütern benötigt werden. Dazu gehören <strong>ausführende</strong> (<strong>menschliche) Arbeiten</strong> ohne eigenen Entscheidungsspielraum (z. B. Arbeiten am &#8222;berühmten&#8220; Fließband), <strong>sachliche Betriebsmittel</strong> (Maschinen, Anlagen, Gebäude, Werkbänke) und <strong>Werkstoffe</strong> (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).</p>
<p><span style="font-family: arial black, sans-serif;">Dispositive Faktoren</span></p>
<p>Die dispositiven Faktoren sind im Gegensatz zu den Elementarfaktoren immateriell und fördern das optimale Zusammenspiel der betriebswirtschaftlichen Elementarfaktoren &#8222;ausführende Arbeit&#8220;, &#8222;Betriebsmittel&#8220; und &#8222;Werkstoffe&#8220;.</p>
<p>Zu den dispositiven Faktoren werden gezählt:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li><strong>Leitung</strong> (Gesamtheit aller Managementaktivitäten)</li>
<li><strong>Planung</strong> (Erstellung von Unternehmensplänen und Zielen)</li>
<li><strong>Organisation</strong> (Ausarbeitung von Prozessschritten)</li>
<li><strong>Kontrolle</strong> (zielgerichtete Überwachung der Prozesse und Abläufe)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2>Welche Bereiche umfasst die Betriebswirtschaftslehre?</h2>
<p>Die Betriebswirtschaftslehre umfasst eine Vielzahl von eigenen Bereichen, darunter beispielsweise die Finanzwirtschaft (Finanzen), das Marketing, die Personalwirtschaft (Personalwesen), die Produktion und das Controlling.</p>
<p>In der <strong>Finanzwirtschaft</strong> geht es um die Beschaffung und Verwendung von finanziellen Ressourcen, während das <strong>Marketing</strong> sich mit der Gestaltung von Produkten und deren Vermarktung beschäftigt. Die <strong>Personalwirtschaft</strong> befasst sich mit der Personalauswahl und -entwicklung sowie dem Arbeitsrecht.</p>
<p>In der <strong>Produktion</strong> erfolgt bei Produktionsunternehmen die Herstellung von Produkten und Waren. Das <strong>Controlling</strong> überwacht und steuert betriebliche Abläufe.</p>
<p>Jeder dieser Bereiche hat seine eigenen betriebswirtschaftlichen Methoden und Techniken, die unternehmerische Funktionen und betriebliche Abläufe steuern und optimieren. Beispielsweise kann eine <strong>effektive Finanzplanung</strong> dazu führen, dass ein Unternehmen stets genügend Kapital und <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität</a> zur Verfügung hat, um seine Ziele zu erreichen.</p>
<p>Eine gut durchdachte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marketingstrategie" target="_blank" rel="noopener"><strong>Marketingstrategie</strong></a> kann dazu beitragen, dass ein Unternehmen seine Produkte erfolgreich vermarktet und somit mehr Umsatz generiert.</p>
<h2>Betriebswirtschaft studieren</h2>
<p>Betriebswirtschaft zu studieren ist ein attraktiver Weg, um sich für eine erfolgreiche Karriere in einer Vielzahl von Branchen vorzubereiten. In Deutschland gibt es mehrere Optionen für ein BWL-Studium &#8211; das Vor-Ort-Studium, das Fernstudium oder Online-Studium. Jede dieser Optionen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.</p>
<p>Das <strong>Vor-Ort-Studium</strong> bietet Studenten die Möglichkeit, an einer Universität oder Hochschule in Deutschland zu studieren und die Vorteile des Präsenzunterrichts zu nutzen. Ein großer Vorteil dieses Modells ist die traditionelle Lernatmosphäre, da man seine Lehrer persönlich kennenlernt und persönliche Interaktion mit anderen Studenten genießen kann.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; font-family: arial black, sans-serif;">Betriebswirtschaft-Praxis hat mit EURO-FH studiert</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/eurofh" target="_blank" rel="noopener"><br />
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<p style="text-align: center;">
</p>
<p>Darüber hinaus können Studenten aufgrund der Sprachbarriere auch die Unterstützung von deutschen Professoren nutzen. Ein weiterer Vorteil ist der konzentriertere Zeitaufwand für das Lernen im Vergleich zum Fernstudium.</p>
<p>Das <strong>Fernstudium</strong> bietet hingegen Flexibilität bei der Wahl des Studienortes und des Lernrhythmus&#8216;. Das Aufsuchen eines bestimmten Ortes für das Studium und das Halten an festgelegte Zeitpläne sind nicht notwendig. Beim Fernstudium gibt es zudem Zugang zu denselben Materialien wie beim Vor-Ort-Studium; inhaltlich liegen also keine Einschränkungen vor.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; font-family: arial black, sans-serif;">BWL, Wirtschaftspädagogik, Finance oder General Management im Fernstudium</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/allensbach-bwl" target="_blank" rel="noopener"><br />
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<hr />
</p>
<p>Der größte Vorteil ist die Kosteneinsparung, da keine Unterbringungskosten oder Fahrtkosten anfallen. Allerdings erfordert das Fernstudium Selbstdisziplin, da der direkte Kontakt zu den Dozenten fehlt und niemand da ist, um anzutreiben und den Fortschritt im Auge zu behalten.</p>
<p>Eine weitere Option ist das <strong>Online-Studium</strong>. Hierbei können Studenten sofort auf digitale Ressourcen zugreifen und ihr Lernpensum individuell gestalten, was ideal für Menschen mit Berufsverpflichtungen oder anderen Verantwortlichkeiten ist.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 18pt; font-family: arial black, sans-serif;">Der Experte für Ihr erfolgreiches Fernstudium</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/stgmd-online" target="_blank" rel="noopener"><br />
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<hr />
</p>
<p>Da alle Kurse online stattfinden, sind keine Sondergebühren erforderlich &#8211; was wiederum bedeutet, dass das Studium deutlich günstiger als das Vor-Ort-Studium ist. Allerdings kann es schwierig sein, ohne persönliche Interaktion Feedback von Professoren oder anderen Schülern über den Fortschritt im Unterrichtsstoff zu erhalten.</p>
<p>Unabhängig davon welches Modell Sie wählen: Das Studieren von Betriebswirtschaft bietet viel Potenzial für eine vielversprechende Karriere und spannende Lehrinhalte. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Weiterentwicklung und Ihre persönlichen Ziele.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Die Betriebswirtschaft beschäftigt sich mit der Organisation und Steuerung von Unternehmen. Das &#8222;ökonomische Prinzip&#8220; stellt einen Grundsatz der Betriebswirtschaft dar, bei dem begrenzte Ressourcen effizient eingesetzt werden, um verwertbare Outputs zu erzielen.</p>
<p>Die Betriebswirtschaftslehre zielt darauf ab, betriebliche Prozesse zu planen, zu steuern und zu optimieren, um Betriebsziele festzulegen und zu erreichen. Sie umfasst verschiedene Bereiche wie Finanzwirtschaft, Marketing, Personalwirtschaft, Produktion und Controlling, die jeweils spezifische Methoden und Techniken verwenden, um betriebliche Funktionen zu verbessern.</p>
<p>Im Vergleich dazu betrachtet die Volkswirtschaftslehre die gesamtwirtschaftlichen Aspekte, die über das einzelne Unternehmen hinausgehen. Sie analysiert die Interaktionen zwischen Unternehmen, Haushalten und Institutionen in der Gesellschaft und konzentriert sich auf Themen wie Wachstum, Arbeitslosigkeit, Inflation, Geldpolitik und Ressourcenverteilung auf nationaler oder internationaler Ebene.</p>
<p>Die betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren sind die Ressourcen, die zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen benötigt werden. Elementarfaktoren wie Arbeit, Kapital, Boden und Wissen bilden die Grundlage, während dispositiven Faktoren wie Leitung, Planung, Organisation und Kontrolle das optimale Zusammenwirken der Elementarfaktoren fördern.</p>
<p>Betriebswirtschaftliche Studiengänge bieten die Möglichkeit, sich auf eine vielfältige Karriere vorzubereiten. Es gibt verschiedene Studienmodelle wie das Vor-Ort-Studium, das Fernstudium und das Online-Studium, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Die Betriebswirtschaftslehre eröffnet Möglichkeiten in verschiedenen Branchen und bietet Methoden, um betriebliche Abläufe zu optimieren und unternehmerische Ziele zu erreichen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/betriebswirtschaft-was-ist-das/">Betriebswirtschaft &#8211; was ist das?</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nikolaus Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2023 19:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Absatz]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[Debitorenbuchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Fertigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Krass; welch unerwartete Stress-Situation“, das war mein erster Gedanke. Der Gesprächspartner meines letzten Business-Meetings hatte mir zuvor von einer besonderen Situation erzählt, die er erlebt hatte. Er besuchte eine Vortragsveranstaltung, ein Vortragsredner zum Thema „Sicherung der Liquidität“ war ausgefallen und&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/">Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Krass; welch unerwartete Stress-Situation“, das war mein erster Gedanke. Der Gesprächspartner meines letzten Business-Meetings hatte mir zuvor von einer besonderen Situation erzählt, die er erlebt hatte. Er besuchte eine Vortragsveranstaltung, ein Vortragsredner zum Thema „<strong>Sicherung der Liquidität</strong>“ war ausgefallen und die Veranstaltungsleitung kam in Hektik und Nervosität zu ihm: „<em>Können Sie bitte für den verhinderten Redner einzuspringen und etwas dazu erzählen?!</em>“</p>
<p>Ad hoc, ohne Vorbereitung, ohne Skript, in 5 Minuten geht’s los. Er hat die Herausforderung angenommen und zugesagt – welch unerwartete Stress-Situation!</p>
<p>Nachdem er mir bei unserem Treffen davon erzählt hatte, inklusive dem schlussendlichen erfolgreichen Ausgang der Adrenalin-Situation, habe ich mich gefragt, was ich in der Situation getan hätte. Auf der einen Seite hörte ich schon die ängstliche Du-kannst-Dich-nur-blamieren-Stimme in meinem Kopf; auf der anderen Seite findet Wachstum bekanntlich außerhalb der Komfortzone statt.</p>
<p>Meine 30-jährige Erfahrung in der Betriebswirtschaft hätte mir grundsätzlich genug Stoff gegeben, um hier etwas Liquiditätssicherndes beitragen zu können. Ich denke also, der Reiz hätte auch bei mir gewonnen und ich wäre mit feuchten Händen und dem leicht drückenden Gefühl &#8211; nach Verlassen der Komfortzone &#8211; zum Rednerpult gegangen. Aber ich musste mich ja nicht entscheiden.</p>
<p>Die nächste Überlegung war, welche Inhalte ich in den knappen 5 Minuten Vorbereitungszeit zu dem sehr weitläufigen Thema „Sicherung der Liquidität“ skizziert hätte. Die schnöden Vor- und Nachteile von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Factoring" target="_blank" rel="noopener">Factoring</a> oder von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sale-Lease-Back" target="_blank" rel="noopener">Sale-and-lease-back</a> gepaart mit Schwierigkeiten bei der <a href="https://www.haufe.de/finance/haufe-finance-office-premium/eigenkapital-ausgestaltungsformen-und-aufgaben-der-eige-2-moeglichkeiten-der-eigenkapitalbeschaffung_idesk_PI20354_HI1627418.html" target="_blank" rel="noopener">Eigen</a>&#8211; und <a href="https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/finanzierungsbedarf-ermitteln/fremdfinanzierung/" target="_blank" rel="noopener">Fremdkapitalbeschaffung</a> sind ja bis zum finanziellen Erbrechen auf Kongressen durchgekaut worden.</p>
<p>Wobei ja eigentlich erst Durchkauen und dann Erbrechen kommt?! Diese ausgelutschten Themen wirft man selbst mit 5-Minuten-Stress-Vorbereitung zahlenden Kongressbesuchern nicht vor. Ich denke, mein Ansatz wäre gewesen, die Liquiditätssicherung mal ganz vorne in der Kette zu betrachten. Statt Vortrag ist nun aus meinen pesönlichen Gedankenspielen der nachfolgende Blogbeitrag zum Finanzthema „Sicherung der Liquidität“ entstanden.</p>

<h2>Liquidität vor Rentabilität</h2>
<p>Abgedroschen, aber ebenso eingehämmert ist unter den Betriebswirten der Grundsatz „<strong>Liquidität geht vor Rentabilität</strong>“. Liquidität ist per <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener">Definition</a> die &#8222;Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, jederzeit seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht und betragsgenau erfüllen zu können&#8220; – also auf gut deutsch „stets flüssig“ zu sein. Lesen Sie hierzu auch den eigenen Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität im Unternehmen – von Liquiditätsengpass bis Liquiditätsüberschuss</a>&#8222;.</p>
<p>Die beste und zugleich einfachste Möglichkeit, die Liquidität zu sichern, besteht darin, den <strong>Geldzufluss aus der operativen Tätigkeit</strong> zu verwenden. Ist diese Quelle versiegt, weil keine Aufträge oder keine Kunden vorhanden sind, brauchen wir uns nicht über Sicherung der Liquidität, sondern über Liquidierung des betroffenen Unternehmens unterhalten.</p>
<h2>Ist ausnahmslos ALLES fakturiert?</h2>
<p>Die erste Frage, die man sich zum Thema Sicherung der Liquidität stellen sollte, lautet daher: Sind für ausnahmslos <strong>alle fakturierbaren Geschäftsvorfälle</strong> entsprechende Ausgangsrechnungen erstellt und pünktlich zugestellt worden? Gerade bei kleineren Betrieben, die in der operativen Tätigkeit ertrinken und zugleich keinen kaufmännischen Daumen haben, liegen die fertigen Aufträge wochen- oder monatelang herum. Irgendwann erbarmt sich der meist mitarbeitende Ehepartner dann zur Fakturierung – oftmals war das zur Sicherung der Liquidität zu spät.</p>
<p>Eine bedeutsame Frage ist auch, ob die Ausgangsrechnungen wunschgemäß zugestellt wurden. Kunden haben verständlicherweise ihre eigenen Prozesse, um Eingangsrechnungen zu bearbeiten. Da gibt es den technisch versierten Kunden, der ein Upload-Portal hat oder den digital versierten Kunden, der eine automatisch verarbeitende E-Mail-Adresse hat oder den analogen Kunden, der eine Papierrechnung an die Postfachadresse wünscht. Bedarfsgerechte Kunden-Stammdaten sind hier elementar.<br />
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt;">Die <strong>Online Buchhaltungssoftware lexoffice</strong> macht Bürokram und Buchhaltung so einfach wie nie!</span><a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/go/lexoffice" target="_blank" rel="noopener"><br />
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</span></p>
<hr />
</p>
<h2>Fokus auf teilfertige Aufträge</h2>
<p>Nicht nur die fertigen Aufträge können &#8211; wenn sie fakturiert sind &#8211; einen Beitrag zur Sicherung der Liquidität leisten. Auch die <strong>teilfertigen Aufträge</strong> können zur Sicherung beisteuern. Dann nämlich, wenn sie mit Fokus und Nachdruck (Multitasking ist nachweislich ineffizient) fertiggestellt werden. Der Unternehmer tut gut daran, die fast fertigen &#8222;<em>Baustellen</em>&#8220; abzuschließen, damit die Rechnungen an den Kunden gehen können.</p>
<p>Lassen sich die Aufträge nicht fertigstellen und liegen die Gründe hierfür auf Seiten des Kunden, könnte eine Liquiditätssicherungsmaßnahme darin bestehen, eine außertourliche Abschlags-Rechnung zu verhandeln.</p>
<h2>Vorhersage des Zuflusszeitpunkts</h2>
<p>Auch wenn alle Vorgänge fakturiert und die Rechnungen zuverlässig zugestellt sind, gehört zur Sicherung der Liquidität die Fähigkeit, jederzeit und möglichst genau eine <strong>Vorhersage der Geldzugänge</strong> abgeben zu können. Die betrieblichen Systeme müssen in der Lage sein, die Frage zu beantworten, wann, wer, wieviel bezahlen wird. Wurde eine Nettofälligkeit vereinbart, kann die Prognose über den Zufluss des Rechnungsbetrags recht gut erfolgen. Wurden Skontofristen eingeräumt, besteht ein höherer Grad an Unsicherheit &#8211; zumindest über den Zeitpunkt des Geldeingangs.</p>
<p>In beiden Fällen müssen diese Rahmenbedingungen zuerst dem Kunden bekannt sein (auf der Rechnung gut sichtbar aufgedruckt?) und in die Auswertungssysteme (Finanzbuchhaltung, ERP-System) mit zuverlässiger Datenqualität übergeben worden sein. Ist lediglich der Vertreter der steuerberatenden Berufe Herr dieser Daten, wird es schwer, die Geldzugänge jederzeit vorhersagen zu können.</p>
<h2>Mahnwesen optimieren</h2>
<p>Die Vorhersage von Zahlungseingängen kann noch so gut sein; oftmals wird sie am Kundenverhalten scheitern. Dann nämlich, wenn der Kunde ein Verhalten &#8211; die pünktliche Zahlung seiner Verbindlichkeiten &#8211; unterlässt. Dann kommt das <strong>Mahnwesen</strong> &#8211; sofern vorhanden und einsatzbereit &#8211; zum Einsatz. Auch hier können Maßnahmen zur <strong>Optimierung des Prozesses</strong> die Sicherung der Liquidität unterstützen.</p>
<p>In der digitalen Zeit können individuell und freundlich formulierte Mahn-E-Mails automatisiert versendet werden und zumindest die Debitoren, die wegen Schusseligkeit ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, zur Zahlung animiert werden.</p>
<h2>Thema Datenqualität</h2>
<p>Natürlich müssen auch die systemseitig verwendeten Zahlungsbedingungen korrekt sein. Wenn standardgemäß eine Woche als Zahlungsfrist ermittelt und aufgedruckt ist, mit dem Kunden aber 4 Wochen vereinbart wurden, ist es nicht verwunderlich, wenn die Liquidität frühestens in 4 Wochen auf dem Konto für Entlastung sorgt und somit bis dahin keinen zuverlässigen Beitrag zur Sicherung der Liquidität leistet.</p>
<p>Sind diese Grundlagen erfüllt, können aber auch nachträgliche <strong>Änderungen von Zahlungsbedingungen</strong> zu Stockungen beim Geldzufluss führen. Verhandelt ein großer Kunde neue – natürlich dann längere – Zahlungsbedingungen, muss auch prozesstechnisch gewährleistet sein, dass diese liquiditätsrelevante Information in den Berechnungssystemen ankommt und dann zutreffend Anwendung findet.</p>
<p>Gar mancher Unternehmer mag in Ermangelung einer Berichtigung von geänderten Zahlungsbedingungen noch einige Zeit „falsch“ fakturiert haben.</p>
<h2>Zahlungsausfälle &#8211; soll&#8217;s auch geben?!</h2>
<p>Liegen nun alle Daten in der entsprechenden Qualität vor, stellt sich die Frage, ob <strong>Zahlungsausfälle</strong> bei allen Überlegungen auch einkalkuliert wurden. Es wird wenig Unternehmen geben, die über einen längeren Zeitpunkt all die fakturierten Beträge als Zahlungseingang verbuchen können. Im Rahmen der <strong>Pauschalwertberichtigung</strong> wird in der Regel ein konstanter Wert (0,5 % – 1 %) bei der Bilanzierung zum Abzug gebracht; erfolgt dies auch bei der Liquiditätsvorausschau?</p>
<p>Ein pauschaler, geringfügiger Ausfall von 0,5 bis 1,0 Prozent wird bei der Frage der Sicherung der Liquidität nicht entscheidend sein. Was aber ist mit den Aufträgen, bei denen sich Zahlungs-Ungemach ankündigt, weil der Kunde vehement reklamiert oder selbst in finanziellen Schwierigkeiten ist? Finden diese nicht unwesentlichen Informationen bei der Liquiditätsvorausschau Berücksichtigung? Oder gaukelt die Finanzbuchhaltung dem Unternehmer trotz widriger Umstände noch einen 100%-Zahlungseingang vor?</p>
<h2>Liquidität kann auch schmelzen</h2>
<p>Auch wenn kein Zahlungsausfall droht, sollte sich der vorsichtige Kaufmann die Frage stellen, ob der Geldeingang vollumfänglich zur Sicherung der Liquidität erhalten bleibt. Die Tatsache, dass eine enthaltene Umsatzsteuer in der Regel zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt abzuführen ist, wird den meisten Unternehmern bekannt und bewusst sein.</p>
<p>Aber möglicherweise führen betriebsindividuelle Besonderheiten wie Abführungsverpflichtung im Rahmen von Lizenz- oder Provisionsvereinbarungen dazu, dass zumindest gedanklich die Liquiditätszugang anteilig zusammenschmilzt. Oder aber stillschweigende oder geduldete Stundungen können wieder zum Leben erwecken und Zahlungseingänge wieder schmelzen lassen.</p>
<p>Da ist es natürlich äußerst ungut, wenn der Liquiditätszuwachs &#8211; der bald schmelzen wird &#8211; fest für andere Ausgaben eingeplant wurde.<br />
<hr />
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<hr />
</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Ohne auf moderne oder bankintensive Instrumente zur Sicherung der Liquidität zurückgreifen zu müssen, gibt es auch ganz zu Beginn des Liquiditätsprozesses ausreichende Möglichkeiten, die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen zu optimieren. Es muss daher nicht immer der große Sprung sein, um bei der <a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/liquiditaet-im-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Liquidität</a> etwas zu erreichen.</p>
<p>Oftmals sind es die einfachen Dinge, die viel bewirken können. Und mit diesen einfachen Schritten ließe sich sicherlich auch ein ungeplanter Spontan-Vortrag auf einem Kongress befüllen &#8211; ohne unerwartete Stress-Situation.</p>
<p>Eine simple aber effektive Möglichkeit, die Liquidität einer Privatperson &#8211; ob Angestellter oder Unternehmer &#8211; zu managen, zeigt der Blog-Beitrag &#8222;<a href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/kontenmodell/" target="_blank" rel="noopener">Mit dem Kontenmodell Liquidität privat sichern: das JARS Money Management System</a>&#8222;.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de/sicherung-der-liquiditaet/">Sicherung der Liquidität &#8211; schnell mal was dazu erzählen</a> wurde auf der Praktiker-Website für Betriebswirtschaft <a rel="nofollow" href="https://www.betriebswirtschaft-praxis.de">Betriebswirtschaft in der Unternehmenspraxis</a> veröffentlicht.</p>
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